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Frickenfelden gibt sich gegen Gunzenhausen nicht auf

A-Klasse West 4. Spieltag

Für Spitzenreiter FC Frickenfelden lief das Kirchweihspiel gegen die SG Gunzenhausen nicht nach Wunsch, am Ende gab es aber immerhin einen Teilerfolg. Schlusslicht Cronheim II hatte der SG Lellenfeld nicht viel entgegenzusetzen.

Der Jubel kam spät, aber er kam: Frickenfelden holte trotz zweimaligem Rückstand - einmal sogar mit zwei Toren - noch einen Punkt gegen Gunzenhausen.

 / © Uli Gruber

Die Cronheimer Kreisligareserve muss weiter auf den ersten Punktgewinn warten, gegen die SG Lellenfeld I/Arberg III unterlag der Aufsteiger mit 1:4. Die Gäste kamen besser in die Begegnung, setzten die Cronheimer Abwehr immer wieder frühzeitig unter Druck, dadurch ergaben sich viele Fehler im Spielaufbau. Einen dieser Fehler nutzten die Gäste zum 1:0 durch Andreas Webel. Auch im weiteren Verlauf der ersten Hälfte blieben die Gäste das aktivere Team und erzielten nach einem Abwehrfehler das verdiente 2:0 durch Sebastian Fichtinger. Nach der Pause startete die Heimelf wesentlich zwingender in die Partie und die Angriffsbemühungen wurden in der 55. Minute belohnt: Tobias Brandner setzte sich über links durch und vollstreckte zum Anschlusstreffer. Cronheim blieb am Drücker, doch der nächste Treffer fiel auf der Gegenseite, nach einer unglücklichen Abwehr des Keepers Florian Semlinger schoss Andreas Webel den Abpraller zum 3:1 ein. Den Schlusspunkt für die Spielgemeinschaft setze dann noch Tobias Christ, der einen Eckball sträflich frei zum 4:1 einköpfte. Einen klaren 5:1-Erfolg feierte der SV Obermögersheim gegen die Dittenheimer Bezirksligareserve. Dabei freute sich auf Obermögersheimer Seite Torjäger Andreas Schlicker über einen Dreierpack und Christoph Oberhauser über den Sieg gegen seinen langjährigen Verein. Ebenfalls den ersten Saisonsieg fuhr der FC Kalbensteinberg ein, beim Kreisklassen-Absteiger FC Altenmuhr gewann die Elf von Trainer Peter Maurer mit 3:0.

Alles andere als begeisternd war die Begegnung zwischen der SG Wassermungenau/ Wernfels und dem SC Stirn. Das Spiel hätte für die Gäste eigentlich sehr positiv beginnen können. Andreas Bräunlein wurde im gegnerischen Strafraum am Trikot gezogen, doch für den Referee war das nicht elfmeterreif. Gefährliche Chancen auf beiden Seiten blieben zunächst Mangelware. Nach 20 Minuten rettete Michael Lämmermann für den SC Stirn auf der Linie. Einen Treffer für den SCS verweigerte der Unparteiische aufgrund einer Abseitsstellung. Auch in der zweiten Halbzeit blieben die Stirner offensiv zu ungeordnet, die Heimelf zeigte mehr Offensiv-Aktionen, die jedoch allesamt nichts Zählbares einbrachten. Nach einer Stunde musste Lämmermann erneut auf der Linie klären. Eine knappe Viertelstunde später trat er offensiv in Aktion. Sein Freistoß verfehlte das Ziel jedoch knapp. Nach einer Hereingabe von der rechten Seite traf auch Harald Schuster per Flugkopfball das Tor nicht. Zehn Minuten vor dem Ende verzeichnete dann Leistner mit seinem Schuss aus spitzem Winkel die beste Chance für die Gastgeber, doch Philipp Trost hielt das Stirner Tor sauber.

Mit einem gerechten Unentschieden trennten sich beide Teams, wobei die Pleinfelder stark begannen und in der vierten Minute durch Alexander Depner in Führung gingen. Danach entwickelte sich ein kampfbetontes Spiel ohne weitere zwingende Chancen auf beiden Seiten. Kurz vor dem Pausenpfiff verlor der FC Pleinfeld im Spielaufbau den Ball und Tobias Tielsch glich zum 1:1 aus. Nach der Pause blieb die Partie kampfgeprägt. FCP-Keeper Christian Nemeth verhinderte mit einem grandiosen Reflex die Unterschwaninger Führung. Wenig später hätte Bastian Schneck die Pleinfelder zum Sieg schießen können, doch auch er vergab.

Jakob Krauss gelang kurz nach Spielbeginn schon die Führung für Kalbensteinberg. Ohne dass sich am Stand noch etwas tat, schickte der Unparteiische Michael Scharping die Akteure in die Pause. In der 74. Minute brachte Eric Scheunemann den Ball im Netz der Heimmannschaft unter. Krauss vollendete zum dritten Tagestreffer in der 80. Spielminute. Schlussendlich verbuchte Kalbensteinberg einen 3:0-Auswärtsdreier.

