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Wacker triumphiert im Zaunderby - Sultane mit erstem Sieg

Kreisliga 2 - 3. Spieltag, Sonntag

Das Zaunderby zwischen der DJK Eibach und dem SV Wacker war letztlich eine klare Geschichte. Mit 5:1 nahmen die Uebel/Fuchs-Schützlinge die Punkte mit auf die Alm und führen die Tabelle punktgleich mit dem SV Poppenreuth (3:0 gegen den neuen Tabellenletzten TSV Fischbach) und dem SV Burggrafenhof, der bereits am Samstag mit 1:0 in Markt Erlbach gewann, an. Der SV Gutenstetten/Steinachgrund brachte ein 3:2 im Aufsteigerduell mit Boxdorf über die Ziellinie, während Burgfarrnbach in Schnepfenreuth einen Dreier landete (4:2 bei Johannis 88). Mit 4:0 triumphierte der SV Eyüp Sultan beim Post SV und der SC Germania rettete in letzter Sekunde noch einen Zähler bei der SpVgg (3:3). Im Abendspiel trennte sich der FC Stein von der DJK Falke mit einem 1:1-Remis.

Die Sultane (in rot) machten es am Ebensee überraschend deutlich. 

 / © Fabian Strauch / fussballn.de

Vollkommen verdient behielten die Poppenreuther Jungs die Punkte dank eines nie gefährdeten 3:0-Erfolgs gegen Fischbach am Kreuzsteinweg. Dabei brachte Torjäger Klaußner die Heininger-Elf bereits in der 10. Minute auf die Siegerstraße – und wie! Dank seiner langjährigen Beachsoccer-Erfahrung überlegte er nach einem verlängerten Freistoß von Dominik Döll aus dem Halbfeld nicht zweimal, setzte zum Fallrückzieher an und nagelte das Spielgerät höchstspektakulär in die Maschen. Neun Minuten später trug sich dann der Vorbereiter selbst in die Torschützenliste ein. Dominik Döll zog in altbekannter Manier quer zum Strafraum in die Mitte und schloss mit seinem starken linken Fuß zum 2:0 ab. Von Fischbach war zu diesem Zeitpunkt nichts zu sehen. Die beste Chance für die Gäste hatte Heyn per Kopf, doch erstens kratzte Weiner den Ball stark von der Linie und zweitens hatte der Linienrichter zwar spät, aber zurecht, die Fahne oben. In der Folge taten die Poppenreuther nicht viel mehr als nötig, sodass Fischbach zwar zu mehr Spielanteilen kam, die Heimelf wankte aber zu keiner Zeit wirklich. Und als Marc Meier in der 72. Minute dann sein Premierentor im SVP-Dress erzielte, war endgültig alles klar. Poppenreuth spielte die Partie konzentriert zu Ende und ließ auch danach keine Chance für die Gäste mehr zu, sodass das 3:0 gleichzeitig auch den Endstand bedeutete. Christoph Weiner / SV Poppenreuth

Sofort mit Beginn des Spiels übernahm die Heimelf das Kommando und versuchte durch frühes Anlaufen des Gegners in Ballbesitz zu kommen, was auch gelang. Bereits in der vierten Minute hatte Dorsch eine Kopfballchance, die genauso knapp am Torerfolg vorbeischrammte wie der Schussversuch von Leist in der 7. Minute. Stetten spielte gefällig und kombinierte gut, der Ball lief schön durch die eigenen Reihen. Boxdorf versuchte es zu diesem Zeitpunkt oft mit langen Bällen, die aber meist bei der gut sortierten Abwehr der Gastgeber landeten. In der 12. Minute markierte Schubert überlegt die Führung, als er das schöne Zuspiel von Gallo aus zehn Metern im Tor unterbrachte. Es lief Angriff auf Angriff in Richtung des Gästetores, aber die Boxdorfer fanden so langsam besser ins Spiel und in der 20. Minute hatte Eberlein die große Chance zum Ausgleich, als er eine Flanke aus acht Metern knapp am Tor vorbeischoss. Nur zwei Minuten später spielte sich der Gastgeber schön durchs Mittelfeld. Gröger kam an den Ball, zog aus 20 Metern ab, sein Schuss traf das Lattenkreuz, Wellhöfer schaltete am schnellsten und schob aus kurzer Distanz zum verdienten 2:0 ein. Der einzige Vorwurf, den man den Gastgebern in Hälfte eins machen konnte, war die Chancenverwertung. Die Gäste zeigten dann in der zweiten Hälfte ihre bessere Seite, sie nahmen nun auf Augenhöhe am Spiel teil und sollten ihre Chancen bekommen. In der 55. Minute musste sich Kraft im Tor der Gastgeber strecken, um einen Ball aus gut 20 Metern zu entschärfen. Eine Minute später wurde ein Schuss von Wellhöfer auf der Linie geklärt und kurz darauf flog Dorsch knapp an einer Flanke von Leist vorbei. Das Spiel war nun völlig offen, weil die Gäste versuchten Druck aufzubauen und sich immer mehr Richtung Tor der Heimelf bewegten. Belohnt wurden sie nach einem Freistoß, den Eberlein schön per Kopf ablegte und Krasse zum 2:1 (60.) vollendete. Boxdorf ging nun entschlossener zu Werke und nur zwei Minuten später musste Leist kurz vor der Linie gegen Krasse klären. Das Spiel ging nun hin und her. Adlung hatte in der 69. Minute die Riesenchance zum 3:1, brachte es aber fertig aus kurzer Distanz am Tor vorbeizuschießen. Die Boxdorfer ihrerseits hatten ebenfalls ihre Möglichkeiten, aber am letzten Ball haperte es bisweilen. In der 78. Minute fuhr Stetten einen schulmäßigen Konter, Leist lief allein auf das Gästetor zu und traf zum vermeintlich sicheren 3:1. Die Gäste gaben aber nicht auf und trafen, nachdem eine Flanke nicht geklärt werden konnte, in der 86. Minute zum 3:2 durch einen abgefälschten Ball, der dadurch unhaltbar wurde. Eine Minute später sah Gallo die Ampelkarte. Die einzig danach noch nennenswerte Möglichkeit hatte in der 95. Minute Eberlein, aber sein Schuss aus 14 Metern war zu unplatziert und landete sicher bei Kraft, ehe der Schlusspfiff in einer ansehnlichen Kreisligapartie folgte. Reinhold Fischer / SV Gutenstetten/Steinachgrund

