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Gebersdorfer Lebenszeichen – Burgfarrnbach kommt "Stetten" näher

Kreisliga 2 20. Spieltag, Nachholspiele, Donnerstag

Spitzenreiter SV Gutenstetten/Steinachgrund kann weiterhin nicht gewinnen. Trotz ansprechender Leistung reichte es bei der DJK Falke nur zu einem 1:1. Den neuerlichen Ausrutscher nutzte der TSV Burgfarrnbach zu seinen Gunsten, der durch das 1:0 gegen Wacker auf sechs Zähler verkürzen konnte (bei einem Spiel weniger). In die Karten spielte den Bären auch der Post SV, der den Tabellendritten TSV Markt Erlbach mit einem satten 6:0 nach Hause schickte. Auch die SpVgg Nürnberg gewann im Keller. Wie im Hinspiel besiegte man den SV Eyüp Sultan, diesmal mit 3:0. Während der SV Burggrafenhof den FC Stein mit 4:2 besiegte, gewann der TSV Fischbach zum dritten Mal in Folge (1:0 gegen die DJK Eibach). Der SV Poppenreuth gewann das Stadtgrenzenderby beim SC Germania mit 4:2. Im Nordstadtderby schickte der ASC Boxdorf (ebenfalls mit dem dritten Sieg in Serie) den TB Johannis 88 auf den kurzen Heimweg.

Jonas Wellhöfers (l.) Tor zum 1:0 reichte am Ende nicht. Die DJK Falke um Fritz Meisner schlug noch zurück.

 / © Matthias Janousch

An einem Donnerstag um 18 Uhr war der SV Poppenreuth zu Gast zum Derby bei der Germania. Schon vor Beginn der Partie gab es eine kuriose Szene. Der Unparteiische lief nur mit den Gästen ein, weil die Heimmannschaft erst Punkt 18 Uhr aus der Kabine kam. Für eine Partie mit so viel Prestige nicht unbedingt üblich und erst recht nicht nötig. Kurz darauf ging die Partie dann auch los: Gleich in der zweiten Minute mit dem ersten Tor für die Gäste. Einen Distanzschuss von Mittelstädt hatte Keeper Bratek unterschätzt und der flog in die Maschen.

Danach passierte erstmal wenig. Beide Mannschaften versuchten zu ihrem Spiel zu finden. Nach einer Standardsituation für die Germanen pfiff der Schiedsrichter ein Tor aufgrund einer fragwürden Abseitssituation zurück. Nach einer Flanke von Tekin kam der von der Strafraumlinie gestartete Seinil zum Kopfball und netzte ein. Danach war es eine Partie auf Augenhöhe. Wieder kamen die Gäste durch einen Standard zum Tor und diesmal zählte der Treffer. Seinil köpfte den Ball in die Maschen. 18 Minuten waren da gespielt. Danach entwickelte sich eine gute Kreisligapartie. In der 37. Minute waren die Gäste wieder am Zug, eine schlecht verteidigte Ecke flog Mittelstädt vor die Füße und wieder netzte der Ex-Germane ein.

Danach taten sich die Germanen sichtlich schwer. In der 43. Minute pfiff der Unparteiische einen Elfmeter für Poppenreuth. Klaußner trat an und verwandelte sicher unten links. Nach der Pause dauerte es ein wenig, bis die Partie wieder Fahrt aufnahm. In der 64. Minute kam Kessler im Strafraum zu Fall und der Schiedsrichter entschied wieder auf Elfmeter. Kartalis trat verwandelte ebenfalls sicher. Die Hausherren rannten jetzt an und versuchten die Partie zu drehen. Ein bis zwei Chancen auf beiden Seiten gab es in der folgenden Spielzeit. In der 90. Minute wurde es dann richtig hitzig. Nach einem Foul von Mittelstädt an Kessler entstand eine Rudelbildung, der Schiedsrichter verlor die Situation aus den Augen und es regnete gelbe und gelb-rote Karten. Als erstes traf es Andy Lissner mit Gelb-Rot.

