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Türkspor auch bei der Hallenkreismeisterschaft nicht zu stoppen

HKM Nürnberg/Frankenhöhe

Durch einen 5:0-Sieg im Finale holte sich Türkspor den Titel bei der Hallenkreismeisterschaft - wieder hieß der Gegner im letzten Spiel FC Bosna. Als Dritter qualifizierte sich Marktbergel für die Bezirksmeisterschaft, die am 19.01 in Erlangen stattfindet. Für die acht besten Teams im Kreis gab auch wieder einiges für die Mannschaftskasse: So durften sich Türkspor über 650, Bosna über 500, Marktbergel über 300 und die Post über 250 Euro freuen; die anderen Klubs erhielten noch je 100 Euro.

Die Bilder gleichen sich: Türkspor gewinnt nach dem Burgpokal auch die Hallenkreismeisterschaft. 

 / © Zink / ThHa

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Gruppe A

Es war eine enge Gruppe, die sich erst im letzten Spiel endgültig sortierte. Bis zu diesem Gruppenfinale stand nämlich lediglich fest, dass sich der TSV Marktbergel ein Halbfinalticket gesichert hatte - als einziger Vertreter aus der Frankenhöhe. Der TSV, in der Kreisklasse beheimatet, zeigte gleich zu Beginn, dass er hier nicht als Kanonenfutter angereist war und gewann mit 4:2 gegen den FC Bosna: Zwei mal ging Marktbergel nach einer Ecke in Front, zweimal glich der B-Klassist aus. Am Ende konterte sich der TSV aber zu drei Zählern. So vielversprechend der Auftakt war, so ernüchternd ging es für Bergel weiter: Das 1:5 gegen Buch war aber kein K.O.-Schlag, denn im dritten und entscheidendem Spiel zeigte sich der TSV gut erholt und gewann verdient gegen Vorjahressieger und Bezirksligist SG Herrieden, der an diesem Tag mit einer im Vergleich zum Vorjahr veränderten Mannschaft an den Start ging (unter anderem fehlte Goalgetter Vogelhuber) und weit von einer Titelverteidigung entfernt war. Marktbergel traf erst nach direkter Kombination, anschließend nach einem Freistoß - und hätte die Partie am Ende noch deutlich höher gewinnen können als 3:1. Am Ende reichten diese sechs Punkte gar zum Gruppensieg, weil sich dahinter der FC Bosna einreihte. Bei B-Klassist Bosna blieben nach der Auftaktniederlage die Köpfe oben, es folgte ein 4:0 gegen Herrieden - und damit das Gruppenfinale gegen den TSV Buch. Die Bucher, die erneut hauptsächlich mit Akteuren ihrer zweiten Mannschaft kamen, leisteten sich zum Auftakt ein Remis gegen Herrieden und hätten nach dem überzeugenden, weil mit Ruhe und Kaltschnäuzigkeit herausgespielten 5:1 gegen Marktbergel mit einem Unentschieden das Halbfinale gebucht, doch Bosna hatte etwas dagegen. Ein Eigentor nach einer Ecke sorgte in einem engen Match für die Führung, kurz darauf fiel sogar das 2:0 durch Basic. Doch schon vier Minuten vor Ende hatte der FC Bosna seine vier Mannschaftsfouls voll. Buch verkürzte durch Piwernetz auf 1:2, verschoss dann aber noch einen Zehnmeter, Kalender machte mit dem 3:1 den Deckel drauf. Somit sicherte sich Bosna am Ende Rang zwei - die mit 170 zahlenden Gästen insgesamt schwach besuchte Halle lebte auf.

Gruppe B

Die Parallelgruppe war schon vor dem letzten Spiel entschieden. Im Gruppenfinale setzte sich Kreisligist Post SV überraschend mit 1:0 gegen Türkspor durch. Türkspor hätte ein Remis aufgrund der besseren Tordifferenz gereicht, hatte auch mehr Ballbesitz, ohne dabei aber für viel Gefahr zu sorgen. Eine schöne Kombination, veredelt von Wiesinger, reichten dem Kreisligisten zum 1:0 und somit zum Gruppensieg. Zuvor hatte sich Post mit jeweils einem Dreier in einem mäßigen Spiel gegen Dombühl (1:0) und einer packenden Partie gegen Heilsbronn in Stellung gebracht. In letzterer lag die Post bereits mit 1:3 zurück, bevor der auffällige Pirdal zweimal mit Gewalt traf und die Partie in den Schlusssekunden in einen 4:3-Sieg drehte. Für den Kreisklassisten FC Heilsbronn, der in den ersten beiden Partien einen guten, weil defensiv disziplinierten und offensiv gewitzten Eindruck machte, war das Turnier damit gelaufen. Zuvor hatte der FCH nur knapp gegen den Bezirksligisten Türkspor verloren, der sich nach dem 1:0-Auftakt beim 3:0 gegen Dombühl steigerte und auf Rang zwei ins Ziel ging. Der FC Dombühl spielte, anders als unter freiem Himmel in seiner Kreisliga, trotz ordentlichem Line-Up nur eine Nebenrolle, gewann letztlich das nur mehr nebensächliche Duell gegen Heilsbronn und ging als Dritter ins Ziel. 

