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Büchenbach will auch gegen Unterreichenbach überraschen

Vorschau Kreisliga West 4. Spieltag

Büchenbach hat mit Unterreichenbach einen schweren Brocken vor der Brust, rechnet sich aber einiges aus. Rednitzhembach und Absberg wollen am Wochenende endlich ihre ersten Punkte einfahren. Auch Wettelsheim möchte vor heimischer Kulisse seinen ersten Saisonsieg feiern. Das Spitzenspiel dagegen findet in Heideck statt.

Im Aufwind: Der TV Büchenbach (in Blau) hat gegen Rednitzhembach seinen ersten Sieg der noch jungen Saison gefeiert.

 / © Salvatore Giurdanella

Es ist das heimliche Spitzenspiel des vierten Spieltages, zumindest wenn man auf die Tabelle der Kreisliga West blickt. Denn, der Vierte empfängt den Drittplatzierten. Für den TSV Heideck läuft der Saisonstart bislang wie gemalt. Nach der Auftaktniederlage gegen Unterrechenbach folgten zwei Siege, zuletzt konnte man auch im Pokal überzeugen und steht im Halbfinale des Kreispokals. Sechs Punkte stehen aber auch bei den Gästen auf dem Konto. "Wir haben einen großen Respekt vor dem Aufsteiger", sagt TSV-Trainer Matjaz Klampfer. "Sie sind mit zwei Siegen gestartet und stehen noch ohne Gegentor da." Er möchte die gute Form seiner Mannschaft nutzen und so den nächsten Sieg einfahren: "Wir möchten auf die aktuelle Leistung aufbauen und uns weiterentwickeln." Aber auch die Gäste brauchen sich nicht zu verstecken, immerhin sind sie als einzige Mannschaft der Liga noch ohne Gegentor. Deshalb geht der Gästetrainer von einem sehr engen Spiel aus: "Das wird ein heißer Kampf", erwartet Stefan Lausecker. Einen kleinen Vorteil sieht er allerdings dann doch bei den Gastgebern: "Uns erwartet ein riesen Platz, bei dem es viel um Physis geht. Außerdem wird Heideck vor heimischer Kulisse alles versuchen, um das Spiel zu gewinnen."

Dritter Auftritt des SV Wettelsheim. Nach einem Remis und einer Niederage empfängt der Bezirksliga-Absteiger zum Nachbarschaftsduell die U23 des TSV 1860 Weißenburg. "Ein Punkt aus zwei Spielen ist natürlich nicht der Start, den man sich vorgestellt hat", weiß auch Trainer Stefan Birngruber. "Aber wir sind selbst schuld. Wenn wir unsere Chancen besser nutzen, würden wir auch besser dastehen." Er schätzt die Ausgeglichenheit der Liga als Vorteil für die Gäste. "In der Liga kann momentan so gut wie jeder jeden schlagen, wir müssen auf der Hut sein. Aber wenn wir am Sonntag unsere Chancen besser nutzen, bin ich überzeugt, dass wir als Sieger vom Platz gehen." Nach der Niederlage im Stadtderby freut sich der TSV 1860 Weißenburg auf das nächste spannende Kreisligaduell: "Uns erwartet das nächste Derby, in dem es wieder nur über Kampf und Leidenschaft gehen kann", erklärt Jonas Herter. Der Trainer des Aufsteigers sieht die Favoritenrolle klar verteilt: "Wir sind gegen den Bezirksliga-Absteiger Außenseiter." Daran ändern auch die bisherigen Ergebnisse des SVW nichts: "Ich denke, dass auch Wettelsheim sich erst finden muss. Mit neuem Trainer und System ist es nicht leicht, sofort in der neuen Liga anzukommen."

Keine Blöße gibt sich derzeit der SV Unterreichenbach. Die Mannschaft von Christian Eigler überzeugt bislang und zeigt, warum sie als Topfavorit der Kreisliga gehandelt wird. Wie beim kürzlichen Auswärtssieg erwartet der Spielertrainer am Wochenende einen tiefstehenden Gegner: "Ich gehe von einem ähnlichen Spiel wie gegen Kammerstein aus", sagt der SVU-Trainer. "Büchenbach wird ebenfalls tief stehen und so auf seine Chancen warten." Auch die Gäste konnten zuletzt wichtige Punkte holen, der TV Büchenbach gewann sein Heimspiel gegen Rednitzhembach. "Durch unseren ersten Saisonsieg konnten wir genug Selbstvertrauen tanken, um auch in Unterreichenbach mutig aufzutreten", erklärt TVB-Trainer Günther Lerner. "Wir wollen die starke Offensive der Gastgeber nicht zur Entfaltung kommen lassen und selbst einige Nadelstiche nach vorne setzen", gibt er die Richtung vor. Lerner freut sich auf die Aufgabe und weiß, dass Unterreichenbach der große Favorit ist: "Es ist für uns das leichteste Saisonspiel, denn die Erwartungen sind nicht sehr hoch. Aber wir wollen überraschen!"

