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TSV 1860 Weißenburg
STV Deutenbach
15.
30.
45.
60.
75.
90.

1:2 gegen Ansbach/Eyb, 0:2 gegen Woffenbach und jetzt 0:3 gegen Deutenbach. "Es läuft einfach nicht zu Hause", stellte Weißenburgs Trainer Markus Vierke nach dem Schlusspfiff treffend fest. Auch wenn dazwischen der 7:0-Kantersieg gegen Ornbau lag, kann er mit den Heimleistungen – und vor allem mit den Ergebnissen – seiner Truppe alles andere als zufrieden sein. "Die Cleverness hat diesmal gesiegt", befand der TSV-1860-Coach. Seine eigene Mannschaft habe zwar mehr Ballbesitz und optischen Vorteile gehabt. "Wir waren aber nicht effektiv." Das frühe 0:1 durch Lucas Leigeber habe Deutenbach "in die Karten gespielt". Der Gästespieler traf bereits nach 70 Sekunden als die Weißenburger Defensive noch Orientierung suchte. Danach nahm der TSV 1860 das Heft zwar in die Hand und drängte den STV zurück, doch heraus kam unterm Strich nur eine Chance für Max Pfann, der in der 35. Minute nach einem Dribbling am langen Eck vorbeizielte. Deutenbach war körperlich sehr präsent und bremste die Weißenburger Kombinationen im Zweifelsfall einfach mit Fouls. Nach dem Seitenwechsel waren die Hausherren vor allem nach Standards gefährlich. Dabei kam Tim Lotter zweimal in aussichtsreicher Position nicht richtig zum Abschluss, und auch ein Freistoß von Benjamin Weichselbaum verpuffte. In der 61. Minute dann schon die Vorentscheidung: Ein Rückpass brachte Jonas Herter unter Druck, der Keeper verlor den Ball an Timo Schwarz, der nur noch zum 0:2 einschieben musste. Der TSV 1860 wirkte konsterniert, hätte aber noch einmal für Spannung sorgen können: Nach Zuspiel von Markus Lehner feuerte der eingewechselte Robin Renner den Ball über die Latte (71.). Drei Minuten später machte Deutenbach alles klar: Nach einem Freistoß verlor Patrick Weglöhner den Zweikampf gegen seinen Kontrahenten, der den Ball nach innen spielte, wo Matthias Lödel frei und mühelos zum 0:3 eindrückte. Die von Markus Vierke erhoffte "Wiedergutmachung" für die treuen TSV-Zuschauer blieb also auf ganzer Linie aus. Die Weißenburger waren defensiv zu wacklig, luden förmlich zum Toreschießen ein und agierten offensiv ohne die nötige Durchschlagskraft – gerade bei den vielen Standards. Das war zu wenig, um eine kompakt stehende Deutenbacher Elf in Schwierigkeiten zu bringen. "Sie waren einfach abgebrühter als wir", sagte der TSV-Trainer auch mit Blick auf die Tatsache, dass bei seiner Mannschaft am Ende fünf Spieler auf dem Feld standen, die vorige Saison noch in der Kreisklasse oder in der U19-BOL gespielt haben. Uwe Mühling