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Polsingen wahrt Chance auf Platz zwei - Dreikampf im Keller um den Klassenerhalt

Kreisklasse West 23. Spieltag

Der SC Polsingen siegte knapp und bleibt in der Verlosung um Platz zwei dabei. Konkurrent Weißenburg erledigte seine Aufgabe gegen Schlusslicht Altenmuhr aber souverän und hält dadurch den SCP mit vier Punkten auf Abstand. Obererlbach, Unterschwaningen/Geilsheim und Gnotzheim streiten sich um den Klassenerhalt. Während die SG ihr Match in Heidenheim gewann, setzte es beide DJKs Pleiten.

Polsingen (rot) nahm die Punkte aus Gnotzheim mit und wahrt die Chance auf die Aufstiegsrelegation.

 / © Gruber

Im Duell der Spielgemeinschaften unterlag Heidenheim/Hechlingen/Döckingen den Gästen aus Unterschwaningen/Geilsheim mit 2:3. Kevin Lehn brachte die Heimelf zwar nach zwölf Minuten in Führung, sechs Zeigerumdrehung später fiel aber bereits der Ausgleich durch Tobias Tielsch. Im ersten Durchang sollten keine weiteren Treffer fallen. Das änderte sich in hälfte zwei. Zunächst drehte Michael Wüst die Begegnung für die Gäste, ehe Jan Bergdolt nochmals egalisierte. In der Nachspielzeit dann doch noch der erlösende Treffer zum 3:2 für die SG Unterschwaningen/Geilsheim, die sich dadurch vor dem Kellerduell gegen Gnotzheim am kommenden Wochenende drei wichtige Zähler sicherte.

Die DJK Oberlerbach verlor ein temporeiches und gutklassiges Spiel unglücklich. Von Anfang an spielten beide Mannschaften Offensivfußball mit vielen Torraumszenen. Nach einer Viertelstunde schlug ein wuchtiger Kopfball von Philipp Allertseder im DJK-Gehäuse ein, drei Minuten später glich die DJK bereits durch Andreas Belzner aus. Nach der Halbzeit begegneten sich beide Teams weiter auf Augenhöhe, bis etwa Mitte der zweiten Hälfte das Spiel durch einen fragwürdigen Foulelfmeter, den Christian Hüttinger verwandelte, zugunsten der SpVgg kippte. Kurz danach fiel das 3:1 durch eine Lange-Bogenlampe aus 30 Metern. Danach begann die DJK einen Sturmlauf Richtung SpVgg-Tor, doch mit zwei Aluminiumtreffern und einem verschossenen Foulelfmeter war die Ausbeute nicht genug, um sich für die Anstrengungen zu belohnen.

Eine klare Angelegenheit war für den TSV 1860 Weißenburg II das Auswärtsspiel beim FC Altenmuhr. Das Team um Torwart und Spielertrainer Jonas Herter feierte beim Schlusslicht einen 7:1-Kantersieg und hat damit seinen zweiten Tabellenplatz untermauert. Schon nach zehn Minuten eröffnete Pascal Wnendt den Torreigen mit dem 0:1. Danach erhöhten Simon Wittmann, Ömer Bozan und ein Eigentor auf 4:0 für die Gäste. Praktisch mit dem Pausenpfiff sorgte Harun Yavas für den Muhrer Ehrentreffer. Nach dem Seitenwechsel schraubten Bastian Forster, Musa Calik und Johannes Herrmann das Resultat auf 7:1 für die Weißenburger hoch, die am kommenden Sonntag eine weitaus schwierigere Aufgabe beim Verfolger SV Westheim erwartet.

Eine weitere Niederlage musste Gnotzhiem gegen Polsingen hinnehmen. Die Gäste waren gerade in Halbzeit eins in allen Belangen überlegen und gingen bereits nach gut zehn Minuten in Führung. Aaron Schmutterer köpfte frei stehend schulbuchmäßig ein. Die schnelle Gäste-Offensive bereitete der DJK-Defensive massive Probleme und man hatte Glück, dass gerade die Grätschen von Daniel Hertle anfangs noch super getimt waren. Auf der Gegenseite musste Zäh nicht einmal eingreifen. Einzig ein Schuss von Sebastian Eder sorgte für einen Hauch von Torgefahr, ging aber letztendlich drüber. Noch vor der Pause erhöhte Lukas Schmutterer mit einem berechtigten Foulelfmeter auf 2:0. Die Gnotzheimer kamen mit mehr Schwung aus der Kabine, doch die Offensivbemühungen waren lange Zeit viel zu harmlos, um für den Anschluss zu sorgen. Polsingen verlagerte sich meist auf schnelle Konter und spielte diese auch super zu Ende, doch Sven Pattloch klärte dreimal bravourös. Die SC-Abwehr stand lange sattelfest. Einmal zeigte zwar Zäh eine Unsicherheit, doch Brückner konnte diese nicht nutzen. Als dann Fabian Reule im Sechzehner gelegt wurde und Tobias Katzer sicher verwandelte, keimte noch einmal Hoffnung im DJK-Lager auf. Doch die optische Überlegenheit konnte man nicht in hochkarätige Chancen ummünzen und so verließ man den Platz als Verlierer.

Der TSV dominierte die Partie und hätte durchaus noch höher gewinnen können. Schon nach acht Minuten bediente Distler Regula, der zur Führung traf. Anschließend vergaben Volkan Ceylan und Claudiu Pienar das mögliche 2:0. Zu Beginn der zweiten Hälftescheiterten die Spalter wiederum zwei Mal. Hannes Nüßlein und Regula per Kopf ließen Zählbares liegen. In der 50. Minute war es dann aber soweit, Pienar erhöhte auf 2:0. Nach gut einer Stunde entschied Regula mit einem sehenswerten Heber aus 20 Metern die Partie. In der Schlussphase vergab Spalt weitere Hochkaräter. Zudem durften die Gäste noch einmal jubeln. Sven Späth traf per Elfmeter zum 3:1-Endstand.

Der Sieg des abstiegsbedrohten SV Alesheim gegen den FC Aha wurde von der schweren Verletzung von Marc Baumgärtner getrübt, der kurz vor Spielende bei einem Foul eines Gästespielers schwer verletzt wurde. Noch auf dem Spielfeld musste der SVA-Spieler vom Notarzt versorgt werden, um dann zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht zu werden. Dabei war die Begegnung, bei der es vor allem für die Gastgeber um wichtige Zähler ging, eigentlich fair. Fußballerische Highlights waren aber kaum zu sehen. Die beste und einzige Chance für die Heimelf vergab in der 5. Minute Tim Müller alleine vor dem Keeper des FC Aha. Nach schwacher erster Hälfte, in der sich beide Teams vor allem im Mittelfeld aufrieben, kamen die Gastgeber etwas besser ins Spiel. Tim Müller wurde dann im Strafraum des FC Aha gefoult und Tobias Lechner verwandelte den fälligen Elfmeter zum 1:0 für den SVA. Das Match wurde im weiteren Verlauf immer offener und Alesheims Keeper Martin Stützer parierte zwei Topgelegenheiten des FC Aha bravourös und verhinderte den möglichen Ausgleich. Zu diesem kam es für Aha nicht mehr, denn nach der schweren Verletzung des Alesheimer Spielers Baumgärtner, der in der 85. Minute auf das Tor der Gäste zulief und dann hart gefoult wurde, war die Luft raus.

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