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Der TV Hilpoltstein versucht es mit Köpfchen

Vorschau Kreisliga Süd 10. Spieltag

Am Sonntag, 15 Uhr, steigt in Pollenfeld das Spitzenspiel: Verfolger TV Hilpoltstein ist beim Tabellenführer zu Gast und will diesem zeigen, wie sich Niederlagen anfühlen. Die Wellert-Elf steht tatsächlich etwas unter Druck: Pollenfeld hat jetzt schon ordentlichen Vorsprung und würde bei einem Heimsieg weiter enteilen.

Pollenfeld hat in dieser Saison noch nicht verloren. Im Spitzenspiel steht Verfolger Hilpoltstein (gelbe Trikots) deshalb unter Druck, soll der Abstand nicht zu groß werden.

 / © Salvatore Giurdanella

Vor der aktuellen Saison war die DJK Pollenfeld eigentlich nicht weiter aufgefallen, in der Kreisliga West war sie 2015/16 Sechter geworden, daraufhin in den Süden gewechselt und hier Achter und Neunter geworden. Doch nun steht der Kracher an, das Spitzenspiel, denn seit sechs Spieltagen führt die DJK die Tabelle an. Und nun kommt der TV Hilpoltstein, der eigentlich als Meisterschaftsfavorit gehandelt worden war.

Behält Pollenfeld unter Markus Rein auch in dieser Partie die Oberhand, dann wächst der Abstand auf die Wellert-Elf auf sieben Punkte, bei einem Sieg der DJK Limes (Dritter) über Cronheim hätte man noch vier Zähler Vorsprung auf die Tittinger. Noch immer ist der Spitzenreiter ungeschlagen und zeigt damit seine Extraklasse unter allen sechs Kreisligisten im Bezirk Mittelfranken.

Aber ganz perfekt ist auch Pollenfeld nicht, nach fünf gewonnenen Spielen am Stück folgten die Partien sechs, sieben und acht, die jeweils Remis endeten. "Das war schon klar, dass da einmal eine Durststrecke kommen würde, alles zu gewinnen, konnte sich selbst der größte Optimist bei uns nicht vorstellen", sagt Rein.

"Wir hatten dabei Pech und Glück, denn gegen Meckenhausen kassieren wir durch einen abgefälschten Freistoß das 3:3, in Weißenburg gelingt uns noch das 3:3. Das waren sechs Gegentore, das ist in zwei Begegnungen zu viel. In Göggelsbuch waren es auch zwei, wobei wir 2:0 geführt haben. Dabei mussten wir in der ersten Hälfte drei Mal wechseln und da hatten wir schon ein Problem. Ich konnte die drei Stammspieler nicht adäquat ersetzen. Wir haben es dann letztendlich noch zu einem Sieg hinbiegen können", sagt Rein.

Er hat Hilpoltstein gegen Büchenbach gesehen und den Eindruck, dass der TV die bessere Elf war. "Hilpoltstein ist eine technisch hervorragende Mannschaft, aber ich glaube, dass die Gäste unter Zugzwang stehen. Sie müssen ja gewinnen. Es ist Vorsicht geboten, denn wer bei der DJK Limes fünf Tore erzielt, der ist natürlich gefährlich."

Wellert-Elf hat dazugelernt

Obwohl Torjäger Stefan Biber bereits sieben Treffer erzielte, ist sein Coach nicht ganz zufrieden. "Der Knoten ist bei ihm noch nicht geplatzt." Hilpoltstein liegt ihm, dreimal hat er schon gegen den TV getroffen, zweimal war es das entscheidende Tor.

Doch der TV scheint rechtzeitig in Form gekommen zu sein. Die Wellert-Elf kann sich mit einem 5:2 gegen die DJK Limes schmücken. Die Ursache für den Erfolg nach zwei Niederlagen ist recht einfach erklärt: "Wer zum richtigen Zeitpunkt die Tore schießt, der hat gute Voraussetzungen für drei Punkte geschaffen", sagt Wellert. Sein Team habe in letzter Zeit viel gelernt, sei ruhiger im Spiel geworden, Pässe werden nicht mehr irgendwo hin geschlagen, sondern überlegt gespielt. "Früher wirkte alles verkrampfter, das ist jetzt lockerer", sagt Wellert.

Abstand verringern

Der Coach weiß, dass in dieser Partie viel auf dem Spiel steht, er sieht aber die Position seines Teams lockerer als andere. Allerdings: "Es ist schon richtig, dass der Abstand sehr groß werden könnte, wenn wir verlieren sollten. Man muss ja auch bedenken, dass die Liga nur 14 Mannschaften hat. Wenn da einer wegzieht oben, dann wird es problematischer als bei einer Ligastärke von 18 Teams, in der mehr Begegnungen auf dem Programm stehen, die Möglichkeit aufzuholen dann durchaus gegeben ist."

In dieser Kreisliga könne man sich nicht viel erlauben. Zweimal hat der TV in dieser Saison schon verloren, in der vergangenen Spielzeit kassierte der damalige Tabellenzweite insgesamt nur drei Niederlagen.

Hilpoltstein fährt mit vollem Kader zur DJK, tritt an, um zu gewinnen, wie auch am 14. Oktober vor einem Jahr, an dem man als Gastmannschaft mit einem 2:0-Sieg die Heimreise antrat. "Das war damals durchaus souverän. Wie es am Sonntag wird, kann ich nicht sagen. Ich kann mir aber vorstellen, dass man in Pollenfeld sehr wohl weiß, was der TV Hilpoltstein zu leisten vermag. So viel steht zumindest fest."

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