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SpVgg Jahn Forchheim
TSV Aubstadt
15.
30.
45.
60.
75.
90.

Sie hatten sich erhofft, den Schwung des fulminanten Sieges im Kellerduell beim ATSV Erlangen aus der Vorwoche nun auch gegen ein Spitzenteam mitnehmen zu können. Letztlich war der TSV Aubstadt aber eine Nummer zu groß für die SpVgg Jahn Forchheim, die auf heimischem Platz mit 0:2 unterlag. Um gegen den zweitbesten Angriff der Liga zu bestehen, veränderte Trainer Christian Springer seine Mannschaft im Defensivbereich, den er nach Andre Jerundows Verletzung aus der Vorwoche ohnehin umbauen musste. Eine aus Patrick Mai, Patrick Hagen und Daniel Uttinger bestehende Dreierkette sollte im Zentrum für mehr Stabilität sorgen, im Abwehrverbund erweiterten die Außenbahnspieler Firat Güngör und Timo Noppenberger dies zu einer Fünferkette. Der Jahn lief früh einem Rückstand hinterher, ließ sich defensiv aber nicht aus dem Konzept bringen. Nach vorne entwickelte man aber auch kaum Torgefahr. Dies ließ die Vorstellung der Forchheimer zwar solide erscheinen, so richtig ins Wanken geriet der Sieg der Gäste dennoch nie. Jahn-Torhüter Christian Bergmann lieferte sich von Beginn an ein Privatduell mit Aubstadts Angreifer Martin Thomann, der in der siebten und zehnten Minute jeweils aus aussichtsreicher Position am Jahn-Schlussmann scheiterte. In den nächsten 30 Minuten passierten in den Strafräumen wenig. Die Gäste stellten ihre reifere Spielanlage unter Beweis, gewannen mehr Zweikämpfe und ließen die Forchheimer mit einem offensiv ausgerichteten Pressing nicht zur Entfaltung kommen. Weil die Heimelf ihre defensivere Spielweise nicht aufgab und ihrerseits sicher verteidigte, gestaltete sich das Geschehen chancenarm. Springer hatte auf seinen Stoßstürmer Tom Jäckel in der Startelf verzichtet und stattdessen mit dem laufstarken Adrian Grinjuks auf Kreativität gesetzt. Dieser humpelte nach einer halben Stunde jedoch verletzt vom Platz. Jäckel kam und hatte die Ausgleichschance auf dem Kopf. Nach Flanke von Noppenberger musste sich Aubstadts Torwart Christian Mack mächtig strecken, um den Ausgleich zu verhindern. Das Duell Thomann-Bergmann ging kurz vor dem Seitenwechsel noch in seine dritte Runde, der Routinier war schnell genug unten und lenkte den Ball um den Pfosten. Der zweite Durchgang knüpfte zunächst nahtlos an die ersten Spielhälfte an, eine Viertelstunde lang neutralisierten sich die Teams. Schließlich schien nach einer Stunde plötzlich ein Ruck durch die Aubstädter Reihen zu gehen, deren Überlegenheit nun auch im Erarbeiten von Torchancen Ausdruck fand. Nachdem nach Flanke von Ingo Feser der großgewachsene Torschütze Grell und wenig später ein weiteres Mal Thomann jeweils aus bester Einschussposition vergeben hatten, war es eine der besten Nachrichten für die Heimelf, dass sie lediglich mit 0:1 hinten lag. Die Hoffnungen auf den Ausgleichstreffer zerstreuten sich in der 68. Minute, als Thomann sein Abschlusspech abstreifte und ins lange Eck vollstreckte. Weitere Konterchancen vergab der Gast anschließend kläglich. Zehn Minuten vor Spielende hätte es mitunter nochmals spannend werden können, doch Nagengasts Luftloch passte zur mauen offensiven Vorstellung des Jahn. Jonas Baier