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Aus 0:2 mach 6:2! Burgfarrnbach dreht dank zweier Joker auf

Kreisliga 2 10. Spieltag

Der ASC Boxdorf schlägt auch Markt Erlbach, ebenso feiern Wacker und Post klare Siege. Eibach nimmt die Punkte aus Burggrafenhof mit, Andreas Kolb macht derweil Steins Dreier klar. Zwei Spiele wurden abgesetzt.

Yannick Loos (am Ball) traf ebenso wie Max Reiser (r.) auf Falke-Seite. Spielentscheidend waren dann aber die Burgfarrnbacher Joker.

 / © Matthias Janousch

In einem Spiel mit zwei unterschiedlichen Hälften behielt am Ende der Gast die Oberhand und gewann aufgrund einer furiosen zweiten Halbzeit an der Sudetendeutschen Straße. In Halbzeit eins begann die DJK Falke gut und war sofort im Spiel. In der 6. Minute erzielte die DJK die Führung. Nach einem Freistoß von Reiser nickte Moritz Dorer den Ball gegen den Innenpfosten ins Tor ein. Die Gäste fanden nicht zu Ihrem Spiel und konnten in der ersten Halbzeit bis auf zwei Fernschüsse das Tor von DJK-Keeper Steger nicht in Bedrängnis bringen. Beinahe hätte es kurz vor der Halbzeit dann doch geklingelt. Nach einer Ecke bekam Reiser den Ball an den Rücken und von diesem flog er über die Querlatte hinweg. Mit dem Halbzeitpfiff auf einmal das 2:0 für die Falken: Aus gut und gerne 25 Metern nahm Reiser sein Herz in die Hand und setzte mit seinem schwächeren rechten Fuß einen Huf in die Gabel ein. Für den Keeper der Burgfarrnbacher Göpfert gab es hier nichts zu halten. Doch wer dachte das Spiel sei zur Halbzeit gelaufen, der wurde nach fünf Minuten in Halbzeit zwei Lügen gestraft. Mit einem Doppelschlag setzten erst Joker Schmidt und danach Kapitän Loos die Tore zum Ausgleich. Wiederum fünf Minuten später war es erneut Schmidt, der mit einem satten Schuss ins untere Eck die Führung für die ab dem Zeitpunkt bessere Mannschaft markierte. Doch es sollte noch schlimmer kommen für die DJK. Während die Falken nicht mehr ins Spiel fanden, netzte der eingewechselte Gerein nach einem Steckball zum 4:2 für die Gäste ein. Falke setzte ab diesem Zeitpunkt alles auf Angriff und wurde acht Minuten später erneut eiskalt erwischt, als Gerein im Sechzehner alleine vor Falke Schlussmann Steger die Nerven behielt. Den Schlusspunkt mit dem Abpfiff setzte erneut Gerein, der in der Schlussminute nochmals traf und damit einen lupenreinen Hattrick schnürte. Am Ende von zwei unterschiedlichen Halbzeiten setzte sich Burgfarrnbach nach der ersten Halbzeit überraschend, aufgrund der Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit jedoch verdient durch. Dennis Krüger / DJK Falke