Anschließend zeigte er Kessler und Mittelstädt fragwürdige Ampelkarten. In der gleichen Situation gab es sage und schreibe 5 (!) Gelbe Karten für alle Spieler, die in der Nähe standen. Der nachfolgende Standard brachte für die Heimmannschaft nichts ein und den Konter durch Klaußner auf das leere Tor netzte er problemlos ein. Am Ende war es ein verdienter Sieg für die Gäste, während die Germanen die zweite Niederlage in Folge kassierten. Nach der Partie war zwischen beiden Mannschaften die Freundschaft wieder zurück und gemeinsam wurde noch das ein oder andere Bierchen getrunken. Martin Knispel / SC Germania

Man fühlte sich glatt an das Hinspiel erinnert. Schon damals gewann die SpVgg Nürnberg deutlich gegen enttäuschende Sultane. Die Gäste gingen bereits nach fünf Minuten in Führung. Massimo La-Rosa auf Vorarbeit von Martin Winkler musste den maßgenauen Rückpass von der Grundlinie nur noch einschieben. In der Folge war die Aslan-Elf am Drücker. Mehmet Ceylan traf die Latte, von der die Kugel zurück ins Feld sprang. Unglücklich für die Heimelf war die Entstehung des 0:2. Der Weitschuss wäre am Tor vorbeigeflogen, Eyüp-Keeper Kazim Bilir sah das nicht und ließ die Kugel abprallen. Kevin Mühlberg sagte brav danke und staubte zum 0:2 ab.

Die Sultane ließen in der Folge die Kreativität gegen tiefstehende Gäste vermissen. In der zweiten Hälfte das gleiche Bild: Eyüp erhöhte den Druck, fand aber kein Mittel gegen die sehr defensiv eingestellte Diem-Truppe. Drei gute Chancen wurden auf Seiten der Heimelf liegengelassen und was folgte, war ein Kick-and-Rush-Spiel bis zum Ende. Die Gebersdorfer Jungs hatten einige Kontergelegenheiten, die allesamt ungenutzt blieben. Kurz vor dem Ende machte dann Tobias Pirkwieser mit dem dritten Treffer alles klar und zeigte damit auf, dass man die SpVgg noch nicht abschreiben darf.

Die Revanche für die Hinspielniederlage ist dem TSV Burgfarrnbach gelungen. Wie schon gegen Poppenreuth genügte hierfür ein Tor. Die Partie war stark vom Wind beeinflusst. Mit Windunterstützung hatte die Neunsinger-Elf in der ersten Hälfte mehr vom Spiel und ging nach einer Viertelstunde nach einer schönen Kombination, an deren Ende Patrick Schindler stand, in Führung. Von den Gästen war im ersten Durchgang kaum etwas zu sehen. Das änderte sich allerdings nach dem Seitenwechsel. Vor allem in den ersten zehn Minuten drückte Wacker mit Vehemenz auf den Ausgleich und hatte drei Großchancen. Einmal musste gar Dominik Wellhöfer in höchster Not auf der Linie klären. Erst danach konnten sich die Bären wieder etwas befreien. In der Folge lieferten sich beide Teams ein Kampfspiel, die klaren Chancen blieben aber Mangelware. So konnte der TSV den Sieg ins Ziel retten. Letztlich wäre wohl ein Remis das gerechte Ergebnis gewesen.

Auch im Rückspiel ließ sich die DJK Falke vom Spitzenreiter nicht bezwingen. Stetten begann dominant, über die komplette erste Halbzeit waren sie die spielbestimmende Mannschaft. Nach zehn Minuten gab es die erste Großchance für die Gäste: nach einer Flanke nahm Lunz den Ball mit der Brust an und schoss aus sieben Metern auf das Gehäuse, doch Falke-Schlussmann Steger reagierte überragend und wehrte den Ball per Fuß zur Ecke ab. Bei dieser war es wieder Lunz, der allerdings per Kopf nur das Außennetz traf. Nach 17 Minuten hatten die Hausherren ihre erste Torchance, als Dorer nach einer Ecke den Ball per Hacke auf den kurzen Pfosten zielte, welcher jedoch abgewehrt werden konnte.