Vor stattlicher Zuschauerkulisse setzte die von Michael Bund gecoachte Heimelf das erste Ausrufezeichen. Robert Isbrecht hatte aus 16 Metern abgezogen, doch SG-Schlussmann Lukas Fischer-Kugler ließ sich nicht überraschen (6.). Danach übernahm Gunzenhausen/"Worma" die Initiative. Zwei satte Abnahmen aus der Distanz von Christian Zapke brachten jedoch ebenfalls nichts ein (8., 9.). Die flotte Anfangsphase sollte sich im weiteren Verlauf der Partie als Strohfeuer herausstellen. Hüben wie drüben fehlte bei dezenten Angriffsaktionen die letzte Entschlossenheit. Hinzu kamen viele Stockfehler auf beiden Seiten. Etwas reifer und sicherer in der Spieleröffnung wirkten dennoch die Gäste. Lag es am zu großen Respekt, dass Frickenfelden nicht wie gewohnt in die Gänge kam? "Keineswegs", entgegnete Trainer Bund nach dem Spiel. Im Mittelfeld sei die Vorgabe nicht konsequent umgesetzt worden. Anstatt den Gegner mit schnellem Umschaltspiel über die Außenpositionen unter Druck zu setzen, wurde im Zentrum meist umständlich und zu dicht gestaffelt agiert. Darüber hinaus zog eine bisweilen unkontrollierte Zweikampfführung in der Gefahrenzone mehrere vermeidbare Freistöße für die SG nach sich. Einer davon führte nach 40 Minuten zum 1:0. Eine weite Flanke von Johann Welz bugsierte Leon Sörgel per Kopf zu Philipp Jünger und der bedankte sich für die Vorarbeit im zweiten Versuch. Keine Frage, der FCF musste nach der Pause einiges korrigieren, um im Geschäft zu bleiben. Allerdings wurden die Bemühungen bereits in der 49. Minute wegen eines direkt verwandelten Eckballs von Sörgel im Keim erstickt. FCF-Torhüter Frederic Volkert hatte dessen Kunstschuss klassisch unterlaufen und schon hieß es 0:2. Jetzt stand die für den Abend geplante "Kerwa"-Sause auf der Kippe. Trotzdem, diese nächste kalte Dusche diente als Weckruf für die Platzherren. Sie hatten nun nichts mehr zu verlieren und brachten die eigenen Tugenden auf den Platz. Rennen, kämpfen, Gras fressen - das Duell nahm Fahrt auf. Der Lohn sollte nicht lange auf sich warten lassen. Erst scheiterte André Maurer mit einem Kopfball am Aluminium, kurz darauf war es dann soweit: Nach einem Zweikampf mit Michael Klimpke ging der quirlige Tanyel Isik im Sechzehner zu Boden, den wohl berechtigten Elfmeter beförderte Ex-Clubspieler Deniz Tanyeri schnörkellos zum 1:2 in die Maschen (53.). Bei Frickenfelden war der Glaube an ein Erfolgserlebnis gegen den Stadtrivalen (in der letzten Saison setzte es zwei Niederlagen) zurückgekehrt. Umso rapider schien die Zuversicht beim Gegner zu schwinden. Die SG geriet gehörig ins Straucheln, offensiv fand die Truppe von Dominik Ehard kaum noch statt. "Rot-Schwarz" hatte Blut geleckt und wollte den Ausgleich. Dieser fiel auch folgerichtig, weil Maximilian Knoll einen Stellungsfehler in der Gästeabwehr eiskalt bestrafte (63.). Die Kräfteverhältnisse hatten sich verschoben. Bis zur 78. Minute, dann jubelte wieder der Anhang der SG Gunzenhausen/Unterwurmbach. Volkert im FCF-Tor ermöglichte den Gästen durch schlechtes Timing beim Herauslaufen die erneute Führung. Nutznießer nach einem eher harmlosen Freistoß fast von der Mittellinie war wiederum Kapitän Jünger. Frickenfelden endgültig am Boden, "Kerwa ade?" Mitnichten, die Jungs von "Michi" Bund schlugen postwendend zurück. Ausgerechnet Tanyeri sorgte mit seinem zweiten Treffer zum 3:3 für das versöhnliche Finale (80.). // Uli Gruber

Die erste Halbzeit endete ohne ein zählbares Ereignis für beide Mannschaften. Jan Böhler markierte die Führung für den SVO (52.). Andreas Schlicker beseitigte mit seinen Toren (62./70.) die letzten Zweifel am Sieg von Obermögersheim. Das 1:3 des Gasts stellte Jonas Kipfmüller sicher (80.). Schlicker baute den Vorsprung des SV Obermögersheim in der 86. Minute aus. Ehe der Abpfiff ertönte, war es Timo Rühl, der das 5:1 aus Sicht des Gastgebers perfekt machte (90.). Als Schiedsrichter Karl Hahn die Partie abpfiff, reklamierte der SVO schließlich einen 5:1-Heimsieg für sich.

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