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B'farrnbach unterliegt Poppenreuth - Falke stößt Post vom Thron

Kreisliga Nürnberg/Frankenhöhe 2 - 2. Spieltag

Gleich vier Auswärtssiege gelangen in der Kreisliga 2 Nürnberg/Frankenhöhe. Der SV Poppenreuth nahm beim 2:0 auf der Tulpe die Punkte aus Burgfarrnbach mit. Ausgerechnet die beiden ehemaligen Burgfarrnbacher Rahner und Russo waren die Torschützen. Während der FC Stein aus einem 0:1 noch ein 3:1 bei Germania machte, war der SV Gutenstetten/Steinachgrund beim Comeback von Trainer Reinhold Fischer mit 4:1 in Fischbach siegreich und der SV Burggrafenhof stellte Angstgegner SV Eyüp Sultan auf der Steinplatte ein Bein (0:2). Heimsiege feierten die DJK Falke, die dank Tamas Dencs den Post SV vom Thron stieß, und der SV Wacker, der den TB Johannis 88 mit 4:2 auf den Heimweg schickte und nebenbei zusammen mit Stein die Tabellenführung übernahm. Ein paar Meter weiter feierte auch die DJK Eibach einen Heimdreier (2:0 über den TSV Markt Erlbach). Das einzige Remis des Spieltags ereignete sich in Boxdorf, wo sich der heimische ASC mit 2:2 von der SpVgg Nürnberg trennte.

Heimpleite für Burgfarrnbach: Poppenreuth (schwarz) nahm die Zähler mit. 

 / © Zink

Nach fünf Minuten Spielgeschehen war die Luft schon raus: der Ball musste aufgrund akuten Luftmangels gewechselt werden. Der Post SV hatte in der Anfangsphase mehr Spielanteile und auch die ersten Abschlüsse. Der Ball befand sich in den ersten 15 Minuten fast durchgehend in der Hälfte der Falken und im Besitz des Gastvereins. In der 17. Spielminute setzte sich Falke-Akteur Meisner im Mittelfeld überragend gegen drei Gegenspieler durch und spitzelte den Ball zu Bohner, welcher den Ball direkt in die Spitze verlängerte. Abnehmer Dencs vollendete eiskalt ins lange Eck zur 1:0-Führung. Ab diesem Zeitpunkt gelang dem Post SV nicht mehr viel, der Gast blieb aber die aktivere Mannschaft. Falke hatte noch weitere Chancen durch Speidel (27.) und Neubauer (35.), der allerdings nach einem aussichtsreichen Konter erneut den Ball verstolperte. Besonderes Highlight in der ersten Halbzeit: Schiedsrichter und Assistent entschieden selbstsicher und exklusiv auf Abseits nach einem Einwurf. Nach dem Seitenwechsel drückte Post auf den Ausgleich. Rädeke hatte in der 52. Spielminute die beste Chance mit einem Lattenkracher aus 30 Metern, Luft schoss den Ball kurz darauf aus 18 Metern in die Wolken. In der 59. Minute war Dencs in abseitsverdächtiger Position plötzlich frei durch und legte auf Neubauer ab. Der vergab allerdings aus acht Metern kläglich über das leere Tor. Das Spiel wurde intensiver, Fouls und Fehlpässe prägten das Geschehen und auch auf der Tribüne wurden die frischgebackenen Dauerkartenbesitzer unruhiger. Es dauerte bis zur 81. Minute, bis der Ball mal wieder den Weg in Richtung Tor fand. Der Schuss von Luft wurde allerdings zur Ecke geblockt. In der 88. Minute prüfte Rädeke dann noch die Dachziegel der Häuserreihe hinter dem Falke-Tor. Auch die Marciano-Truppe bekam in der zweiten Halbzeit ihre Konter nicht mehr ausgespielt. Der Schiedsrichter zeigte auch in der Schlussphase besonderes Engagement und gönnte den ausgepowerten Spielern noch acht Minuten Nachspielzeit. Doch auch hier passierte nichts mehr, Endstand 1:0. Daniel Hager / DJK Falke