Nur zwei Minuten später hatten die Gäste ihre nächste Topchance auf das 0:1, doch der Schuss von Marco Jakl konnte von Bohner auf der Linie geklärt werden. In der 37. Minute konnte sich die DJK in Form von Dorer weiter ans Tor annähern, doch der direkte Freistoß ging knapp drüber. Nach dem Seitenwechsel verflachte das Spiel etwas. Die Falken standen sicherer und die Gäste konnten das hohe Tempe der ersten Hälfte nicht halten. Dennoch machte Stetten weiter Druck. In der 59. Minute war es dann soweit: Gallo leitete einen Konter ein und brachte Wellhöfer ins Spiel, der den Ball im Netz unterbrachte. Kurz darauf wechselten die Hausherren Neubauer für Dencs ein. Wenig später war es dann auch schon so weit: Bohner schickte Speidel in den Strafraum, dieser legte den Ball quer auf Neubauer, welcher den letzten Verteidiger aussteigen ließ und zum umjubelten Ausgleich einschob (70.).

Fünf Minuten später war es wieder Neubauer, der den Ball im Strafraum jonglierte und dann aufs kurze Eck abzog, doch Schlussmann Kraft konnte parieren. Die Schlussphase hatte es nochmal in sich. Stetten erhöhte den Druck und drängte auf die erneute Führung, konnte allerdings nicht mehr gefährlich werden. In der 91. Minute sorgte eine Rote Karte gegen Waskowski für Aufregung, welcher eine Beleidigung gegen den Assistenten vorausging. Die letzte Aktion gehörte Falke-Akteur Speidel, der mit dem Schlusspfiff im Duell mit Torwart Kraft den Kürzeren zog. Der Siegtreffer lag dem Stürmer auf dem Fuß, wäre aber gegen gute und heute unglückliche Gäste zu viel des Guten gewesen. Daniel Hager / DJK Falke

Der Post SV zeigte von vorne bis hinten eine starke Leistung gegen den Tabellendritten aus Markt Erlbach. Burak Ölcer traf in der ersten Halbzeit nur die Latte und auch Adrian Wolf war sein erster Treffer beim Debüt nicht vergönnt. Erst nach einer halben Stunde zeigte die Kamberger-Elf zumindest ansatzweise, warum sie zu den Top drei der Liga zählt. Mitten in diese Phase fiel der Treffer aber auf der Gegenseite. Nach einem Freistoß aus 30 Metern wurde der Ball von rechts halbhoch in die Gefahrenzone gebracht, wo Ölcer per Seitfallzieher erfolgreich war (40.).

Kurz vor dem Pausenpfiff zog Stefan Kühnlein aus 25 Metern ab und auch dieser Ball zappelte im Netz. Die Tore fielen nach dem Seitenwechsel fast zwangsläufig. In der 58. Minute war es wieder Kühnlein, der alleine vor dem Kasten von Stefan Kreß dem TSV-Keeper keine Chance ließ. Mit einer Kopie seines zweiten Treffers schnürte der Poster Goalgetter zwei Minuten später seinen Dreierpack. Ölcer machte in der 64. Minute den Deckel drauf, als er sich gegen zwei Gegenspieler durchtankte und vor dem Tor keine Nerven zeigte.

Für den Schlusspunkt einer überraschend einseitigen Partie sorgte Neuzugang Daniel Wölfel, der eine Hereingabe von der linken Seite mit der Fußspitze ins Tor bugsierte. Einziger Makel des deutlichen Poster Erfolgs war die frühe Verletzung von Dominique Müller, der ausgewechselt werden musste.

Mit einem letztlich verdienten 3:0-Derbysieg baut der ASC Boxdorf seine Erfolgsserie aus und entledigt sich gröbster Abstiegssorgen, die für den TB Johannis 88 weiter zunehmen. In einem von Beginn an umkämpften Nachbarschaftsduell waren spielerische Höhepunkte bei eisigem Wind rar gesät. Nach Ablage von Ell schoss Donko aus aussichtsreicher Position weit drüber (8.), während Gäste-Keeper Elbracht bei Rieses Freistoß-Knaller erstmals richtig gefordert wurde (15.). Schwägerl auf Boxdorfer Seite und Ried bei den 88ern holten sich verdientermaßen die ersten Gelben Karten für ihre Teams ab.

Insgesamt hatte der umsichtige Referee Opris die Partie aber gut im Griff. Schwägerl kam dann in Minute 21 dem Torerfolg nahe, als sein noch abgefälschter Schuss am Pfosten landete. Als acht Minuten später Pfeffer mit der "Hand Gottes" ein Tor erzwingen wollte, handelte er sich folgerichtig die nächste Verwarnung ein. Die beste Möglichkeit für die Gäste hatte Amschler auf dem Fuß, er scheiterte aus kurzer Distanz aber an der Parade von ASC-Keeper Müller (41.). Die Boxdorfer kamen dann deutlich wacher und bissiger aus der Kabine. Zunächst verpasste Pfeffer das eigentlich sichere Führungstor (50.), das ließ dann aber auch nur noch zwei Minuten auf sich warten: Riese zog über links an, legte unter Bedrängnis auf Ell ab, der auf Haupt weiterleitete, welcher das 1:0 perfekt machte.

