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SpVgg Jahn Forchheim
ASV Vach
15.
30.
45.
60.
75.
90.

Nach dem zweiten Saisonerfolg in Sand befindet sich die Waage für die SpVgg Jahn Forchheim momentan im Gleichgewicht. Ob es den Forchheimern gelingt, das Pendel im gegen Neuling ASV Vach in den positiven Bereich zu bewegen, hängt auch an der Tagesform ehemaliger Kollegen. Dem Prototypen für gelungene Förderung von Talenten aus der nahen Umgebung war der Sprung von der Kreisliga in die Bayernliga nicht von allen zugetraut worden. Dominik Zametzer, als herausragend schneller Stürmer vom Heimatverein SV Langensendelbach geholt, aber erarbeitete sich trotz technischer Defizite genug Vertrauen, um immerhin in 30 Partien seiner Premieren-Saison eingesetzt zu werden und mit acht Treffern zum Edeljoker zu avancieren. In dreieinhalb Jahren, unterbrochen von einer Reifeprüfung in Bamberg, sollte es Zametzer auf knapp 100 Begegnungen im Forchheimer Trikot bringen, ehe er nach dem Wiederaufstieg in die Bayernliga eine neue Herausforderung suchte. "Ich möchte die Zeit beim Jahn auf keinen Fall missen, nicht nur weil viele Freundschaften entstanden sind. Obwohl mehr Spielzeit schön gewesen wäre, habe ich mich fußballerisch enorm weiterentwickelt und dazugelernt. Es kam schließlich der Punkt für eine Veränderung", erzählt der in Erlangen angestellte Elektroingenieur. Mit dem Mannschaftskollegen Marcus Kredel entschied sich der Langensendelbacher für den ASV Vach - und konnte beim Landesligisten seine Erfahrung auf Anhieb einbringen. Zametzer bestritt im Frühsommer 2018 zum zweiten Mal in Folge erfolgreich die Relegation, gefiel vor allem schon im Rundenverlauf zuvor auf jener Position als Rechtsverteidiger, für die sie ihn beim Jahn zwischenzeitlich umgeschult hatten. Mit dem, was der 28-Jährige "taktisch mitnehmen" konnte, wird nun die Forchheimer Mannschaft konfrontiert. "Ich freue mich auf die Rückkehr und bekannte Gesichter", sagt der mit Spitznamen "Zatze" Gerufene, der auch nach seinem Wechsel nach Mannhof mitunter bei Jahn-Heimspielen die alten Kumpels besuchte. Kontakt zum aktuellen Kader bestehe über Sandro Gumbrecht. Den Ausgang auf dem Platz schätzt Zametzer offen ein. "Beide Seiten haben Stärken im Angriff, müssen aber versuchen, hinten wenig zuzulassen." Der Ex-Forchheimer Kredel im Vacher Tor kassierte bisher in sechs Spielen 17 Treffer, drei mehr als der Jahn. Dessen Entwicklung im Vorjahr zieht Zametzer auch als Beispiel heran, um nach einem holprigem Start mit vier Punkten Zuversicht zu verbreiten. "Wir können in der Bayernliga bestehen. Der erste Sieg tat schon mal gut." Gerne würde Zametzer an alter Wirkungsstätte nachlegen, quasi Serienausstattung vorführen statt Prototyp. Und der Gegner? Nicht nur der erste Sieg in der Bayernliga war für den ASV Vach eine Erlösung, schon vor dem Spiel machte die Nachricht die Runde, dass Michael Mirschberger ab September in den Kader zurückkehren wird. "Er hat nun doch eine Stelle als Lehrer in Fürth bekommen, darüber sind alle natürlich sehr glücklich", sagt Trainer Norbert Hofmann, nachdem man erfolgreich alle Hebel in Bewegung gesetzt hat, um den Abwehrchef zu halten. Mirschberger trainierte am Dienstag zwar erstmals mit der Mannschaft, allerdings wird er erst nach seinem Urlaub Anfang September zur Verfügung stehen. Verzichten muss Hofmann neben Kai Hufnagel (Flitterwochen) auch auf Julian Konrad und Levan Terashvili, die beim 2:1-Sieg über Bruck verletzt raus mussten. Konrad setzt ein Muskelfaserriss für rund sechs Wochen außer Gefecht, beim zuletzt überzeugenden Terashvili ist wohl nichts gebrochen, der Knöchel aber dick. Dennoch will Hofmann im nächsten Derby bei seiner alten Liebe Jahn Forchheim ("Ich hatte eine schöne Zeit dort als Trainer") am Samstag, 15 Uhr, nachlegen: "Es ist wieder eine schwere Aufgabe, aber wenn wir kompakt stehen und unsere Konter setzen, haben wir eine Chance." Kevin Gudd / mga