Am zweiten Spieltag war der FC Stein zu Gast bei der SC Germania. Den besseren Start hatte die Germania erwischt. In der sechsten Minute gingen die Hausherren durch einen Freistoß von Tarik Töksöz in Führung. Danach bestimmten die Hausherren weiter das Tempo, konnten aber mehrere Chancen nicht nutzen. Nach 20 Minuten folgte ein Bruch im Spiel der Hausherren. Das wurde durch einen Elfmeter nach einer mutmaßlichen Abseitsstellung bestraft, den Andreas Kolb verwandelte. Danach hatten die Steiner mehr vom Spiel, konnten aber vor der Pause nichts Zählbares mehr verbuchen. In der zweiten Hälfte starteten die Germanen gleich wieder besser, einzig an der Chancenverwertung mangelte es. In der 56. Minute folgte dann das 1:2 aus Sicht der Hausherren, für das Robert Zengerle verantwortlich zeichnete. Ab diesem Zeitpunkt waren die Gäste spielbestimmend und machten in der 61. Minute den Deckel drauf. Wieder hieß der Torschütze Zengerle. Im Anschluss versuchten die Hausherren noch einmal einiges nach vorne, allerdings blieb es bis zum Schluss beim 3:1 für die Steiner. Bei den Germanen muss man nun schauen, dass man aus guten Leistungen Zählbares auf das Konto bringt. Martin Knispel / SC Germania

In einem umkämpften Spiel waren die Gäste zunächst um Ordnung und Stabilität bemüht. Der ersatzgeschwächte ASC übernahm zunächst die Initiative und spielte gefällig durchs Mittelfeld. Die erste Chance bot sich allerdings den Gästen in der 4. Minute, als der im Mittelfeld agierende Pirkwieser den durchstartenden Gövert bediente. Der SpVgg-Angreifer ließ die Chance aus halblinker Position im Strafraum aber kläglich liegen. Das Spiel trug sich in der Folge überwiegend im Mittelfeld zu, da die Abwehrreihen das Geschehen fest im Griff hatten. So dauerte es bis zur 17. Minute, bis sich die Heimelf erstmals dem Gehäuse der Gäste annäherten. Doch Keeper Fetcu war bei einem Eberlein-Freistoß aus 25 Metern mit beiden Fäusten auf dem Posten. In der 25. Minute bot sich dann ASC-Angreifer Krasse die überraschende Chance zur Führung, als er halblinks im Strafraum frei zum Abschluss kam, doch sein Schlenzer landete im Winkel des Fangnetzes. Kurz vor dem Pausenpfiff hatten dann die Gäste die Doppelchance zur Führung. Zunächst bediente Pirkwieser links im Strafraum La-Rosa, doch dieser scheiterte am glänzend reagierenden Holzer im ASC-Gehäuse. Bei der anschließenden Eckballvariante kam Pirkwieser aus 15 Metern zum Abschluss, doch landete sein Versuch knapp über dem Querbalken. Die Heimelf kam in der zweiten Hälfte dann zwingender aus der Kabine. In der 48. Minute hatte Eberlein aus 18 Metern freie Schussbahn, doch verpasste er den Abschluss. Kurz darauf war der agile Riese in halblinker Position gefährlich, doch wurde er bei seinem Abschluss gerade noch geblockt. Die Partie nahm nun deutlich Fahrt auf und die Heimelf drängte auf die Führung. In der 62. Minute spielte Boxdorfs Haupt einen Diagonalball auf Eberlein, der gekonnt mit dem Kopf auf Riese ablegte. SpVgg-Verteidiger Ackermann rettete jedoch für seinen bereits geschlagenen Keeper. In der 68. Spielminute fiel dann die erlösende Führung für die Heimelf. Eberlein bediente aus dem Zentrum rechts in der Gefahrenzone Krasse. Dieser fand kurz vor der Grundlinie mit einem präzisen Querpass Riese, der aus fünf Metern zur Führung einschob. Und die Heimelf legte nur 60 Sekunden später nach. Nach einem Fehlpass der Gäste im Spielaufbau bediente Eberlein den durchstartenden Riese, der den herauseilenden Fetcu gekonnt mit einem Lupfer überwand. Der Doppelschlag war jedoch auch ein Weckruf für die Gäste, die um eine direkte Antwort bemüht waren, doch der agile Pirkwieser verzog seinen Abschluss aus halblinker Position rechts am Tor vorbei. Zwei Minuten später war es dann soweit. Nach einem Eckball brachten die Boxdorfer den Ball nicht aus der Gefahrenzone und La-Rosa nutzte die Chance am kurzen Pfosten zum Anschluss. Der Treffer hauchte der Diem-Elf neues Leben ein und die Gäste kamen unter gütiger Mithilfe der Heimelf zum Ausgleich. Der sonst souveräne Birkner vertändelte den Ball gegen Madeo, der allein auf das Boxdorfer Gehäuse zulief und uneigennützig Pirkwieser bediente. Dieser hatte keine Probleme das Spielgerät aus acht Metern über die Linie zu drücken. Bis zum Schluss passierte dann wenig. Die Gäste waren aufgrund des schnellen Comebacks mit dem Punkt zufrieden, während der Ausgleich bei der Eberlein-Elf Wirkung zeigte. Am Ende war es ein nicht unverdientes Unentschieden mit einer turbulenten und unterhaltsamen zweiten Halbzeit. Michael Schindler / ASC Boxdorf

