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Zehnmal hungriges Entwicklungspotenzial bei der SpVgg Jahn Forchheim

Von den Neuzugängen ist keiner älter als 26 Jahre Fünf trugen schon das Jahn-Trikot

Neben Torwarttrainer Thomas Oppelt stießen zehn Neuzugänge zum Team der SpVgg Jahn Forchheim. Wir stellen die Gesichter, mehrheitlich bekannte Rückkehrer oder schon länger um­worben, vor.

© Sportfoto Zink

Güngör, Firat: Zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort, könnte man über die erste Schaffens­zeit des vielseitig einsetz­baren Deutsch-Türken sagen. Der technisch be­schlagene 26-Jährige kämpfte nach seinem Wechsel von Frohnlach zum Jahn ab Sommer 2015 in einer verunsicherten Mannschaft mit Verletzungen und Spielfrust. Zurückgekehrt nach einem produktiven Jahr beim Bezirksligisten Bosporus Coburg, soll Güngör auf der linken Seite zu alter Stärke finden.

Hagen, Patrick: Der 24-Jährige aus der Jugend des FSV Bruck bringt mehrjährige höherklassige Erfahrung nicht nur von seinem Ausbildungs­klub mit. 2012 konnte ihn die SpVgg im Paket mit Kumpel Philipp Messing­schlager bereits einmal zum Jahn locken, doch der Funke sprang nicht über. Nach acht Bayernliga-Einsät­zen für Forchheim ging es zurück nach Bruck, ehe der defensive Mittel­feldmann beim Nachbarn SC Elters­dorf in vier Spielzeiten zur etablierten Kraft heranreifte.

Jerundow, André: Der 22-Jährige verbrachte die Jugend beim thüringi­schen Renommierklub Carl Zeiss Jena. Mit Eintracht Bamberg musste er ab 2014 den Niedergang vom stol­zen Regionalligisten bis zur Beinahe-Insolvenz miterleben. Den Weg mit in die Bezirksliga unter dem vorherigen Forchheimer Coach Michael Hutzler wollte Jerundow nicht mitgehen, son­dern erhöht stattdessen zwei Etagen höher den Konkurrenzdruck in der Abwehr.

Nagengast, Philipp: Einsatzfreudig bis es wehtut: Das Kirchehrenbacher Gewächs wollte sich nach vier Sai­sons mit jeweils zweistelliger Erfolgs­quote unbedingt als Bezirksliga-Auf­steiger aus Maigisch verabschieden, traf in der Relegation aber nur die Lat­te und trug eine Blessur davon. Wäh­rend sich Weingarts bei der Freigabe sträubte, sammelte der 24-Jährige nach der Erholungspause in der Vorbe­reitung Punkte im Rennen um einen Platz auf der Außenbahn.

Oeser, Patrick: Zweiter Anlauf für den 21-jährigen Torhüter, der müh­sam vom Kreisklassen-Neuling Etzels­kirchen losgeeist werden musste. Im Sommer vor einem Jahr hatte sich der zwischenzeitliche Jahn-Trainings­gast, der als Nachwuchstalent bei Ein­tracht Bamberg, dem 1. FCN, Erlan­gen-Bruck und der SpVgg Greuther Fürth vorspielte, noch für die sichere Spielpraxis beim Heimatverein ent­schieden.

Selmani, Artan: Um die nötige Ruhe für sein Spiel im Erwachsenenbereich zu finden, bedurfte es eine zweite Lehrzeit in Baiersdorf. Nach der A-Jugend beim BSV gelang weder in Bruck noch bei der SpVgg Jahn, wo seit 2013 der ältere Bruder Adem wir­belt, der Durchbruch. Als Leistungs­träger im zentralen Mittelfeld des Lan­desligisten Baiersdorf empfahl sich der 22-Jährige für einen neuerlichen Versuch in Forchheim. Die Ansätze sind vielversprechend.

Sremcevic, Bojan: Die Winterver­pflichtung von 2015/16 entpuppte sich im vergeblichen Abstiegskampf als Lichtblick. Der 20-Jährige legte im Jahn-Trikot so viel Robustheit zu, dass ihn der ASV Neumarkt nach einem halben Jahr zurück in die Bay­ernliga holte. Mitunter angeschlagen, kam er jedoch nicht über elf Einsätze und diverse Auswechslungen herum, weswegen Sremcevic spät vor dem Trainingsstart wieder zum Jahn stieß.

Stahl, Tino: Auch dieser Akteur, der in früher Jugend beim Jahn kickte, stand schon länger auf dem Wunsch­zettel. Nun soll sich der 21-Jährige im Zwei­kampf um den Platz zwi­schen den Pfosten ebenso hartnäckig beweisen wie sein bisheriger Verein Baiersdorf bei den Ablö­severhandlungen. Nach der Jugend mit der U16-Station 1. FC Nürn­berg und einem Herren-Intermezzo beim FSV Stadeln, bei dem er sich nicht durchsetzen konn­te, musste sich Stahl die Rolle der Nummer eins in der Krenstadt in den zurückliegenden zwei Saison teilen.

Titzmann, Patrick: Noch ein ehema­liges Juwel aus dem Baiersdorfer Stall. In der Landesliga-Hinserie vor einem Jahr durfte sich der 20 Jahre alte Stürmer selten im Jahn-Trikot zei­gen, ballerte sich in der Rückrunde 2017 beim Ligakonkurrenten Ein­tracht Bamberg aber wieder in den Fokus. Doch in der zentralen Spitze müsste er an David Mai vorbeikom­men oder sich auf dem Flügel anbie­ten.

Wartenfelser, Jens: Einer der ersten Transfers, den der neue Übungsleiter vor wenigen Monaten selbst mit einfä­delte. Aus seiner Zeit im NLZ der SpVgg Greuther Fürth kennt Forch­heims Coach Christian Springer die Vorzüge des 21-Jährigen. Von der Regionalliga-U23 wechselte der Erlan­ger Linksfuß im Sommer 2016 nach Baiersdorf, um in der Landesliga furi­os zum Torjäger zu avancieren. Bringt er Technik, Antritt und Instinkt genauso auf den Rasen, tritt die für ein beeindruckendes Kopfballspiel fehlende Körperlänge in den Hinter­grund.

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