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Rascher: "Ich kann am 1. Juli meine Arbeit in Mörsdorf beginnen"

Kreisklasse West

Spielertrainer Matthias Rascher wollte eigentlich zur nächsten Saison von der DJK Utzenhofen zum TSV Mörsdorf wechseln, nun spielt er die alte Saison mit seinem neuen Verein zu Ende.

Matthias Rascher (links) hat die Angelegenheit Vereinswechsel klären können.

 / © Tschapka

Die Winterpause dient üblicherweise nicht nur der Entspannung und Erholung. Sie ist für viele Vereine eine passende Gelegenheit, personelle Entscheidungen zu treffen hinsichtlich des 30. Juni, dem Ende laufender Verträge, die auch die Trainerposition betreffen. In diesem Zeitraum verpflichtete beispielsweise der Kreisklassist TSV Mörsdorf Matthias Rascher von der DJK Utzenhofen (Kreisliga Amberg), der im Kreis Neumarkt/Jura beim TSV Meckenhausen dreieinalb Jahre und beim Kreisklassisten FSV Berngau drei Jahre erfolgreich gearbeitet hatte. Alles schien in trockenen Tüchern, und doch sollte es anders kommen. Covid-19 heißt das unsichtbare Wesen, das auch den Amateur-Fußball vor eine nicht für möglich gehaltene Problematik stellt.

„Als das Ganze sich im März zuspitzte, habe ich mir schon meinen Teil gedacht. Ich war mir sicher, dass das nicht programmgemäß ablaufen wird“, so Raschers Vorahnung, „es hat sich aber alles in Wohlgefallen aufgelöst, denn mein Co-Trainer Marius Ehrnsperger wird mein Nachfolger. Der 30. Juni ist für mich somit nicht mehr bindend, ich kann am 1.Juli meine Arbeit in Mörsdorf beginnen.“ Rascher hat sich auch mit Kollegen aus dem Nürnberger Raum unterhalten, die zum 1.Juli ihren neuen Job übernehmen. „Es läuft“, so der 32-Jährige, „in der Praxis recht gut. Die Idee des BFV, die Vertragsgestaltung in Wechselperioden zu gestalten, sehe ich als durchdacht.“

Nichts geht ohne Zustimmung

Kreisspielleiter Markus Hutflesz hat sich mit dieser Problematik ebenfalls befasst und sich dazu geäußert: „Ich verstehe, dass sich Spieler und Trainer besonders in den unteren Amateurklassen sorgen. Wir als Verantwortliche für die Kreise gestalten bis Juli in einer Arbeitsgemeinschaft mit dem BFV ein Konzept, das möglichst flexibel ist. Es sieht vor, und das wurde ja bereits veröffentlicht, dass eine zusätzliche Wechselperiode eingeführt wird. Die Voraussetzung, und dabei bleibt es, ist die Zustimmung des abgebenden Vereins. Es wird eine saubere Lösung geben, die auch im speziellen Fall für die Studenten zutrifft“, sagt Hutflesz.

Für Rascher indes beginnt eine spannende Zeit, denn die Mörsdorfer stehen in ihrer Kategorie auf Rang zwei punktgleich mit einem Spiel mehr als der Tabellenführer SG Forchheim/ Sulzkirchen. „Die Jungs sind heiß, deshalb steigen wir in das Training mit den Fünfergruppen ein. Ich habe mich beim BLSV erkundigt, der mir mitgeteilt hat, dass er beabsichtigt, Übungen mit Zweikämpfen bald zuzulassen. Jetzt hoffe ich, dass es im September losgeht und es nicht dazu kommt, dass zwei Spielzeiten abgeschrieben werden müssen", erzählt Rascher.

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