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SC Eltersdorf
SV Seligenporten
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Aktuell steht der TSV 1860 Rosenheim auf Platz 18 der Regionalliga-Tabelle. Geht es so weiter, könnten die Oberbayern am Ende der Saison absteigen, ihren Trainer wechseln, und Hendrik Baumgart anrufen. Der ist Experte für Regionalliga- Absteiger. Schon beim SC Eltersdorf war der Coach eingestiegen, nachdem das Team als Regionalliga-18. runter musste in die Bayernliga. Auch Seligenporten stieg als 18. ab. Doch das, sagt Baumgart, sei die einzige Gemeinsamkeit. „In Seligenporten war es viel schwieriger“, ein großer Umbruch, die Suche nach neuen Fußballern zu diesem späten Zeitpunkt, und dann auch noch der neue Cheftrainer. Hendrik Baumgart war bereits Coach, als Assistent von Roger Prinzen kannte er die Mannschaft. „Doch ich habe ja nicht gedacht, dass ich Cheftrainer werde. Dass Roger uns verlassen hat, kam überraschend.“ Immer schon sei es „im Raum gestanden“, dass der erfahrene Trainer bei einem entsprechenden Angebot gehen könnte. Nun ist er Leiter der Nachwuchsabteilung des Zweitligisten 1. FC Heidenheim - und Hendrik Baumgart ist verantwortlich für die Bayernliga-Fußballer aus Seligenporten. „Man stellt sich schon die Fragen, ob man sich das antut“, sagt der 41-Jährige. „Man muss alles ausbaden, das ist unbefriedigend.“ Wie erwartet hatte der Absteiger zu Saisonbeginn Schwierigkeiten, der Kader ist klein, auch nach Eltersdorf kommen nur 13 Spieler. „Man kann alles hinwerfen, doch man hat auch Ehrgeiz.“ Baumgart entschied sich für die „positive Herausforderung“. Die Belohnung gibt es jetzt. Seit zehn Spielen hat der SVS nicht mehr verloren, in der Bayernliga-Tabelle steht das Team auf Rang neun. „Im Vergleich zum Bruck-Spiel (4:1, d. Red.) müssen wir aber noch eins drauflegen. Eltersdorf ist individuell stärker“, sagt Baumgart. Die Quecken sind Fünfter, haben aber ebenfalls einen Stotterstart hinter sich. Drei Jahre war Baumgart Coach an der Langenaustraße, von 2013 bis 2016. „Dort gab es eine andere Herausforderung“, erinnert er sich. „Der Verein hatte eine extrem erfolgreiche Vergangenheit.“ Viele dachten, es würde so weitergehen, sie hielten gedanklich an längst vergangenen Zielen fest. „Außerdem gab es Unruhen im Verein zwischen der Jugendabteilung und den Senioren.“ Es war also auch nicht immer alles leicht, doch zumindest die Mannschaft sei großteils zusammengeblieben. Nach Rang acht im ersten und zweimal Rang sieben in den folgenden Jahren suchten die Eltersdorfer aber „einen neuen Drive“, wie Manager Joachim Uhsemann damals sagte. Bernd Eigner, heute immer noch Trainer des SCE, folgte auf Hendrik Baumgart. Der entschied sich 2017 wieder einen Schritt zurückzugehen, wieder Co-Trainer zu werden, wie einst schon beim FSV Bruck unter Normann Wagner. „Ich hatte die Chance, mit Roger Prinzen zu arbeiten, viel von ihm zu lernen, und den Sprung in den halbprofessionellen Fußball zu schaffen“, sagt Baumgart. Nun die volle Verantwortung zu tragen, falle ihm jedoch auch nicht schwer. Schon davor arbeitete er im Trainer-Team unter Prinzen eigenständig, vor allem im Athletikbereich. Dass Hendrik Baumgart 2019 zum TSV 1860 Rosenheim wechselt, ist übrigens sehr unwahrscheinlich. Hauptberuflich ist der Fußballtrainer Lehrer, am Gymnasium in Wendelstein unterrichtet er Sport und Wirtschaft, mit seiner Familie wohnt er in Schwand im Landkreis Roth. „Ich habe seit der Grundschule in Erlangen gelebt und auch dort studiert“, sagt Baumgart. Seiner Frau zuliebe zog er um. „Jetzt komme ich nur noch selten nach Erlangen.“ In diesen Tagen aber ist das anders.