Im ersten Heimspiel sah die SpVgg schon wie der Sieger aus, in der Nachspielzeit aber setzten die Germanen noch den Lucky Punch und entführten einen Zähler aus Gebersdorf. Illia Martyschenko brachte die Dinc-Truppe nach einem schönen Angriff früh in Führung (6.), der die Heimelf lange Zeit hinterherlaufen musste. Die Chancenverwertung stand den Gebersdorfer Jungs im Weg, bis Kevin Mühlberg quasi mit dem Halbzeitpfiff den Ausgleich besorgte. War Coach Thomas Diem mit dem Auftritt seiner Truppe in der ersten Hälfte noch zufrieden, änderte sich dies im zweiten Durchgang. Zunächst unterlief Alexander Ackermann ein unglückliches Eigentor, ehe beide Mannschaften die taktischen Vorgaben außer Acht ließen und mit offenem Visier agierten. Mühlberg gelang zwanzig Minuten vor dem Ende der erneute Ausgleich. Per Elfmeter brachte Tobias Pirkwieser die SpVgg kurz vor dem Ende sogar in Führung. In der Nachspielzeit sorgte Ilja Zarkov nach einem langen Ball für den letztlich verdienten Ausgleich, wenngleich nach Ansicht der Heimmannschaft die Zusatzzeit zu lange ausgefallen war.

Nach dem unglücklichen 0:1 bei Falke musste der Post SV den nächsten herben Dämpfer hinnehmen - 0:4 gegen Eyüp. Für die Sultane war es der erste Sieg im fünften Vergleich mit dem Post SV, zuvor hatte der PSV viermal gewonnen. Die Serie ist dahin, weil die Gelb-Blauen eine ganz schwache Vorstellung ablieferten. Der PSV musste allerdings stark ersatzgeschwächt in die Partie, fehlten mit Routinier Kühnlein (Urlaub), Kapitän Almosdörfer und Antreiber Niklaus doch gleich drei wichtige Stammkräfte. Die neu formierte Abwehr der Elf von Trainer Mario Bierbrauer war dann früh nach einer Ecke nicht im Bilde und kassierte durch einen Kopfballtreffer von Muhammed Yildirim das 0:1. Noch im ersten Durchgang erhöhte Eyüp nach einem Pass in die Tiefe auf 2:0, wofür Neuzugang Ildan Muric verantwortlich zeichnete. Post hatte zu wenig Bewegung im Spiel und kam kaum zu Chancen, den Gästen dagegen gelang in Durchgang zwei durch einen umstrittenen Elfmeter, den Mehmet Karanfil verwandelte, die Vorentscheidung. Ein Freistoßtreffer von Hakan Özyürek sorgte dann für den 4:0-Endstand. Nach dem gelungenen Start gegen Germania (3:0) ist Post mit der 2. Niederlage in Folge hart gelandet, die Sultane dagegen feierten den ersten Sieg in der noch jungen Saison. Andreas Niklaus / Post SV

