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Dämpfer für Topteams: SG Röttenbach verliert, Oberhochstatt und Gnotzheim nur Remis

Kreisklasse West 7. Spieltag

Es war kein gutes Wochenende für die Spitzenteams der Kreisklasse West. Tabellenführer SG Röttenbach/Mühlstetten verlor, die Verfolger Oberhochstatt und Gnotzheim teilten die Punkte nur. Dadurch rückt die Liga im oberen Tabellendrittel wieder deutlich näher zusammen.

Für die SG Röttenbach/Mühlstetten (in Blau) gab es gegen die SpVgg Kattenhochstatt einen Dämpfer.

 / © Giurdanella

Die Partie begann aus Sicht der Hausherren schlecht, nach zehn Minuten setzte sich Yannick Veit entschlossen an der Mittellinie durch und setzte Alexander Kamm in Szene, der trocken abschloss. Danach hatte HHD hochwertige Chancen durch Deuter, Denk und Lehn, ließ dieses aber liegen. Kurz vor der Pausen doch der Ausgleich: Einen Freistoß von Oskar König konnte Simon Jungwirth im FC-Tor noch abwehren, den Nachschuss schob Timo Rössler zum Ausgleich ein. Die zweite Hälfte entwickelte sich dann zu einem Schlagabtausch zweier engagierter Teams mit Chancen üben wie drüben. Knackpunkt aus SG-Sicht die 60. Minute: Timo Rössler wurde „Rot-würdig“ von den beinen geholt, was vom ansonsten guten Schiedsrichter Andreas Wüst nur mit „Gelb“ geahndet wurde. Wiederum 30 Sekunden später gab Wüst einen fragwürdigen Freistoß in Strafraumnähe, den Tobias Bachschuster gekonnt zum 2:1 verwandelte. Es folgte ein „Powerplay“ der SG HHD, per Konter traf aber Patrick Igert in der 79. Minute für Aha zum Endstand – und hinterließ am Hahnenkamm große Fragezeichen.

Die Heimelf wurde ihrer Favoritenrolle zunächst gerecht, schnürte Alesheim in deren Hälfte ein und die Führung ließ nicht lange auf sich warten. Eine scharfe Hereingabe von Sebastian Eder bugsierte ein Alesheimer unbedrängt ins eigene Netz. Gnotzheim blieb weiter am Drücker, doch für das 2:0 musste ein weiterer „Abwehrbock“ herhalten. Manuel Werner eroberte den Ball im Strafraum, legte zurück auf seinen Kapitän Sebastian Eder und dieser „donnerte“ die Kugel aus 18 Metern unhaltbar ins Eck. Gnotzheim hätte höher führen müssen, doch es blieb beim 2:0-Pausenstand. Anscheinend fand SV-Trainer Armin Heinze aber die richtigen Worte, seine Elf kam geordneter und williger aus der Kabine und Gnotzheim war sich seiner Sache wohl zu sicher. Und so drehte der Gast das Spiel durch Tore von Jan Konrad und Hans-Jürgen Gramlich. Chancen gab es danach noch auf beiden Seiten, Treffer fielen aber keine mehr.

Obwohl der SSV weiterhin die einzig ungeschlagene Mannschaft der Liga bleibt, musste er sich schon zum dritten Mal in dieser Saison über einen späten Ausgleich ärgern. Gegen den zu den Top-Mannschaften zählenden SCP versuchte die Bauer-Elf von Beginn an Druck aufzubauen, allerdings mit mäßigem Erfolg. In der ausgeglichenen ersten Hälfte hatte der SSV zwar ein leichtes Chancenplus, Stefan Zäh im Polsinger stand immer wieder im Weg. Die beste Chance der Gäste hatte Philip Lender, dessen Fernschuss ans Lattenkreuz knallte. Zudem haderten die Gastgeber mit dem Unparteiischen, der ihnen aus ihrer Sicht einen klaren Strafstoß verweigerte. Im zweiten Abschnitt hatte der SCP die ersten Chancen zur Führung, die fiel aber auf der anderen Seite: Ein „20-Meter-Strahl“ von Dominik Schweinesbein klatsche an beide Pfosten, ehe Andreas Auernhammer im Nachsetzen vollendete (70.). In der Folge versäumte der SSV bei mehreren Kontern die Vorentscheidung und kassierte zudem die Gelb-Rote Karte für Tillmann Schäfer nach Foulspiel (76.). In Unterzahl versuchte der SSV das Ergebnis über die Zeit zu bringen, doch der SCP hatte kurz vor Schluss noch Schussglück. Kapitän Fabian Wimmer nahm einen zu kurz geklärten Ball auf und jagte diesen aus 20 Metern zum leistungsgerechten, für Oberhcohstat freilich ärgerlichen 1:1 in den Winkel (88.).