Die Schnepfenreuther leisteten sich durch Gügel einen zu kurz geratenen Rückpass, bei dem Riese nur knapp das Tor verfehlte (54.). Doch auch hier folgte das Tor nur unwesentlich später: Nach Traumpass von Donko zog Ell aufs Tor und vollstreckte eiskalt zum 2:0 (55.). Der starke Ell verpasste kurz darauf die vorzeitige Entscheidung (59.), und so hätte Klier eigentlich den Anschluss herstellen müssen (63.), er vergab die größte Chance vor dem Tor aber kläglich. Boxdorf spielte die Führung relativ mühelos nach Hause und legte in der Schlussminute noch einen drauf. Wieder kam die Vorlage von Ell, die der eingewechselte Tykvart überlegt mit dem 3:0 verwertete. Marco Galuska / fussballn.de

Ein schönes, ruhiges Spiel zeigen beide Seiten, wobei der SV Burggrafenhof mehr Ballbesitz hatte. Die ganze erste Halbzeit spielte sich alles hauptsächlich im Mittelfeld bis kurz vor dem Strafraum der Gäste ab. Eine Ecke von Patrick Raab prallte zunächst ab. Er setzte nach und verhalf dadurch Florian Weißer den Ball an FCS-Keeper Lehnert vorbei ins Netz zum 1:0 zu schießen. In der 23. Minute scheiterte Stein's Kapitän Christian Hanf bei einem Freistoß an der Mauer. Schon drei Minuten später legte Raab für Christian Schottenhamml vor, der zum 2:0 einnetzte. Fünf Minuten vor der Halbzeitpause bekam nochmals Stein durch Hanf‘s Freistoß die Gelegenheit zum Anschlusstreffer.

Dieser ging aber - zum Glück für Huuf - knapp übers Tor. Erneut Weißer mit dem 3:0 sorgte für einen beruhigenden Halbzeitstand. Die zweite Halbzeit begann und schon zwei Minuten nach Wiederanpfiff konnte Erman Elibol auf 3:1 verkürzen. Stein war nun agiler und somit waren viele Ecken, Freistöße und auch die ein oder andere gelbe Karte auf beiden Seiten zu sehen. Erst in der 81. Minute gelangte der Ball wieder ins Netz. Die Aufholjagd der Eckert-Truppe ging weiter. Christian Hanf gelang es ein Freistoßtor zu erzielen und verkürzte auf 3:2. Doch der Gastgeber wollte das nicht auf sich sitzen lassen und setzte in der 90. Minute einen drauf. Patrick Raab machte mit dem 4:2 alles klar. Friederike Weißer / SV Burggrafenhof

Fischbach gelingt mit dem ersten Heimsieg in der laufenden Saison, mit dem dritten Sieg 2018 und dem vierten Sieg in der Rückrunde der nächste kleine Schritt aus der Abstiegszone. Bereits in der dritten Minute gingen die Karpfen nach einer schönen Kombination über Zeh und Reif durch Lahr mit 1:0 in Führung. Der Goalgetter musste den Querpass von Reif lediglich aus kurzer Entfernung vollenden. Dies sollte der einzige nennenswerte Angriff der Hausherren im gesamten Spiel sein. Denn ein frühes Tor tut nicht immer dem Spiel gut.

Fischbach stellte in der Folgezeit das Fußballspielen mehr oder weniger ein und überließ den Gästen aus Eibach das Spiel. Die Gäste hatten auch in der restlichen Spielzeit mehr vom Spiel, doch eine schlechte Chancenverwertung ließ keinen Punktgewinn zu. Mehrmals lag der Ausgleich in der Luft, die größte Gelegenheit vergab die DJK in der 72. Minute, als der Ball nach einer Hereingabe aus kurzer Entfernung über das Tor geschossen wurde. So blieb es beim glanzlosen Heimsieg von Fischbach. Rudi Bergmüller / TSV Fischbach

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