Das mit Spannung erwartete Zaunderby zwischen Eibach und Wacker fand vor der tollen Kulisse von 350 Zuschauern mit den Gästen einen verdienten Sieger. Unter der souveränen Leitung von Schiedsrichter Roland Gawlik blieb die Partie auf und neben dem Platz stets fair. Die Hüttl-Truppe kam besser aus der Kabine und ging nach feinem Pass von Karlheinz „Kalli“ Wiesenmayer durch einen Linksschuss von Matthias Schröter nach 11 Minuten in Führung. Nach einer Viertelstunde spielte Max Messingschlager im Strafraum den Ball und Dominic Trebes, der im Anschluss wegen einer Knöchelverletzung ausgewechselt werden musste, sodass Schiedsrichter auf Elfmeter entschied – eine vertretbare Entscheidung. Tyrone McCargo nahm sich der Sache an, Manuel Hufnagl hatte die Ecke geahnt, war gegen den platzierten Schuss aber machtlos. Nach 17 Minuten hatte Philipp Eich die große Chance zur erneuten Führung, nach einem Schröter-Freistoß köpfte er am langen Pfosten rechts vorbei. Nur zwei Minuten später schaltete der Wacker-Express schnell um. Über die rechte Seite wurde der Angriff eingeleitet, an dessen Ende Bruno Babuczki am langen Eck nur noch einschieben musste. Nach der Führung hatte die Elf von Benny Uebel und Marco Fuchs Oberwasser, wenngleich sich das Geschehen hauptsächlich im Mittelfeld abspielte. Ein Schröter-Freistoß in der 43. Minute war gleichzeitig die letzte Eibacher Chance des Spiels. Die DJK wollte nach dem Seitenwechsel den schnellen Ausgleich, es kam jedoch völlig anders. Zwei Minuten nach Wiederanpfiff schlenzte McCargo die Kugel mit links halbhoch ins Eck und es stand 1:3. Die Heimelf spielte nun „alles oder nichts“, was Wacker unzählige Kontermöglichkeiten einbrachte. Erst Dustin Wörner (73.) und Babuczki (77.) beendeten letzte Spekulationen über einen Punktgewinn.

Einen insgesamt verdienten Sieg feierte der TSV Burgfarrnbach in Schnepfenreuth, wobei die Heimelf an einem Punktgewinn schnupperte. In der ersten Hälfte agierte die Neunsinger-Truppe überlegen und ging nach 13 Minuten in Führung. Nach einem Pressschlag lief Christian Gerein alleine auf das Johanniser Tor zu und ließ Keeper Adrian Elbracht keine Abwehrchance. In der zweiten Hälfte mit dem Wind im Rücken wurde die Wagner-Truppe stärker und kam durch einen schönen Kopfball von Fabian Bär ins Eck zum Ausgleich (56.). Durch einen Doppelschlag von Marcel Hörath und Philipp Geitner (58., 59.) fanden die Gäste zurück auf die Siegerstraße. Die 88er kämpften sich durch den Anschlusstreffer Bärs zurück ins Spiel (80.). Philipp Dunst hätte gar fast noch den Ausgleich erzielt, als er einen Kracher von der Mittellinie abließ, TSV-Keeper Daniel „Perry“ Bräutigam konnte die Kugel gerade noch herunterpflücken. In der Nachspielzeit machte Thorsten Schmidt endgültig den Deckel auf den Auswärtssieg.

Im ersten Durchgang bekamen die Zuschauer eher einen müden Kick zu sehen. Die Steiner hatten zwar den besseren Start und in der 5. Minute gleich die erste große Chance, doch der Kopfball von Neutorjäger Zengerle ging gegen die Latte. Anschließend neutralisierten sich die Teams. Beide Abwehrreihen standen sicher und ließen keine Chancen zu. Ein tolles Solo von Steffen Seitz, der sich gleich gegen vier Spieler durchsetzte, besorgte dann doch die überraschende Führung. Er bediente Fritz Meisner und dessen Querpass schob DJK Torjäger Tamas Dencs sicher ein. Die letzten Minuten vor der Pause verliefen wieder ereignisarm. Wie auch in den vergangen beiden Spielen kam der FC Stein stärker aus der Kabine und dominierte fast den kompletten zweiten Durchgang. Zunächst vergaben Zengerle, Elibol und Schindler ihre Möglichkeiten. In der 69. Minute entschied der junge Schiedsrichter nach einem Foul an Zengerle auf Strafstoß. Ein Elfmeter der Marke "Kann man, muss aber nicht". Andreas Kolb ließ sich nicht zwei Mal bitten und verwandelte gewohnt sicher zum mittlerweile verdienten Ausgleich. Im Anschluss kam viel Hektik auf Seiten der Gäste auf. So musste Marciano mit der Ampelkarte vom Platz. In Unterzahl stellten sich die Gäste hinten rein und lauerten auf Konter. Bei dem gefährlichsten Konter über Daniel Maderer verpasste Falke kurz vor Schluss den möglichen KO. In der Nachspielzeit hatten die mittlerweile drückend überlegenen Steiner binnen drei Minuten zwei Mal Aluminiumpech. Zunächst knallte ein 20-Meter-Strich von Kreim gegen die Latte und mit der letzten Aktion setzte Sinn einen Schuss gegen den Pfosten. So blieb es bei einem 1:1. Roman Sereda / FC Stein

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