Nach 20 Minuten nahm die Partie Fahrt auf. Manuel Miehling beendete die torlose Zeit im zweiten Versuch. Nachdem er zunächst abgegrätscht worden war, versetzte er nach starker Vorarbeit den FC-Keeper (27.). Das 2:0 der Gäste verhinderte zunächst der Posten, anvisiert von Näpflein, den Abpraller klärte Keeper Dollinger (35.). Kurz darauf klingelte es dann doch im Kasten des FC, und wie. Eine Flanke von Miehling wurde zunächst geklärt, aber nicht weit genug. Andreas Schroll hämmerte den Ball von der Strafraumgrenze in den Winkel (37.). Der Tabellenführer blieb auch im zweiten Abschnitt gefährlich und auch die Heimelf bekam bessere Gelegenheiten. Den Anschlusstreffer lag in der Luft und war in der 81. Minute überfällig, doch SG-Keeper Kupfer lenkte die Kugel noch an den Pfosten. Eine Zeigerumdrehung später fiel das 1:2 etwas weniger dramatisch. Die SG brachte den Ball nicht weg und Moritz Grillenberger schob ein. Zwei gute Gelegenheiten hatte die Heimelf bei einer üppigen Verlängerung von sieben Minuten, visierte aber entweder vorbei oder scheiterte am Torwart.

Die Gäste begannen gut und hatten gleich nach einer Minute die erste Gelegenheit, doch Leonhard Goppelt scheiterte am Keeper. In der 18. Minute setzte sich Goppelt entschlossen durch und legte quer auf Simon Winter, der den Ball zum 0:1 über die Linie drückte. In der Folgezeit versäumten es die Gäste die Führung auszubauen. Gleich mehrere gute Tormöglichkeiten blieben ungenutzt und so blieb es bis zur Pause beim knappen 0:1. Auch in Hälfte zwei ließ die SG beste Chancen liegen. Glück hatten die Gäste kurz vor dem Ende der Partie als viele Treuchtlinger Handspiel reklamierten und der Schiedsrichter durchaus hätte auf Elfmeter entscheiden hätte können. Doch es blieb beim 1:0 für die Heid-Elf.