Einen rabenschwarzen Tag erwischten die Karpfen im zweiten Heimspiel der Saison gegen frech aufspielenden Gäste aus Gutenstetten. Von Beginn an dominierte die Gastmannschaft das Spiel, hatte bereits in der Anfangsphase einige gute Tormöglichkeiten. Die Größte ereignete sich in der 17. Minute, als Jonas Wellhöfer eine Flanke per Kopfballaufsetzer aus fünf Metern übers Tor schoss. Weitere gute Möglichkeiten vereitelte der hervorragend aufgelegte Fischbacher Keeper Hassfürther. Man hatte immer das Gefühl, „Stetten“ hätte einen bis zwei Feldspieler mehr auf dem Platz. Mit einem schmeichelhaften 0:0 wurden die Seiten gewechselt. Fünf Minuten nach der Pause hatte Oliver Lahr, glänzend freigespielt von Philip Reif, die große Chance zur Führung. Gäste-Keeper Kraft aber parierte überragend. Kurz darauf folgte doch die Führung der Gäste. TSV-Schlussmann Hassfürther konnte einen Schuss per Fuß noch abwehren, der Ball fiel Fabian Schubert vor die Füße und er konnte einnetzen. In der 60. und 63. Minute dann ein Doppelschlag der Gäste: Erst köpfte Tobias Dorsch das 2:0, dann traf Jonas Wellhöfer ebenfalls per Kopf. Spätestens jetzt war das Spiel entschieden. In der 69. Minute krönte Keeper Hassfürther seine starke Leistung. Er hielt einen Foulelfmeter von Simon Adlung. Reif gelang kurz darauf Ergebniskosmetik. Er drückte einen Schuss von Majkowski aus kurzer Entfernung über die Linie. In der 89. Minute sorgte Nico Gröger mit einem Sonntagsschuss in den Winkel für das Endergebnis. Rudi Bergmüller / TSV Fischbach

Eine verdiente Niederlage erlitt der TSV Burgfarrnbach im Spiel gegen den SV Poppenreuth. Die Mannen von Trainer Uwe Neunsinger konnten an die starke Leistung zum Auftakt in Gutenstetten nicht anknüpfen. Den besseren Beginn hatte der Bären-Express, als Christian Gerein bereits nach zwei Minuten in SVP-Keeper Christoph Weiner seinen Meister fand. In der Folge bestimmten die Gäste die Partie und hätte TSV-Schlussmann Daniel „Perry“ Bräutigam nicht einen guten Tag erwischt, dann wäre man bereits in der ersten Hälfte in Rückstand geraten. So wechselte man mit einem glücklichen 0:0 die Seiten. Nach der Pause kam die Heimelf etwas besser ins Spiel und erspielte sich einige Halbchancen. Beispielsweise konnte Dominik Wellhöfer eine unglückliche Aktion Weiners nicht zu seinen Gunsten nutzen. Die Heininger-Truppe verlegte sich auf Konter, was sich auszahlen sollte. Nach 72 Minuten traf der ehemalige Burgfarrnbacher Lukas Rahner nach einem Freistoß aus dem Halbfeld zur Führung für die Gäste. Der TSV drückte zwar in der Folge auf den Ausgleich, allerdings blieben klare Chancen Fehlanzeige. So sorgte Francesco Russo nach einer Ecke in der Schlussminute für die Entscheidung. Wie es der Zufall manchmal will, trug auch Russo in früherer Zeit das Bären-Trikot.