Gegen starke Gäste vom TSV Markt Erlbach konnte der ASC Boxdorf einen glücklichen, aber aufgrund der Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte nicht unverdienten Dreier einfahren. Das Team von Spielertrainer Kamberger übernahm von Beginn an das Kommando und sorgte mit seinem agilen Offensivtrio Scheiderer, Perschke und Pfaffenberger für viel Druck. So hatten die Gäste gleich nach 3 Minuten die erste Möglichkeit durch Pfaffenberger, doch sein Versuch wurde gerade noch geblockt. Die Heimelf brauchte bis zur 10. Minute, ehe sie offensiv das erste Mal in Erscheinung trat. Ell vernaschte im Mittelfeld vier Gegenspieler, doch sein Versuch aus 18 Metern ging knapp links am Pfosten vorbei. Die Gäste hielten das Tempo hoch und kombinierten sich immer wieder zu guten Abschlussmöglichkeiten, doch die ASC-Defensive warf sich immer wieder dazwischen, so dass außer einer Reihe von Eckbällen kaum Zwingendes zustande kam. Die beste Chance hatte nach 20 Minuten wieder Pfaffenberger, der nach einem Fehler im Spielaufbau auf einmal halbrechts im Strafraum zum Abschluss kam, doch etwas überhastet am kurzen Eck vorbeischoss. Die Gäste hielten das Tempo weiter hoch, doch außer einer weiteren Reihe von Eckbällen kam nichts zustande. In der 41. Minute stellte der ASC dann den Spielverlauf quasi auf den Kopf. Der agile Ell tankte sich rechts an der Grundlinie nach innen durch und bediente mit einem Querpass den durchgelaufenen Eberhard, der am langen Pfosten nur noch einschieben brauchte. Die Gäste hatten aber die passende Antwort auf den plötzlichen Rückstand parat. Nach einem Fehler im Spielaufbau landete der Ball plötzlich beim völlig freistehenden Scheiderer, der aus acht Metern keine Probleme hatte den Ball links unten im Boxdorfer Gehäuse zu versenken.Der Beginn der zweiten Halbzeit gestaltete sich dann ausgeglichener und die Heimelf stand nicht mehr ganz so tief vor dem eigenen Strafraum, so dass Torraumszenen zunächst rar blieben. In der 65. Minute hatte dann Perschke die beste Chance, als er aus 16 Metern wuchtig abzog. Doch sein Versuch war zu zentral und stellte Holzer vor keine großen Probleme. In den letzten 20 Minuten wurde es dann turbulent. Zunächst gewann die Heimelf durch Riese und Ell rechts an der Mittellinie den Ball und konterte dann blitzschnell. Ell zog am rechten Flügel auf und davon und bediente den durchgestarteten Riese in der Mitte. Der ASC-Torjäger versenkte das Zuspiel im zweiten Versuch zur erneuten Führung (71.). Und diesmal legten die Boxdorfer nach. Eberhard startete im Mittelfeld einen Alleingang und überlief quasi die gesamte TSV-Defensive. Vor dem Tor bediente er den eingelaufenen Schwägerl mit einem Querpass, den dieser unter den Querbalken zum 3:1 setzte (75.). Doch die Gäste kamen in beeindruckender Weise zurück. In der 77. Minute versetzte Pfaffenberger zwei ASC-Verteidiger auf der rechten Seite und blieb frei vor Holzer eiskalt, so dass der TSV zurück im Spiel war. Und drei Minuten später kamen die Gäste dann auch zum nicht unverdienten Ausgleich. Nach einem Einwurf auf der linken Seite stand die ASC-Abwehr zu tief und griff den 25 Meter vor dem Tor freistehenden Kamberger nicht an. Der Markt Erlbacher Spielertrainer zeigte in dieser Szene seine Klasse und schlenzte den Ball sehenswert in den rechten Winkel. Die Gäste wollten in der Folge den Sieg und wurden dennoch in der 86. Minute für einen Abwehrfehler um den verdienten Lohn gebracht. Riese spielte aus dem rechten Halbfeld einen Flugball auf den links völlig freistehenden Schwägerl. Dieser setzte sich gegen seinen Gegenspieler durch und schloss aus halblinker Position ab. Sein Versuch wäre links am Tor vorbeigegangen, so dass ihn ein Verteidiger der Gäste im Fünfmeterraum passieren ließ. Jedoch übersah dieser den im Rücken herangestürmten Ell, der den Ball am langen Pfosten zum doch glücklichen Siegtreffer über die Linie drückte. Die Gäste verpassten trotz dreier Tore in der Fremde und starker Leistung Zählbares aus Boxdorf mitzunehmen, während die Heimelf mit dem zweiten Sieg in Folge weiter Selbstvertrauen tanken und damit einen weiteren Schritt zurück zum spielerischen Selbstverständnis aus der Vorbereitung machen konnte. Michael Schindler / ASC Boxdorf

Nach sieben sieglosen Spielen feierten die Faberstädter endlich den ersten Heimdreier. Mit einer ganz anderen Körpersprache als in den letzten Wochen traten die Gastgeber von Beginn an auf. Die Zuschauer bekamen ein kampfbetontes und gutes Kreisligaspiel zu sehen. Im ersten Durchgang verpassten es die Gastgeber mehrfach in Führung zu gehen, besonders Pässe von der Grundlinie in den Rückraum wurden zu kläglich vergeben. In der 28. Minute kam es zu einer strittigen Situation, als der durchgebrochene Elibol von dem herausgestürmten Keeper Weiner brutal von den Beinen geholt wurde. Hier gab es die Gelbe Karte und einen Freistoß am Strafraum. Kurz vor dem Wechsel erhöhte der SVP die Schlagzahl und wäre bei einem Konter beinahe in Führung gegangen, doch Döll scheiterte an der Lattenunterkante. Nach dem Wechsel kamen die Gäste stärker aus der Kabine und drängten die Steiner zunächst stark in ihre eigene Hälfte. In der 55. Minute parierte Schlussmann Lehnert stark gegen Klaußner und zwei Minuten später verhinderte er bei einer Eins-gegen-eins-Situation gegen Döll den Rückstand. Kurz darauf sammelten sich die Gastgeber und gestalteten die Partie wieder offen. In der 64. Minute setzte Sereda mit einem Pass in die Tiefe seinen Stürmer Erman Elibol in Szene. Aufgrund seiner Schnelligkeit konnte dieser nur per Foul im Sechzehner gestoppt werden. Den fälligen Strafstoß verwandelte Andreas Kolb sicher unter die Latte. In der Folgezeit spielten beide Teams mit offenem Visier. So scheiterte zweimal Klaußner nur knapp. Auf der anderen Seite gingen die Steiner bei Kontern zu kläglich mit ihren Chancen um. So scheiterten Schindler und Elibol alleine vor Weiner und verpassten die Vorentscheidung. Pech hatten die Steiner in der 89. Minute, als ein von Christian Hanf perfekt getretener Freistoß an den Innenpfosten klatschte und von dort aus wieder ins Spielfeld rollte. Letztendlich brachte der FCS den knappen Vorsprung ins Ziel und damit den ersten Heimsieg der Saison unter Dach und Fach. Roman Sereda / FC Stein

