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SpVgg Jahn Forchheim
ASV Vach
15.
30.
45.
60.
75.
90.

Mit der dritten Niederlage im siebten Spiel der jungen Bayernliga-Runde dürfte die Schonfrist bei der SpVgg Jahn enden. Beim 0:4 gegen den Neuling ASV Vach vor heimischer Kulisse offenbarten die Forchheimer eklatante Probleme. Ohne den urlaubenden Kapitän Patrick Hagen in der Schalt-Zentrale, mühten sich die Schützlinge von Trainer Christian Springer zwar um Kombinations-Kultur, aber verloren vor der entscheidenden Zone am Strafraum Mut und Dynamik. Springer hatte sogar personell ein Zeichen gesetzt, bot neben Nagengast an vorderster Front wieder Tom Jäckel auf. Mit einem aus guter Position geblockten Nagengast-Versuch und einem auf der Linie geklärten Karsak-Kopfball verlief der Auftakt einigermaßen druckvoll, doch die von Coach Springer geforderten Lösungen über die Flügel ließen auf sich warten. Auf der anderen Seite des Platzes führte Vach bei weniger Aktionen mehr Überzeugung vor. Jahn-Torwart Stahl streckte sich früh gegen einen Schlenzer von Röder und entschärfte zwischendurch eine verunglückte Kopfball-Abwehr des Teamkollegen Jerundow, konnte dann den Aussetzer seiner kurzzeitig entblößten Hintermannschaft nicht mehr ausbügeln. Eine Wende hätte der Geschichte Jäckel geben können, als er nach filigraner Ballmitnahme an der Strafraumkante auftauchte. Anstatt es mit Gefühl zu probieren, scheiterte er flach mit Gewalt an der Fußabwehr des Torwarts. So gaben die Gäste mit Rico Röder den Takt vor, der mit dem Pausenpfiff nach einem Einwurf plötzlich sträflich frei aus der Mitte zum 0:2 verwandelte. Auch nach dem Seitenwechsel stand der gesamte Jahn in Person von Jerundow schon wieder neben sich. Bei einer Ecke ermöglichte sein fatales Stellungsspiel einen Kopfball-Aufsetzer zum 0:3. Immerhin wehrten sich Nagengast mit einem Köpfer an den Außenpfosten und Jäckel mit mehreren Schüssen, zurück bllieb allein der Eindruck von Hilflosigkeit. Die bezeichnende Szene dazu: Eine verunglückte Vacher Hereingabe prallte vom Außenpfosten genau vor die Stirn des gedankenschnellen Geissler, daneben schauten die paralysierten Forchheimer zu. Fast mitleidig schaute am Ende Ex-Bundesligaprofi Norbert Hofmann, der den Jahn Ende des letzten Jahrtausends in der Bayernliga betreute. In seiner Rolle als Vacher Trainer stellte er gleichwohl zufrieden fest: „Ich habe den Jahn zweimal beobachtet. Daher wussten wir, dass wir unsere Chancen bekommen, wenn wir in der Defensive die Räume verengen und schnell umschalten.“ Kevin Gudd