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SV Seligenporten
DJK Ammerthal
15.
30.
45.
60.
75.
90.

Ein interessantes Heimspiel steht für den SV Seligenporten auf dem Programm. Zu Gast im Kloster: Die Elf vom ehemaligen ASV Neumarkt-Coach Dominik Haußner, die DJK Ammerthal. Diese startete sehr gut in die Saison, belegt zurzeit den dritten Platz. Anstoß ist heute um 14 Uhr. Satte elf Punkte mehr auf dem Konto hat die DJK Ammerthal im Vergleich zum SV Seligenporten, der jedoch ein Spiel weniger absolviert hat. Dennoch: Bei den Gästen aus dem Landkreis Amberg-Sulzbach läuft es in dieser Spielzeit bisher rund. Auch dank Chefcoach Dominik Haußner (39), der in diesem Sommer den ASV Neumarkt nach über vier Jahren gen Ammerthal verließ. Die DJK steht unter seiner Leitung momentan auf einem starken dritten Platz. „Damit sind wir sehr zufrieden, zumal wir im Sommer einen Umbruch im Team meistern mussten.“ Vor allem die Abgänge der Offensivkräfte Friedrich Lieder und Tom Abadjiew schmerzten schon ein wenig, immerhin waren beide im Verbund für fast die Hälfte aller Ammerthaler Treffer verantwortlich. „Wir mussten zwar viele junge Spieler integrieren, das Team zieht jedoch richtig gut mit und so konnten wir uns recht schnell einspielen“, zieht Haußner Bilanz. „Unsere gute Platzierung ist zwar überraschend, aber auch genauso verdient. Vielleicht haben wir etwas profitiert davon, dass die ein oder andere Mannschaft auch einen Umbruch hatte und noch nicht so abgestimmt war.“ Damit meinte der Ex-ASV-Coach beispielsweise das Spiel gegen den SC Eltersdorf, den man zuhause mit 3:0 abblitzen ließ. Ganz persönlich fühlt sich Dominik Haußner wohl im Dorf sieben Kilometer westlich von Amberg. Dies führt er aber auch auf den Erfolg zurück: „Wenn’s gut läuft, macht sich eben ein gewisses Wohlbefinden breit, auch weil alle an einem Strang ziehen.“ Beim SV Seligenporten verlief der Start doch um einiges holpriger, mittlerweile scheint sich das Team von Trainer Hendrik Baumgart (momentan im Urlaub) immer besser zurechtzufinden, vier Mal in Folge ist der SVS unbesiegt geblieben. Davon zwar auch zwei Mal im Pokal gegen unterklassige Teams, doch dennoch zeigt der Trend deutlich nach oben. Am Mittwoch erst setzte sich Seligenporten im Pokal beim SK Lauf mit 5:1 durch. Der Sportliche Leiter Michael Pfeifer nach der Partie mit gemischten Gefühlen: „Nach einigen Konzentrationsschwächen und Problemen beim Bespielen des schlechten Platzes haben wir uns den Verhältnissen angepasst und dann immer souveräner hinten rausgespielt.“ „Allein des Sieges wegen konnten wir noch mehr Selbstvertrauen tanken“, unterstrich der Baumgart-Vertreter. Im Achtelfinale des Totopokals trifft der SVS auf das Spitzenteam des TSV Rain/Lech aus der Bayernliga Süd. „Ein schönes Los“ freut sich Pfeifer. Gegner Ammerthal ist schon aus diesem Wettbewerb ausgeschieden. Dominik Haußner ist nicht unfroh darüber: „Seligenporten geht jetzt bald in die fünfte englische Woche – und das nahezu am Stück. Natürlich gibt es im Pokal interessante Paarungen und die Spieler bestreiten auch mal lieber ein Spiel mehr als ein Training, doch diese Staffelung ist schon krass. Es wird wichtig sein für die Vereine, dass sie in den September nicht mit zu wenigen Spielern gehen. Das ist so ein Schlüssel für eine erfolgreiche und konstante Saison. Auch wenn der SVS am Mittwoch erst in Lauf gespielt hat, haben wir dadurch keine Vorteile.“ Wegen des auch ohne Pokal straffen Programms freut sich der 39-Jährige, dass der DJK nur zwei Spieler längerfristig nicht zur Verfügung stehen. Keeper Marcel Schumacher und Michael Dietl laborieren an Knieverletzungen. „Mit Christian Knorr steht ein wichtiger Spieler wieder im Kader.“ Laut Haußner ist die Rückkehr des Ex-Klosterers an die alte Wirkungsstätte sehr wahrscheinlich. Er erwartet bei Weitem keinen Samstagsspaziergang, auch wenn auf dem Papier der Vorletzte den Dritten empfängt: „Es wird ein intensives Spiel werden, in Seligenporten ist es schwierig zu gewinnen. Ich glaube nicht, dass der SVS in der Tabelle da steht, wo sie hingehören. In diesem Duell wird es keine großen Unterschiede geben, weshalb dann Kleinigkeiten und die Tagesform entscheidend sein werden.“ Michael Pfeifer lobt den Gegner sogar noch in höheren Tönen: „Die DJK ist ein Top-Favorit und ein Top-Team, das am Ende auch ganz oben stehen kann. Wir sind gerade in der Konsolidierungsphase, wir wissen was auf uns zukommt. Trotzdem freuen wir uns auf die Herausforderung, womöglich auch gegen ein Top-Team bestehen zu können.“ Gegen den TSV Aubstadt und die DJK Don Bosco Bamberg klappte das in den beiden letzten Ligaspielen ordentlich.

Fehlt nur noch ein Rezept, mit denen beide Teams zum Erfolg kommen wollen. Haußner nennt zumindest Anhaltspunkte: „Seligenporten hat im Mittelfeld Marco Wiedmann, worauf wir ein Augenmerk legen wollen, damit dieser nicht ungestört das Spiel machen kann. Mit den zwei Neuzugängen Katidis und Glasner hat der SVS jetzt auch mehr Möglichkeiten im Spiel nach vorne. Dann wollen wir Standards vor dem eigenen Tor vermeiden, denn ein Sebastian Glasner verfügt über einen sehr guten Abschluss.“ Da hat wohl ein Coach das direkte Freistoß-Tor gegen die DJK Don Bosco Bamberg gesehen. Des Weiteren wird der Gast aus Ammerthal versuchen „frühzeitig“ anzulaufen, um den Gegner am Spielaufbau zu hindern. „Normalerweise versuchen wir, mit offenem Visier zu spielen.“ Michael Pfeifer fordert vor allem eine gewisse Wachsamkeit: „Wir müssen konzentriert bleiben – und zwar nicht nur über weite Strecken des Spiels, sondern über zweimal 45 Minuten plus X. Denn auch bei unseren verlorenen Spielen hatten wir immer wieder gute Phasen, haben uns dann aber durch Unkonzentriertheiten selbst in die Bredouille gebracht.“ Haußner stehen bis auf die angesprochenen Dietl und Schumacher alle Mann zur Verfügung. Auch beim SV Seligenporten könnte sich die personelle Lage an diesem Spieltag entspannen. Tim Olschewski, Fotios Katidis, Tobias Kramer und Dino Kardovic könnten allesamt wieder eine Option für das Spiel sein. Franz Hable