Das Amateurfußballportal für Mittelfranken
Partner im
Amateurfußballnetzwerk
Partner im Amateurfußballnetzwerk

Neun Hufer ermauern einen Zähler - Germania mit Arbeitssieg

Kreisliga 2 Nachholspiele, Donnerstag

Zwei grundverschiedene Nachholspiele gab es am Donnerstag in der Kreisliga 2. Während in der Partie zwischen dem SC Germania und der SpVgg Nürnberg bis auf Kesslers Siegtreffer für die Dinc-Elf kaum etwas passierte, war das Duell zwischen dem Post SV und dem SV Burggrafenhof deutlich ereignisreicher. Arzberger brachte die Bierbrauer-Truppe nach einem Freistoß in Führung, die Raab ausgleichen konnte. Nach dem Seitenwechsel brachte Pirdal die Poster erneut in Führung, ehe Michael Judt wieder ausgleichen konnte. Der gleiche Spieler sah nach 67 Minuten wegen Schiedsrichterbeleidigung die Rote Karte, nachdem in der Szene zuvor Juri Judt wegen wiederholten Foulspiels mit Gelb-Rot des Feldes verwiesen worden. Kühnlein auf Poster Seite sah ebenfalls die Ampelkarte. Da war er allerdings schon ausgewechselt. Am Ergebnis änderten die Feldverweise indes nichts mehr.

Am Ende biss sich der Post SV um Tom Faltermeier (in gelb) die Zähne am Abwehrriegel des SV Burggrafenhof und im Besonderen an Keeper Dominik Müller aus.

 / © Matthias Janousch

In einer ereignisreichen Partie trennten sich der Post SV und der SV Burggrafenhof am Ende mit einem 2:2-Remis. Ölcer hatte für die Poster die ersten beiden Torannäherungen auf dem Schlappen (5., 8.). Auf der anderen Seite war es Raab, der Post-Keeper Tischhöfer vor die erste Bewährungsprobe stellte, der zweite Versuch über den emsigen Michael Judt verpuffte (12.). Zwei Minuten später scheiterte Ölcer am aufmerksamen SVB-Schlussmann Müller. Machtlos war der Keeper nach einem Freistoß von Almosdörfer, den Arzberger über die Linie bugsierte (17.). Die Antwort der Judt-Elf ließ nicht lange auf sich warten. Raab schlug einen Freistoß aus dem Halbfeld in Richtung Tor. Der Ball wurde länger und länger und fand seinen Weg ohne weitere Berührung ins Poster Gehäuse (23.).

Weiter ging es nach einer guten halben Stunde mit dem erneuten Duell Ölcer/Müller, das der SVB-Keeper für sich entscheiden konnte. All sein Können musste Müller aufbieten, als ihn wiederum Ölcer mit einem sehenswerten Schuss ins Eck überlisten wollte. Müller streckte sich und konnte den Ball tatsächlich noch entschärfen. Aber auch sein Gegenüber durfte sich beweisen. Nachdem zuvor Singer von der rechten Seite knapp links am Tor vorbeigeschossen hatte, zielte Raab besser. Seinem Gewaltschuss setzte Tischhöfer eine Klassetat entgegen (43., 45.). In der ersten Szene des zweiten Durchgangs verlor der SVB den Ball in der Vorwärtsbewegung. Pirdal wurde sträflich freigelassen und nutzte die sich ihm bietende Chance zur erneuten Poster Führung (48.). Ölcer hätte die Führung ausbauen können, er entschied sich für den Lupfer, der in Müllers Armen seine neue Heimat fand (53.). Michael Judt nutzte vier Zeigerumdrehungen später die nächste Gelegenheit zum erneuten Ausgleich. Auf der anderen Seite war es Kühnlein, der alleine vor Müller diesen nicht zu überwinden wusste (59.).

Damit war das Schusspulver auf beiden Seiten bereits aufgebraucht, denn echte Torchancen sollten sich nicht mehr ergeben. Dies war auch der doppelten Unterzahl der Burggrafenhofer geschuldet, die ab der 67. Minute mit Mann und Maus verteidigten. Denn zunächst sah Spielertrainer Juri Judt wegen wiederholten Foulspiels die Ampelkarte vom etwas kleinlich, aber vorhersehbar pfeifenden Schiedsrichter Sebastian Diesel. Mit der Entscheidung zeigte sich Judts Bruder Michael nicht einverstanden und ließ sich zu einer Beleidigung des Referees hinreißen, was ihm glatt Rot einbrachte. Zehn Minuten vor dem Ende sah auf der anderen Seite Kühnlein wegen Reklamierens die Ampelkarte. An der zahlenmäßigen Überlegenheit der Heimelf änderte das allerdings nichts, da der Sturmführer bereits ausgewechselt war. Burggrafenhof rührte in der Folge Beton an und brachte mit dieser Taktik den Zähler über die Zeit, auch weil den Postern die zündende Idee nicht einfallen wollte.

In einer ereignisarmen Partie setzte sich der SC Germania knapp mit 1:0 gegen die SpVgg Nürnberg durch und feierte dank des Treffers von Kuno Kessler einen wichtigen Arbeitssieg. Das Niveau über die gesamte Spielzeit hatte deutlich Luft nach oben. Kessler hatte nach sieben Minuten die erste Gelegenheit für die Dinc-Truppe, scheiterte aber an SpVgg-Keeper Manfred Fetcu. Besser machte er es wenig später, als er einen langen Ball abfasste und alleine auf den SpVgg-Schlussmann zulaufen konnte. Im Eins-gegen-eins ließ er ihm keine Abwehrmöglichkeit und schloss links unten ab. Das war es dann auch schon fast mit den Offensivbemühungen beider Mannschaften. 20 Minuten vor dem Ende flankte Zarkov noch auf Kartalis, der den Ball per Hacke verwerten wollte, es blieb beim Versuch. So stand am Ende ein 1:0-Arbeitssieg, der den Vorsprung der Germanen auf die Abstiegsränge auf acht Punkte anwachsen ließ.

Mehr zum Thema