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Lauterhofen: Roth verlängert - und hat Rang zwei im Visier

Kreisliga Nord

Ein neu gebautes Sportheim, neue Liga und neuer Trainer. In 2018 hat sich einiges geändert beim SV Lauterhofen, und es schaut zurzeit recht gut aus für den Kreisklassenaufsteiger. In der Kreisliga Neumarkt/Jura Nord überwintert der SVL unter neuer Leitung von Coach Thomas Roth mit 25 Punkten auf Platz fünf und hat den Aufstiegsrelegationsplatz, den der SV Unterreichenbach mit 27 Punkten belegt, fest im Visier.

Abteilungsleiter Robert Spies mit Coach Thomas Roth: Beim SV Lauterhofen stimmt die Richtung. 

 / © Frank Meyer

Der Name Thomas Roth ist im Amberger Raum eher ein Begriff als hierzulande. Er war mehrere Jahre lang Trainer beim SC Germania Amberg, und beim FC Amberg war er zwei Jahre lang Torwart- und Co-Trainer in der Bayern- und Regionalliga. Schon vor Amtsantritt hat Roth bei Spielen des SVL zugeschaut und war überzeugt, dass hier Potential vorhanden ist. Aber: „Anfangs hatte ich schon Bedenken, denn da kommst du als Trainer aus einem anderen Fußballkreis und fragst dich, wie du aufgenommen wirst“, blickt der Coach zurück. Doch Roth schien die richtigen Themen getroffen zu haben und kann nach der Vorrunde sagen: „Der SVL ist in meiner Trainerlaufbahn endlich mal ein Verein, mit dem was aufbauen kann. Vorher habe ich öfter den sportlichen Fehler gemacht, Vereine zu trainieren, die bereits schon in der Abwärtsspirale waren." Und weiter: „Der SVL ist wie eine große Familie, sowas kannte ich so im Amberger Raum noch nicht“, sagt der Trainer.

Anfang der Saison schwirrte bei vielen Spielern des SVL noch der Abgang von Torschützenkönig Fabian Scherer zu TUS Kastl (Bezirksliga Oberpfalz Nord) in den Köpfen herum. Der Coach hat an ein paar Schrauben des Spielsystems und der Aufstellung gedreht: „Das Taktische ist der Schlüssel, auf dem man aufbauen kann“, so Roth. Spieler Alexander Wastl beispielsweise wurde vom Coach etwas offensiver aufgestellt, und der SVL hatte seinen neuen Torjäger gefunden, denn mit zehn Treffern ist er der drittbeste Torschütze der Kreisliga Nord und hat fast die Hälfte der 22 geschossenen Tore erzielt: „Alexander Wastl ist ein Vorzeigefußballer, er ist immer hochmotiviert im Training oder beim Spiel und hat ein Riesenpotential“, lobt der Trainer.

„Bei solchen Spielen merkt man, wie die Köpfe der Spieler anfangen zu arbeiten"

Aber die gesamte Mannschaft war zu Beginn der Saison hochmotiviert und hatte einen sehr guten Start. In den ersten vier Spielen holte man acht Punkte, doch der Motor kam nach dem Spiel beim SV Penzendorf etwas ins Stottern. Bei diesem Spiel schenkte man eine 3:0-Führung 25 Minuten vor Spielende her, denn am Ende stand es 3:3-Unentschieden: „Bei solchen Spielen merkt man, wie die Köpfe der Spieler anfangen zu arbeiten, was bei dem Spiel falsch gelaufen ist, und was man selber falsch gemacht hat“. Und weiter: „Die drei Niederlagen, die darauf folgten, waren eine Folge dieses Spiels, denn die Jungs haben zu viel überlegt. Da war dann die Frische und Freiheit nicht mehr da“, so der Trainer. Es hat sich auch gezeigt, dass der SVL gerade gegen Mannschaften im hinteren Tabellenbereich und bei Auswärtsspielen Schwierigkeiten hat: „Wir konnten da nicht an unsere Leistungen anknüpfen, das müssen wir in der Rückrunde besser machen“, meint Roth. Aber er sieht die Kreisliga allgemein als gut aufgestellt: „Wenn du bei einem Spiel nicht eine Top-Leistung abrufen kannst, bekommst du gegen jeden Verein in dieser Liga Schwierigkeiten“, ist er überzeugt.

Für die Rückrunde ist das Ziel, erstmal so schnell wie möglich die nötigen Punkte einzufahren, um nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben. Können aber die Leistungen der Vorrunde wieder abgerufen werden, und die Auswärtsschwäche abgestellt werden, „ist der zweite Platz definitiv das Ziel“, so der Coach. Zum Spielerkader stoßen der wieder genesene Philipp Gottschalk und Heimkehrer Simon Fürst (vom SC Regensburg) wieder dazu. Auch die Zusammenarbeit mit der eigenen A-Jugend läuft einwandfrei: „für mich ist es wahnsinnig wichtig, die A-Jugendspieler in die erste Mannschaft einzubauen. Wir haben in der Vorrunde bereits Andreas Wastl und Bastian Meyer bei uns eingesetzt, und jetzt sind beide Stammspieler“, freut sich der Trainer. Der Coach schaut aber nicht nur auf die laufende Saison, denn er hat bereits für die Saison 19/20 beim SVL verlängert: „Ich schaue auch über den Tellerrand, denn nächste Saison kommen dann acht Jugendspieler raus, für die wir eine Plattform finden müssen“, blickt der Übungsleiter in die Zukunft.

Am 31.03.19 muss die Roth-Truppe dann zum SV Unterreichenbach: „Die Jungs sind für die Rückrunde ultraheiß, und ein besseres Spiel zu Beginn der Rückrunde gibt es nicht für uns“, so der Coach, der den zweiten Platz anvisiert. Und weiter: „Und natürlich ist es für meine Jungs ein Ansporn, gegen Ex-Profis wie den Christian Eigler zu spielen.“

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