Halbfinale

Das erste Halbfinale war unterm Strich eine klare Sache. Die Emotionen kochten auf der Tribüne kurz hoch, als es nach einem harten aber eher unglücklichen Foul von Arnold an Jasarevic Rot für den Marktbergel-Keeper gab. Die Partie war sportlich da noch offen, Marktbergel hielt gut mit und hatte nach Kontern sogar die besseren Möglichkeiten. Türkspor kontrollierte zwar den Ball, kam aber nicht durch die Gegnerreihen. Ein abgefälschter Freistoß von Janin sorgte dann doch für die Türkspor-Führung. Wenig später das Foul und der Platzverweis, Karaaslan verwandelte den anschließenden Sechsmeter gewohnt souverän zum 2:0. Damit war die Sache fast durch, Bilici macht dann endgültig den Deckel drauf und beruhigte die Gemüter wieder. 

Im zweiten Halbfinale machte der FC Bosna dann die Wiederauflage des Burgpokal-Finales perfekt. Bosnas Kalender ließ durch sein 1:0 schon früh Stimmung aufkommen, doch Posts Pirdal glich nach schöner Einzelaktion aus. Anschließend beschäftigten sich beide Kontrahenten gegenseitig, große Gefahr aber erzeugte keiner mehr. Drei Sekunden vor Ende gabs zwar nochmal Freistoß für Post, der aber blieb in der Mauer hängen. Im Sechsmeterschießen hatte Bosna das bessere Ende für sich, weil der junge Wiesinger gleich zu Beginn für den letztlich entscheidenden Fehlversuch sorgte.

Spiel um Platz drei

Marktbergel hielt dann im Spiel um Platz drei, dem wegen dem Finaleinzug von Bezirkstitelträger Türkspor nochmals Bedeutung zukam, die Fahne der Frankenhöhe hoch. Marktbergels Mollwitz sorgte mit einem Lattentreffer erstmals für richtige Gefahr, auch aus zehn Metern (Post hatte sein Foulkontingent schnell erfüllt) traf der TSV später zweimal nicht ins Netz. Jedesmal war Post-Keeper Tischhöfer zur Stelle. Post selbst hatte zwar leichtes optisches Übergewicht, konnte aber nur wenige Torannäherungen vorweisen. Insgesamt wirkte der Kreisligist an diesem Tag etwas zu verspielt. Acht Sekunden vor Ende gab's dann den dritten Zehnmeter für Bergel: Diesmal machte ihn Strobel rein. Knapp aber verdient setzte sich unterm Strich der TSV Marktbergel durch und sicherte sich somit auch das letzten Ticket für die Bezirksmeisterschaft.

Finale

Eine Woche zuvor hatte der Bezirksligist die Nase im Burgpokal vorne, und auch diesmal war Türkspor für Bosna eine Nummer zu groß. Kalender hatte zwar gleich zu Beginn die Dreifachchance für Bosna, dann aber stach der im Finale überzeugende Favorit: Güler war nach einer sehenswerten Kombination mit dem 1:0 zur Stelle. In Folge hatten beide Teams gute Chancen, Türkspor unter anderem einen Lattenkopfball von Jasarevic. Wenig später machte es der quirlige Jasarevic bei seinem Zuspiel auf Caglar genauer - 2:0. Das 3:0 besorgte Karaaslan per direktem Freistoß, dann hatte erneut Caglar einen Sahneauftritt, als er beim 4:0 nach einem Solo die komplette Hintermannschaft stehenließ. Ein Eigentor sorgte für das 5:0. Unterm Strich war es der verdiente wie erwartete HKM-Erfolg von Türkspor. Bei der Bezirksmeisterschaft ist aber auch Bosna vertreten.

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