Die SG Ramsberg spielt bislang noch unter ihren Erwartungen, den Schwung aus der tollen Rückrunde konnte die SG bislang nicht in die neue Saison nehmen. "Ich kann es mir nicht wirklich erklären, wir haben uns zum Saisonstart mehr vorgenommen", erklärt Spielleiter Robert Völkel. Seine Mannschaft konnte in den ersten beiden Saisonspielen zwei Punkte holen, zuletzt musste man sich gegen Stopfenheim geschlagen geben. "Stopfenheim hat das Derby angenommen, sie waren in vielen Belangen überlegen. Ich bin überzeugt, dass sie die Überraschung der Saison werden", blickt Völkel auf das Derby zurück. Für das Spiel gegen den FC/DJK Weißenburg erwartet er eine Reaktion der Mannschaft: "Wir müssen die Mannschaft auch in die Pflicht nehmen. Es ist eine Wiedergutmachung fällig, und ich hoffe, dass wir vor heimischer Kulisse eine Reaktion zeigen." Die Gäste dagegen fahren mit Selbstvertrauen nach Ramsberg. Nach dem Unentschieden gegen Stopfenheim konnte der FC/DJK das Stadtderby gegen TSV 1860 Weißenburg gewinnen. "Wir haben uns natürlich sehr über den Derbysieg gefreut", blickt FC/DJK-Trainer Alexander Rottler zurück. "Wir freuen uns vor allem auch über die drei Punkte. Jetzt wollen wir gegen Ramsberg nachlegen, um uns gleich oben festzusetzen." Der Weißenburger Coach beobachtete zuletzt den kommenden Gegner und erkannte die gefährlichen Stürmer der SG: "Wir brauchen eine konzentrierte Leistung. Ramsberg hat starke Offensivspieler, da ist jeder in der Lage zu treffen."

Der SV Cronheim möchte am kommenden Spieltag Wiedergutmachung leisten. Grund dafür ist die 0:5-Packung vom letzten Spieltag in Pollenfeld. "Wir waren von Anfang an überhaupt nicht im Spiel, konnten nie unser Spiel durchsetzen und haben letztlich auch in der Höhe verdient verloren", blickt Coach Werner Rank zurück. Die Devise für das Spiel gegen Stopfenheim ist klar: "Wir spielen zu Hause auf Sieg, deshalb möchte ich auch am Wochenende die drei Punkte in Cronheim behalten." Dafür müsste man allerdings dem Aufsteiger die erste Saisonniederlage beibringen, die DJK Stopfenheim steht mit fünf Zählern auf dem fünften Tabellenplatz. "Man darf sich von der hohen Niederlage nicht täuschen lassen", weiß DJK-Coach Tobias Weickmann. "Cronheim hat eine eingespielte Truppe und einen sehr erfahrenen Trainer. Die Mannschaft spielt jetzt auch schon einige Jahre in der Kreisliga und haben dort jedes Jahr eine gute Rolle gespielt", lobt er seinen kommenden Gegner. Trotzdem kann seine Mannschaft selbstbewusst in das Duell gehen, die DJK Stopfenheim besiegte zuletzt die SG Ramsberg im Derby. "Der Sieg hat uns gutgetan, allerdings dürfen wir uns darauf keine Sekunde ausruhen. Wir müssen jede Woche alles reinhauen", mahnt Weickmann. "Wir wollen das positive Erlebnis vom Wochenende ins Spiel gegen Cronheim mitnehmen. Wichtig ist, dass wir das umsetzen, was wir uns vornehmen und alles reinhauen. Dann wird man sehen, was am Ende dabei rauskommt."

Alles andere als optimal läuft bislang die Saison für den TSV Absberg. Null Punkte und acht Gegentore nach drei Spielen bedeuten momentan den vorletzten Tabellenplatz. "Es läuft einfach überhaupt nicht", weiß Trainer Franz Schärtel. "Am Sonntag dauerte es nur drei Minuten, bis wir in Rückstand geraten sind. Veitsaurach war aggressiv und zweikampfstark, während bei uns einfachste Sachen nicht funktionieren." Einen ähnlichen Gegner erwartet der TSV-Coach am kommenden Spieltag: "Kammerstein wird uns ebenfalls mit Kampf, Einsatz und Leidenschaft entgegenstehen. Wir müssen uns aufrichten und weitermachen, dass es endlich für die ersten Punkte reicht." Der SV Kammerstein überzeugte mit dem 4:1-Sieg gegen Rednitzhembach, zuletzt musste man sich allerdings daheim gegen Unterreichenbach geschlagen geben. "Gegen Unterreichenbach kann man verlieren", weiß auch Schärtel. "Leider ist es uns letzte Woche nicht gelungen, konzentriert in das Spiel zu gehen und unsere Stärken auf den Platz zu bringen", resümiert Gästetrainer Michael Eberhardt. Am Sonntag erwartet er einen hochmotivierten Gegner: "Ich denke Absberg will nach dem Start alles versuchen, um den Bock umzustoßen. Wir wissen aber auch, dass wir wieder nachlegen müssen und wollen aus Absberg etwas mitnehmen"

Unterschiedliche Vorzeichen findet man am Sonntagabend in Rednitzhembach. Die Gastgeber stehen nach drei Spieltagen immer noch punktlos da, während die DJK Pollenfeld mit sieben Zählern von Platz eins grüßt. "Pollenfeld hat schon letztes Jahr eine super Saison gespielt. Ich rechne mit einer starken Mannschaft, die wieder um den Aufstieg spielen wird", erwartet SVR-Coach Stefan Wüst. Für Sonntag fehlen den "Hembis" einige Spieler, weswegen der Trainer den Druck von seiner Mannschaft nimmt: "Wir werden als Außenseiter in das Spiel gehen", sagt er. Keinen Grund zur Sorge gibt es derweil in Pollenfeld. Zuletzt feierte die DJK einen 5:0-Heimerfolg gegen den SV Cronheim. Auch im vergangenen Jahr überzeugte die Mannschaft von Markus Rein durch viel Spielfreude. "Es wird ein offenes Spiel werden, bei dem der Gewinner keineswegs schon feststeht", erwartet der Gästetrainer. Trotz der aktuellen Situation kennt er die Qualitäten des SV Rednitzhembach: "Sie sind sicherlich stärker, als es der aktuelle Tabellenplatz vermuten lässt."

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