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Bären gegen Karpfen oder Kuderna gegen Kuderna

Erstes Duell gegeneinander

Am Sonntag kommt es zu einer Premiere in der Kreisliga. Denn erstmals treten die beiden Zwillingsbrüder Stephan und Jan Kuderna gegeneinander an. Fast wäre es vor ein paar Jahren schon dazu gekommen, doch im Pokalspiel zwischen dem TSV Altenfurt und dem TSV Fischbach zogen es beide vor nicht zu spielen. Das soll sich am Wochenende ändern.

Spielen zum ersten Mal gegeneinander. Die Zwillinge Stephan (links) und Jan Kuderna (rechts).

 / © Matthias Janousch / Sportfoto Zink

Weite Teile ihrer fußballerischen Laufbahn bestritten Jan, der mit vier Minuten der ältere der Brüder ist, und sein Zwilling Stephan natürlich gemeinsam. Angefangen bei der DJK Langwasser führte ihr Weg über den VfL Nürnberg und den ESV Rangierbahnhof in der C-Jugend zum 1. SC Feucht. Von dort ging es zum TSV Altenfurt, wo beide noch zu Jugendzeiten in die Vollmannschaft hochgezogen wurden. Danach trennten sich die Wege erstmals. Stephan ging für fünf Jahre nach Gütersloh und spielte nach seiner Rückkehr für den ASV Vach. Jan spielte derweil für den damaligen TSV Südwest Schwaben und für den FV Wendelstein, ehe es die Wiedervereinigung in Altenfurt gab, wo Jan Spielertrainer wurde und Stephan ihm als spielender Co-Trainer assistierte. Danach ging es gemeinsam zum SV Raitersaich und von dort weiter zum TSV Neustadt/Aisch. Bei beiden Stationen war der jetzige Burgfarrnbacher Coach Uwe Neunsinger der verantwortliche Trainer. Während Jan nach einer Auszeit nach Fischbach wechselte, übernahm Stephan den TSV Altenfurt als Spielertrainer. Familiär bedingt nahm der zweifache Familienvater Jan danach ein halbes Jahr Auszeit, um im vergangenen Winter erneut nach Raitersaich zu wechseln. Vor der Saison wurde er Nachfolger von Manuel Bergmüller als Spielertrainer des TSV Fischbach, während Stephan seit dieser Saison den spielenden Co-Trainer unter Neunsinger in Burgfarrnbach gibt.

Nun wird es erstmals ein direktes Duell gegeneinander geben. „Das ist schon ungewöhnlich“, geben die Brüder unisono an. „Die Situation müssen wir ausblenden“, gibt Jan die Strategie vor und will keine großen Emotionen ins Spiel bringen. „Es wird auch so ein schwieriges Spiel. Burgfarrnbach hat jetzt überraschend zweimal verloren. Trotzdem wollen wir dort bestehen“, erklärt der Fischbacher Coach, dem Kapitän Majkowski verletzungsbedingt fehlen wird. „Zuletzt haben wir den Schritt in die richtige Richtung gemacht und wir wollen uns nach dem schwachen Start weiter konsolidieren.“ Auch Stephan ist sich der Schwere der Aufgabe bewusst. „Wir wissen, dass wir von der Konkurrenz zum Favoritenkreis gezählt werden. Die zwei Niederlagen wollen wir wettmachen und eigentlich zählt nur ein Sieg. Ich hoffe darauf, dass bei uns der Knoten platzt.“ Über taktische Ausrichtungen könnten sich die 32-jährigen Zwillinge auf der gemeinsamen Hinfahrt im Auto unterhalten. „Wir werden schön gemeinsam hinfahren, aber vielleicht getrennt zurück“, erzählt Jan mit einem Lächeln im Gesicht. Dass der Familienfrieden nach dem Spiel nicht im Argen liegt, darum kümmern sich die Partnerinnen. „Unsere Frauen tun alles dafür, dass sich die Wogen nach dem Spiel schnell wieder glätten. Sie haben schon ein Essen für Sonntagabend geplant“, erzählt Stephan mit einem verschmitzten Grinsen aus dem Nähkästchen. Ein Remis wäre den Frauen wohl am liebsten.

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