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Sadikis: "Bis zur letzten Minute für den Ligaerhalt kämpfen"

Kreisliga Ost

In der Saison 17/18 konnte Eleftherios Sadikis den Abstieg des Henger SV in die Kreisklasse gerade noch abwenden, in der darauffolgenden Spielzeit zeigte der Trend für die Oberpfälzer dann steil nach oben, zeitweise schnupperte die Sadikis-Truppe sogar am Aufstiegsrelegationsplatz. Derzeit jedoch befinden sich die Henger Jungs wieder mitten im Abstiegskampf. Dennoch: Der 36-jährige Spielertrainer blickt zuversichtlich auf die Restsaison und setzt sich ein ambitioniertes Ziel.

Nicht nur Heng will zurück auf den Platz.

 / © Etzold

Die Fakten sind eindeutig: In den verbleibenden sechs Spielen kann sich der Henger SV noch am eigenen Schopf aus dem Abstiegssumpf ziehen. In den noch ausstehenden Duellen trifft man überwiegend auf die Konkurrenz der unteren Tabellenhälfte wie Hofstetten, Rasch, Berching oder Feucht. Der letzte Re-Start kann sicher nicht als Erfolg verbucht werden, denn aus vier Spielen sicherten sich die Henger nur einen mageren Punkt. 

Sadikis blickt zurück: „Bei uns waren zwar wieder alle Mann an Bord, aber unsere wiedergenesenen Spieler hatten ja seit Monaten keine Spielpraxis mehr, da war es schwierig, in solch kurzer Zeit einen Rhythmus zu finden. Die vier Spiele, die wir absolvierten, bestanden dann meist aus zwei völlig unterschiedlichen Halbzeiten, also einer guten und einer ziemlich schlechten. Sicherlich hat uns dann auch das eine oder andere Mal einfach das Glück gefehlt, aber das ist dann halt so, wenn du unten stehst.“ Zudem musste man gegen die Topmannschaften der Liga wie Lauterhofen oder Meckenhausen auflaufen, gegen die man sich jedoch wacker geschlagen habe: „Vor allem das letzte Spiel gegen den TSV Meckenhausen macht mich für die Zukunft zuversichtlich, denn genau so stelle ich mir vor, wie es laufen sollte“, verkündet der Übungsleiter. Hier habe man an einem Rädchen im Spielsystem gedreht und eines der besten Spiele der Saison gezeigt. Die Truppe hätte sich lediglich nicht selber belohnt, denn trotz einer komfortablen 2:0-Halbzeitführung hieß es am Ende der Partie nur 2:2.

Die Möglichkeit, sich über den Ligapokal den Klassenerhalt zu sichern, sieht Sadikis allerdings nicht mehr: „Ich glaube nicht mehr daran, dass der so stattfindet, das wird wohl nicht mehr klappen“, denkt Sadikis. Darum bliebe nur der Klassenerhalt über den Ligabetrieb. Schlimmer noch könnte es den HSV bei einem Abbruch treffen. Je nach Szenario droht der Abstieg, ohne noch in das Geschehen eingreifen zu können: „Wir haben nichts mehr zu verlieren. Wenn wir in der Liga bleiben wollen, müssen wir die restlichen sechs Spiele gewinnen. Das ist auch mein Ziel, dafür müssen wir aber alle an einem Strang ziehen“, ist Sadikis zuversichtlich. Ähnliche Beispiele einer Siegesserie hatte es in der Saison ja schon bei der DJK Göggelsbuch oder dem TSV Feucht gegeben. Möglich sei in dieser Liga bekanntlich alles, auch der qualitativ gut ausgestattete Henger Spielerkader gebe das her: „Alle sind heiß und warten nur noch auf das grüne Licht der Politik. Wir wollen alle bald wieder auf dem Platz stehen und bis zur letzten Minute für den Ligaerhalt kämpfen.“

Bis es so weit ist, wünscht sich Sadikis: „Alle sollen gesund bleiben, positiv denken und sich selbstständig fit halten“. Weiterhin möchte er wieder mal mit einer eingespielten Elf auflaufen: „Ich weiß schon gar nicht mehr, wann ich das letzte Mal zweimal hintereinander mit der gleichen Mannschaft angetreten bin“, grübelt der Coach. Der Verein hat weder Ab-noch Zugänge zu vermelden, aber ein 18-jähriger Jugendspieler hätte sich gut in das Team integriert: „Marcel Heinlein hat den Sprung geschafft, wir werden ihn langsam aufbauen, in ein oder zwei Jahren sollte er zum Stamm gehören“, freut sich Sadikis.

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