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Obermichelbach schwimmt auf der Erfolgswelle

A-Klasse 9

Der SC Obermichelbach bleibt weiterhin ohne Punktverlust. Auch aus dem Spitzenspiel gegen den bislang ärgsten Verfolger DJK Concordia Fürth gingen die Michelbacher siegreich hervor. 1:0 hieß es am Ende einer torarmen, aber intensiven und umkämpften Begegnung. Die DJK musste damit ihre erste Saisonniederlage hinnehmen, während für den SCO unter dem neuen Trainergespann weiterhin alle Zeichen auf Aufstieg stehen.

Andreas Tully (re.) und seine Obermichelbacher hielten mit der DJK Fürth den schärfsten Verfolger in Schach.

 / © Frank Kreuzer

Für den SC Obermichelbach ging es in den vergangenen drei Jahren stetig bergauf. Seit heuer gibt es sogar eine zweite Mannschaft. Der Kader besteht aus knapp 40 Spielern. Der Zuwachs begann zunächst ganz simpel: Unter anderem brachten viele Neuzugänge weitere Freunde mit, schon in der vergangenen Saison konnte man auf einen 23 Mann starken Kader zurückgreifen. Aktuell sind zusätzlich noch fünf Spieler aus der eigenen Jugend in den Herrenbereich aufgerückt. Drei davon spielen auf Anhieb in der ersten Mannschaft, die anderen beiden sind in der Zweiten aktiv.

Damit hat die Jugend-Spielgemeinschaft JFG Nördlicher Landkreis Fürth, bestehend aus den Vereinen aus Puschendorf, Veitsbronn, Tuchenbach und eben Obermichelbach, erstmals ihren Wert für den SCO verdeutlicht. Ganz zufällig ist es allerdings nicht, dass gerade heuer so viele Akteure den Sprung schaffen. Mit Max Zimmermann hat ein Spieler der ersten Mannschaft diesen Jahrgang seit der D-Jugend trainiert und somit langsam aber sicher an den Herrenbereich herangeführt. Jetzt hat er die Möglichkeit, mit einigen seiner ehemaligen Schützlinge zusammen zu kicken.

Das Spiel am Sonntag war zwar kein fußballerischer Leckerbissen, aber zu jeder Zeit umkämpft. Sowohl der SC Obermichelbach als auch die DJK Concordia Fürth wirkten anfangs nervös. Niemand wollte einen Fehler machen und damit den Kampf um die Tabellenspitze der A-Klasse 9 gefährden. So ging die erste Halbzeit ohne große Torszenen zu Ende. Im Gegensatz zur Concordia hatte der SCO nach der Pause einige Chancen. Und in der 87. Minute gelang der goldene Treffer: Der eingewechselte Max Friedrich zeigte seine Joker-Qualitäten, als er den Ball im zweiten Versuch über die Linie drückte.

Damit hat Obermichelbach als Spitzenreiter aktuell zwei Punkte Vorsprung auf die DJK Fürth, allerdings steht eine Partie weniger zu Buche. Der Lauf mit sieben Siegen in Folge kommt nicht von ungefähr. Bereits die vergangene Saison verlief recht erfolgreich für den SCO. Erst in der Relegation musste man die Aufstiegsträume begraben.

Trainerposition neu besetzt

Heuer wurde unter anderem die Trainerposition neu besetzt: Mit Tibor Antal und Andreas Gassmann hat ein junges Duo das Amt übernommen, das den Verein bestens kennt. Tibor Antal war bereits 2004 schon einmal Trainer in Obermichelbach. Andreas Gassmann hat bis vor wenigen Jahren hier noch selbst gekickt. 15 neue Spieler stehen einem Abgang gegenüber. Laut Vorstand Harald Eichhammer werden alle Neuzugänge „hervorragend aufgenommen und integriert“.

Dabei hilft sicher auch die Einführung der zweiten Mannschaft, für die Klaus Wurzbacher die Verantwortung trägt. Das zweite Team ermöglicht es, dass auch in einem so großen Kader fast jeder Spielpraxis bekommt. Die Trainingseinheiten sind deutlich intensiver geworden und vor allem auch besser besucht. Klar ist: Wer nicht ins Training kommt, spielt am Wochenende auch nicht. Dieser Grundsatz klingt zwar absolut logisch, ist für viele unterklassige Mannschaften aber nur schwer umsetzbar.

Ein konkretes Saisonziel für die neue zweite Mannschaft gibt es nicht. Der Vorstand will sie „erst mal etablieren und als Unterbau für die erste Mannschaft nutzen“. Gleiches gilt für die bislang ausschließlich siegreiche Erste. „Der Aufstieg wird von der Vereinsführung aus nicht vorgegeben, aber wenn’s gelingt, nehmen wir es mit. Wir wollen auf der Erfolgswelle reiten, so lange es geht.“ Verbessert haben sich auch die Rahmenbedingungen: Der B-Platz wurde saniert, das Flutlicht erneuert, und neben dem A-Platz gibt es jetzt kleine Kabinen mit Sitzplätzen. Außerdem soll mittelfristig eine Beregnungsanlage in den A-Platz eingebaut werden. Der nötige Brunnen existiert schon.

Alles in allem herrscht in Obermichelbach eine positive Grundstimmung. Trotzdem dürften die Spieler jetzt nicht nachlassen, so Harald Eichhammer. „Keiner kann es sich erlauben im nächsten Spiel gegen den SV Weiherhof auch nur fünf Prozent weniger zu geben.“ Die Weiherhofer sind zwar aktuell Tabellenletzter, aber jeder Obermichelbacher Fußballer weiß: Wer nicht alles gibt, wird durch jemand anderen ersetzt. Das ist der Luxus, den ein so großer Kader möglich macht.

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