"Mann, ist das ein schlechtes Spiel, leck mich am Arsch" – Thomas Dollinger redete nicht lange um den heißen Brei herum. Der Torhüter des FC Markt Berolzheim-Meinheim war insbesondere mit dem Verlauf der ersten Hälfte nicht zufrieden. Trotzdem lag seine Mannschaft im Spiel der Kreisklasse NM/Jura West gegen die DJK Obererlbach durch ein spätes Tor von Lukas Stichauer (43.) mit 1:0 in Führung. Wesentlich rasanter gestaltete sich indes Durchgang Nummer Zwei. Trotz eines offenen Schlagabtauschs mit Großchancen hüben wie drüben, traf nur noch der FC zum 2:0-Endstand. Wiederum spät, Lukas Kirchdorfer machte erst in der Nachspielzeit den Sack zu. Kirchweih in Meinheim, viele Zuschauer, tolle Stimmung und zwei hoch motivierte Teams – die Mixtur für ein furioses Kreisklassenmatch war angerührt. Doch es dauerte, bis die Partie Fahrt aufnahm. Die stark ersatzgeschwächt angetretene Truppe von Herbert Stützer tat sich zunächst schwer, ihren Rhythmus zu finden. Obererlbach wirkte quirliger, hatte mehr Zugriff auf das Geschehen. Doch bereits in dieser frühen Phase offenbarten die Gäste ihr größtes Handicap an diesem Tag – die Abschlussschwäche. So ließen Simon Krempl (7.) und Jascha Wolff (12.) zwei gute Möglichkeiten ungenutzt. In der Folgezeit gestalteten die Platzherren das Geschehen ausgeglichener. Aber auch ihnen fehlte die letzte Konsequenz, um wirklich für Gefahr zu sorgen. Bis zur 43. Minute. Dann fasste sich Moritz Grillenberger ein Herz, bediente den mitgelaufenen Lukas Stichauer, und der bedankte sich für die kluge Vorarbeit mit dem Führungstor. Obererlbachs Schlussmann Aaron Fiegel verletzte sich bei dieser Aktion, konnte nach kurzer Behandlung jedoch weiterspielen. Unmittelbar vor der Pause bot sich der DJK die Chance zum Ausgleich, der aufmerksame Dollinger ließ sich von Wolffs Kopfball aber nicht überraschen. Die Tendenz dieser letzten Szenen der ersten 45 Minuten sollte sich nach Wiederanpfiff fortsetzen. Es entwickelte sich ein Kampf auf Biegen und Brechen um jeden Quadratzentimeter Boden. Keeper „Dolli“ Dollinger rieb sich wohl verwundert die Augen. Nichts mehr war zu sehen von einer abwartenden Haltung. Nein, jetzt gingen beide Formationen wesentlich forscher ans Werk und suchten meist den direkten Weg Richtung gegnerisches Gehäuse. Beste Gelegenheiten wurden „versemmelt“, entweder im Übereifer oder mangels nötiger Konzentration. Lukas Stichauer und Lukas Kirchdorfer per Doppelchance (51.) sowie der eingewechselte Til Lechner (64.) ließen „satte Dinger“ für „MBM“ liegen, auf der Gegenseite verpassten Laurin Rupp (60.) und Wolff (61.) jeweils alleine vor Dollinger den eigentlich fälligen Ausgleich. Auf ihre Kosten kamen vor allem die Augenzeugen des Spektakels. Den Trainern „Berti“ Stützer und Christian Körber (DJK) hingegen dürften die Lücken und Nachlässigkeiten in den Abwehrreihen erhebliche Sorgen bereitet haben. Auch FC-Spielleiter Georg Bickel trieb es die Zornesröte ins Gesicht. Seine lautstarken Appelle zu mehr Stabilität blieben ungehört, die Verschwendung bester Gelegenheiten ging weiter. Profilieren durften sich zweifellos die Torhüter beider Lager. Thomas Dollinger und Aaron Fiegel stellten mit sehenswerten Paraden ihre Qualitäten eindrucksvoll unter Beweis. Die Entscheidung fiel nach einem von etlichen Kontern der Gastgeber. In Überzahl legte Lukas Stichauer uneigennützig zurück auf seinen Namensvetter Lukas Kirchdorfer, der diesmal humorlos zum umjubelten 2:0 für den Aufsteiger einnetzte (90.+3). Uli Gruber

Bei Kellerkind TSG Ellingen reichte dem SV Westheim ein Treffer, um Boden auf die Tabellenspitze gut zu machen. Den goldenen Treffer des Tages erzielte Dominik Prüßner nach 22 Minuten. Für Westheim bedeutet der vierte Saisonsieg den vierten Tabellenplatz. Auf Spitzenreiter SG Röttenbach/Mühlstetten fehlen dem SVW nur noch zwei Zähler. Ellingen dagegen liegt mit nur einem Sieg weiterhin auf dem drittletzten Platz.

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