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FC Holzheim
SV Wettelsheim
15.
30.
45.
60.
75.
90.

„Wir waren einfach schlecht“, so lautet das ernüchternde Fazit von Holzheims Trainer Vahan Yelegen nach dem Auftritt bei der SG Herrieden am letzten Wochenende. „Es geht weiter“, so Yelegen. Und das gegen den Tabellenvierten aus Wettelsheim. „Ein offensivstarker Gegner“, kennt Yelegen den SVW aus der letzten Saison. „Wir müssen gegen den Ball wieder mit mehr Leuten und größerem Willen arbeiten“, fordert der 36-jährige Spielertrainer von seinen Mannen. In der abgelaufenen Saison war Holzheim so der Inbegriff des Wettelsheimer Albtraums. Zweimal verlor der SVW mit drei Toren Differenz, beim FCH mit 0:3, zuhause 1:4. „Nicht vergleichbar“ seien diese Resultate aus der Vergangenheit, weil damals die Wettelsheimer zu Yelegen sagten: „Außer gegen euch konnte wir in den allermeisten Spielen gut mithalten. Zweimal auf dem falschen Fuß erwischt“ habe man Wettelsheim damals, doch momentan glänze der langzeitige Abstiegskandidat aus der letzten Saison mit „starken Auftritten“. Keine einfache Aufgabe für den leicht kriselnden FCH also, zumal Torjäger Markus Auner ausfällt. „Das tut uns schon sehr weh“, gibt Vahan Yelegen zu, aber „dann müssen eben andere mal Abnehmerqualitäten zeigen“, sieht's Yelegen pragmatisch. Verzichten muss er auch auf Niklas Gaida (beruflich verhindert). fha

Der SV Wettelsheim sieht einem „schweren Auswärtsspiel“ entgegen. So jedenfalls stuft Trainer Tobias Grimm das Match beim FC Holzheim ein. In der vergangenen Saison hat der SVW zweimal deutlich gegen die Oberpfälzer verloren (0:3 und 1:4), würde diese Bilanz nun aber gerne aufbessern. „Wir erwarten eine schwierige Aufgabe, bei der wir aber hoffentlich etwas Zählbares mitnehmen werden“, betont Grimm. Die Wettelsheimer haben bislang erst zweimal auswärts gespielt und dabei in Greding und Marienstein jeweils mit 1:0 gewonnen. „Minimalistisch“, umschreibt Grimm diese makellose Auswärtsbilanz und würde diesen Trend gerne fortsetzen – auch mit Blick auf die vergangene Saison, als man vor allem in der Fremde Punkte für den Klassenerhalt sammelte. Die Wettelsheimer haben zuletzt den Tabellenzweiten TSV Burgfarrnbach bezwungen. „Wir waren unbeeindruckt von der vorangegangenen Niederlage im Derby gegen Weißenburg und haben uns stark präsentiert“, stellt Grimm rückblickend fest. Das 2:1 gegen den starken Aufsteiger war aus Sicht des SVW-Coaches „ein knapp verdienter Sieg, bei dem wir am Ende auch das nötige Quäntchen Glück hatten“. Seiner Mannschaft sei es gelungen, die Burgfarrnbacher – wie taktisch geplant – in der Offensive zu überraschen und mit 2:0 in Führung zu gehen. Der Gegner sei dann zwar „mit voller Power“ zurückgekommen, doch der SVW hielt bei „richtigem Kämpferwetter“ entsprechend dagegen und verpasste die Vorentscheidung, so dass es bis zum Abpfiff spannend blieb. Am Schluss stand nach 96 intensiven Minuten ein Happy End. Und darauf hoffen die Wettelsheimer nun auch in Holzheim, wo sie mit einem weitgehend unveränderten Aufgebot antreten werden. Uwe Mühling