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Veitsbronns Zweite sortiert sich neu

Kreisklasse 3

Für die zweite Mannschaft des ASV Veitsbronn-Siegelsdorf läuft es in dieser Saison in der Kreisklasse 3 noch nicht so richtig rund. Die Mannschaft muss viele Zu- und Abgänge und den Abstieg der Ersten aus der Landesliga verkraften. Das Team um Spielertrainer Christoph Nieszery sucht nach Stabilität und arbeitet daran, junge Spieler zu formen.

Die Reserve des ASV Veitsbronn (grün) unterlag dem Spitzenteam aus Emskirchen mit 1:4.

 / © Sportfoto Zink / J.Rauh

Nach knapp der Hälfte der Spieltage steht der ASV Veitsbronn-Siegelsdorf II auf einem der Abstiegsplätze der Kreisklasse 3. Die Gründe dafür sind vielfältig. Allen voran sieht Spielertrainer Christoph Nieszery die mangelnde Reife als Problem dieser Saison. Viele erfahrene Spieler haben die Mannschaft verlassen. Einige versuchen ihr Glück an neuer Wirkungsstätte, andere haben den Kader der ersten Mannschaft verstärkt, die nach dem Abstieg aus der Landesliga um den direkten Wiederaufstieg kämpft. „Mir fehlen die gestandenen Spieler, die die vielen knappen Spiele, die wir haben, für uns entscheiden“, bilanziert der Trainer. Wirklich beschweren will er sich aber nicht, es sei schlicht eine Feststellung, die er nach der verdienten 1:4-Niederlage gegen den TSV Emskirchen treffen müsse.

Sein Team war lange gleichwertig, musste sich dann jedoch der individuellen Klasse und Erfahrung der Emskirchener Leitwölfe geschlagen geben. Eine Niederlage, die den ASV schmerzt. Nicht etwa, weil sie gegen einen Aufstiegsaspiranten verloren haben, sondern weil sie es in den Wochen zuvor versäumt haben, gegen die direkten Konkurrenten im Tabellenkeller zu punkten. Gegen Tabellennachbar DTV Diespeck verlor die Mannschaft in der Vorwoche mit 0:1. Am vergangenen Samstag verlief die erste Halbzeit gegen den TSV Emskirchen sehr ausgeglichen, die Veitsbronner Gastgeber gingen sogar in Führung. Nach 16 Minuten holte Stürmer Sven Illauer einen Elfmeter heraus. Sein Gegenspieler lief ihm von hinten in die Beine. Patrick Becher verwandelte souverän.

In der 29. Minute schlug dann erstmals der TSV zu. Antonello Sorce verwertete ein schönes Zuspiel von Paul Manciu zum Ausgleich. Nach der Pause übernahmen die Gäste immer mehr die Kontrolle. Nur acht Minuten nach dem Seitenwechsel trAfDer zuvor eingewechselte Marco Napolitano zur Führung. Einige Minuten später konnte Emskirchen diese weiter ausbauen, als Tobias Wagler einen langen Ball erlief und locker über den Veitsbronner Keeper hob. Den Schlusspunkt setzte Spielmacher Paul Manciu. Der ASV warf am Ende alles nach vorne. So boten sich Lücken, die die Gäste für sich nutzten. Am Ende war das 1:4 ein gerechtes Ergebnis. Mit bislang neun Punkten aus zwölf Spielen wird es für den ASV Veitsbronn- Siegelsdorf II aber langsam höchste Zeit, Zählbares aus den Spielen mitzunehmen. „Wir müssen endlich den Arsch hochkriegen.“ Die Mannschaft scheint allerdings gehemmt. „Seit dem Laubendorf-Spiel ist bei uns der Wurm drin.“ Trainer Christoph Nieszery beklagt das mangelnde Selbstvertrauen und spricht davon, dass seine Spieler immer häufiger die Köpfe hängen lassen. „In den entscheidenden Situationen drehen sie ab, anstatt reinzugehen.“ Eben in solchen Situationen vermisst der Coach gestandene Mitspieler.

Einige von ihnen stehen derzeit im Kader der ersten Mannschaft. Auch die formiert sich nach dem Abstieg neu, kommt damit augenscheinlich aber besser klar. Andersherum sei die Motivation der Spieler, die aus der ersten Mannschaft in der zweiten aushelfen sollen, mangelhaft. Der Ansatz des Spielertrainers ist ganz klar. Er will vorangehen und zuerst selbst Leistung bringen, um dadurch sein Team mitziehen und führen zu können. Was die Aufstellung und das System angeht, ist er sehr flexibel und probiert in dieser schwierigen Phase viele Möglichkeiten aus. Nicht mithelfen kann dabei der am Sprunggelenk verletzte Julian Bieber – ein Ausfall, der den Veitsbronnern weh tut. Dennoch gibt sich Nieszery kämpferisch. „Wir waren nie chancenlos. Ich halte viel von meiner Mannschaft und bin davon überzeugt, dass wir es aus eigener Kraft schaffen, die Liga zu halten.“ Die Voraussetzungen am Hamesbuck und auch der Zusammenhalt innerhalb des Teams seien fantastisch. In den beiden letzten Spielen vor der Winterpause wird der ASV Veitsbronn- Siegelsdorf II noch einmal alles geben. In Petersaurach will man unbedingt punkten, danach fährt man zum ersten Rückrundenspiel nach Großhabersdorf. Für Nieszery ist klar: „Jetzt gibt es keine Ausreden mehr. Wir müssen gewinnen.“

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