Der Post SV hat das Toreschießen noch nicht verlernt. Gegen den TB Johannis 88 trafen die Bierbrauer-Schützlinge gleich fünffach. Gefeierter Held war dabei Dominique Müller, dem ein Viererpack glückte. Den Anfang aber machte Burak Ölcer, der den Ball nach fünf Minuten im Netz unterbrachte; besser gesagt schoss er die Kugel durch das Netz, denn genau beim Einschlag befand sich ein Loch. Nach kurzer Beratung gab der Schiedsrichter den Treffer. Zwischen der 21.und 31. Minute schlug die Zeit von Dominique Müller, dem innerhalb dieser zehn Minuten ein lupenreiner Hattrick gelang. Der Turnerbund ließ sich trotz des klaren Rückstands nicht entmutigen und kam besser aus der Halbzeit. Die Bemühungen wurden durch den Treffer von Tom „Pete“ Rose belohnt (52.). Der Schlusspunkt gehörte dann aber wieder dem Mann des Tages. Müller behielt im Eins-gegen-eins mit TBJ-Keeper die Oberhand und stellte das Endergebnis her (73.).

Der SV Burggrafenhof empfing die DJK Eibach und erhoffte sich nach der letzten Niederlage wieder Punkte zu erspielen. Doch bereits nach fünf Minuten Spielzeit kassierte die Heimmannschaft den ersten Gegentreffer durch Wiesenmayer. Somit musste der SVB wieder kämpfen. Es war eine ausgeglichene Partie. Beide Mannschaften spielten stark und hatten auch jeweils ein paar Torchancen. Kurz vor dem Halbzeitpfiff konnte Patrick Raab doch noch den Ausgleichstreffer erzielen und die Jungs vom SVB atmeten wieder auf. In der zweiten Hälfte des Spiels zeigten die Gastgeber mehr Biss und haben Torwart Maik Homann teilweise zum Schwitzen gebracht, aber wieder sollte es wohl nicht sein, dass das Leder ins Netz geht. Kurz vor Schluss drehte die DJK nochmal richtig auf und Paul Bandi konnte den Siegestreffer erzielen. Als Fazit blieb: Stark gespielt und trotzdem wieder keine Punkte gesammelt. Friederike Weißer / SV Burggrafenhof

Vor ca. 140 Zuschauern entwickelte sich von Anfang an ein temporeiches, intensives Spiel. In der zweiten Minute zeichnete sich Heimtorwart Fabian Stampka zum ersten Mal aus. Den 35-Meter-Schuss hätten wohl die wenigsten Schlussmänner gehalten. Wacker hatte mehr Ballbesitz, die Gäste aber die besseren Chancen. Dennoch ging die Heimmannschaft in Führung. Nach einer Flanke köpfte Christopher Birchner nicht aufs Tor, sondern legte für den besser postierten Jan Schuhmann auf. Dieser schloss mit seinem Schuss in das obere Toreck ab (22.). Einen Hochkaräter gab es noch. Bei der passgenauen Hereingabe von Marco Gövert zielte Christopher Birchner über das Gehäuse (35.). Ereignisreich begann die zweite Hälfte. In der 54. Minute erhielt Marco Konrad die Gelb-Rote Karte. Kurz Zeit danach bescherte Dominic Trebes dem SV Wacker ein kleines Polster. Nachdem er das halbe Mittelfeld stehen gelassen hatte, schoss er den Ball aus 18 Metern ins gegnerische Tor. Dabei machte der Eyüp-Torwart Gökhan Cakmak keine glückliche Figur. Trotz zahlenmäßiger Unterlegenheit hatte Eyüp Sultan seine Chancen. Doch das Tor fiel auf der anderen Seite. Abermals Marco Gövert brachte seine Flanke an den Mann. Der Abnehmer Dominic Trebes umspielte noch den Torwart und schob den Ball ein (77.). Die nimmermüden Gäste hatten noch einige Tormöglichkeiten. Einen Weitschuss von Burak Babur konnte Fabian Stampka an die Latte lenken, einen Schuss aus spitzem Winkel von Mehmet Karanfil entschärfte er bravourös. Damit bleibt der SV Wacker dem Tabellenführer Gutenstetten auf den Fersen. Thomas Reidl / SV Wacker

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