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Hauchzart: TSV Rohr um 0,03 Quotient-Punkte Meister

A-Klasse Nordwest

Wie es bei engen Entscheidungen im Sport nun mal ist: Wo es unglückliche Verlierer gibt, da sind auch glückliche Gewinner nicht weit. In der A-Klasse hat die Quotienten-Regelung richtig Schicksal gespielt, nachdem der BFV entschieden hatte, die Corona-Saison 2019/21 zu den Akten zu legen.

© Sportfoto Zink

Am Tag vor der Entscheidung des BFV hat die Tabelle noch den SC 04 Schwabach II als Meister ausgewiesen, plötzlich war der TSV Rohr auf der Überholspur und hat sich, nachdem die Punkte durch die Anzahl der absolvierten Spiele geteilt waren, mit minimalem Vorsprung von 0,03 die Meisterschaft gesichert und damit den Aufstieg in die Kreisklasse. Vergessen sind nun die bitteren Bilder vom 15. Juni 2019, als man im entscheidenden Relegationsspiel um den Aufstieg dem ASV Neumarkt II in Feucht mit 3:5 nach Elfmeterschießen unterlegen ist.

Gerade weil nicht alle Spiele absolviert werden konnten in dieser Saison, war es für die Schützlinge um den scheidenden Coach Thomas Preisser eine schwierige Saison. Die Mannschaft steckte mitten in der Vorbereitung auf die Rückrunde, als Mitte März der erste Lockdown und nach der regulären Winterpause die zweite Unterbrechung anstanden. Nach monatelanger Pause ging es Ende September wieder um Punkte. Auf einer Auftaktniederlage gegen den Rivalen SC 04 Schwabach II folgten zwei Siege – dann war die Saison wieder unterbrochen. Da war nicht abzusehen, dass der 2:1-Sieg über den SV Penzendorf II am 18. Oktober 2020 das letzte Saisonspiel sein sollte.

Wie knapp die Quotientenberechnung wirklich ausfiel, bestätigt auch die Aussage des Rohrer Trainers, die er bereits nach dem ersten Saisonspiel getätigt hat, als der TSV beim 1:1 in Büchenbach II gefühlt zwei Punkte liegen ließ. „Dieser Punkt kann noch Gold wert sein“, hatte Preisser damals gesagt. Wie die weitere Entwicklung der Saison zeigte, sollte er recht behalten.

Wie sich seine Mannschaft nun in der Kreisklasse behaupten wird, da hat Thomas Preisser keinen Einflus mehr. Frühzeitig hatte er angekündigt, seinen Vertrag nicht zu verlängern. Der scheidende Coach hatte gleich zwei Gründe zu feiern. Neben dem Aufstieg wurde er zum zweiten Mal Papa. So wird sein Nachfolger Michael Linhardt die Mission Klassenerhalt in Angriff nehmen.

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