Von Beginn an hatte die Heimmannschaft mehr Spielanteile. Doch die Abschlüsse waren meistens mangelhaft. So dauerte es bis zur 36. Minute, bis Zählbares heraussprang. Nach einem Zuspiel von Marco Gövert schloss Kevin Czub gekonnt zum 1:0 ab. Kurz vor der Pause konnte Gövert, nach einem strammen Schuss von Trebes, den Ball nicht im leeren Tor unterbringen. Nach ein paar Spielminuten in Hälfte zwei erhöhte Wacker durch Czub auf 2:0 (52.). Nach etwa einer Stunde dann die vermeintliche Vorentscheidung: Nach einem gut getimten Zuspiel von Dominic Trebes auf Marco Gövert konnte dieser auf 3:0 erhöhen. Der SVW hatte nun Chancen im Minutentakt, wobei Niko Floßmanns Lattentreffer die Größte war. Doch das Tor schossen die Gäste. Jonathan Engel war mit einem Distanzschuss erfolgreich - nur noch 3:1 (76.). Nun bäumte sich Johannis nochmals auf und wurde auch noch belohnt. Im zweiten Nachsetzen verkürzte Fabian Bär auf 2:3 (87.). Sechs Minuten Nachspielzeit versprachen eine heiße Schlussphase. Nach einem schönen Zuspiel von Niko Floßmann konnte Kevin Kraus aber endgültig den ersten Dreier für den SV Wacker sicherstellen. Thomas Reidl / SV Wacker

In der ersten Spielhälfte agierte die Heimelf überlegen und spielbestimmend. Die erste Chance ergab sich für Florian Clausnitzer, der nach einem Abspielfehler in der Markt Erlbacher Hintermannschaft am schnellsten schaltete, aber neben das Tor schoss (3.). Nur eine Minute später nutzte Matthias Schröter einen Fehler im Mittelfeld, zog mit Tempo Richtung Strafraum und legte auf den freistehenden Martin Hübner ab, der keine Probleme mehr hatte zur Führung einzuschieben. In der 14. Minute wurde es brenzlig vor dem Eibacher Gehäuse. Philipp Eich konnte im letzten Moment klären, spielte dabei aber Ball und Gegner. Der Schiedsrichter erkannte kein Fehlverhalten und entschied auf Eckball. Hier rettete der Außenpfosten vor dem Ausgleich. Nach einer halben Stunde trat Paul Bandi an der Mittellinie zum Freistoß an. Matthias Kuhn konnte den Ball per Kopf auf Hübner verlängern, der nochmals querlegte. Am Ende der Kombination stand Karlheinz „Kalli“ Wiesenmayer, der seinen ersten Treffer nach der Rückkehr an die alte Wirkungsstätte erzielte. In der zweiten Hälfte verflachte die Begegnung und die Hüttl-Truppe verlor den Faden etwas. Markt Erlbach machte letztlich aus den Chancen zu wenig, um noch einmal ins Spiel zurückzukehren. Wenn es doch einmal gefährlich wurde, war Maik Homann zur Stelle, der den verletzten Manuel Hufnagl im Eibacher Tor sehr gut vertrat.

Die Serie der Sultane gegen den SV Burggrafenhof ist gerissen. Nach vier Siegen in Serie musste sich die Türen-Elf mit 0:2 geschlagen geben. Optisch war Eyüp über die komplette Spielzeit die überlegene Mannschaft, aber man agierte insgesamt zu harm- und ideenlos, um die ersten Punkte auf das Konto zu bringen. Wenn es einmal gefährlich wurde, dann lediglich über Standards, die aber nichts einbrachten. Wenig überraschend spielte Burggrafenhof auf Konter und hatte damit nach einer Viertelstunde erstmals Erfolg. Nach einer sehr schönen Kombination netzte Patrick „Bazi“ Raab zur Führung für die Lauth-Elf ein. Die Sultane drückten in der Folge auf den Ausgleich, allerdings fehlten die spielerischen Mittel gegen die SVB-Abwehr. Nach einem Freistoß aus dem Halbfeld war es Florian Weißer, der zum entscheidenden 0:2 einköpfte (73.). Aufgrund der Chancenverwertung war es ein verdienter Sieg für die Gäste, die nun einen Angstgegner von der Liste streichen können.

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