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Fischbach siegt mit Häberlein-Show – Hagenbüchach und Raitersaich drehen Rückstand

Kreisliga 2 19. Spieltag

Während Spitzenreiter Turnerschaft nicht eingreifen konnte (die Partie in Poppenreuth wurde abgesagt), nutzten die Verfolger ihre Chancen. Der SV Hagenbüchach kam gegen den SC Germania im torreichsten Spiel des Tages nach zwischenzeitlichem Rückstand zu einem 5:3-Erfolg. Mann des Tages war Bilel Marrouki mit einem lupenreinen Hattrick. Ebenfalls gedreht hat der SV Raitersaich die Partie gegen den FC Stein – Endstand 2:1. Deutliche Auswärtserfolge feierten der SV Burggrafenhof (5:0 in Roßtal) und Schlusslicht TSV Fischbach (4:1 in Eibach). Dabei gelang Nino Häberlein ein lupenreiner Hattrick. Ebenfalls auswärts gewann der KSD Hajduk beim Debüt von Trainer Ivica Batinic. Bei der SGV 83 reichte Mihael Papas Treffer zum 1:0-Erfolg. Außerdem zitterte sich der Post SV beim 1:1 gegen Wacker, wo das Trainerduo Uebel/Fuchs auf die Bank zurückkehrte, zu einem Punktgewinn. Bereits am Samstag entfiel das Derby zwischen der DJK Falke und der SpVgg Mögeldorf 2000 wegen Unbespielbarkeit des Platzes.

Nino Häberlein (l.) war nach seinem lupenreinen Hattrick der gefeierte Mann im Trikot des TSV Fischbach. 

 / © Matthias Janousch

Bei schwierigen Platzverhältnissen und zum Teil widrigen Bedingungen mühte sich der SV Hagenbüchach zu einem 5:3-Sieg über Germania. Die Hausherren begannen druckvoll und gingen nach Wörner-Vorlage durch Gebuhr in Führung. Toksöz konnte per Foulelfmeter ausgleichen. Alhassan drehte die Partie nach Timofte-Assist gar. In der zweiten Hälfte glich Gebuhr mit einem sehenswerten Fallrückzieher aus. Vorausgegangen war ein weiterer Fallrückzieher von Marrouki. Kouresh brachte die Dinc-Elf erneut in Führung. Nach einem Pfostentreffer von Angulo kam die Marrouki-Zeit. Ab der 80. Minute schnürte er einen lupenreinen Hattrick, ein Tor schöner als das andere. Höhepunkt war das 4:3 per Fallrückzieher. Aber auch die Treffer zum 3:3 und 5:3 waren Belege seiner ausgefeilten Technik. Letztlich war es ein Sieg des Willens für den SVH gegen engagierte und aufopferungsvoll kämpfende Gäste. Günter Pfau/matt

Mit einem satten 5:0 in Roßtal trat der SV Burggrafenhof die Heimfahrt an. Ohne Patrick „Bazi“ Raab, dafür aber wieder mit Torjäger Christian Schottenhamml nach langwieriger Ellenbogenverletzung nahm die Judt-Elf die Punkte mit. Christopher Müller brachte die Gäste bereits in der ersten Minute mit einem Schuss aus 17 Metern in Front. Nach 35 Minuten wurde Martin Stiegler im Strafraum gezogen und Marco Singer traf vom Punkt. Der Torreigen ging nach einer Stunde weiter, als Schottenhamml nach schönem Pass von Gottwald vor Albert die Nerven bewahrte und diesen in Messi-Manier überlupfte. In der 81. Minute trat Singer einen Freistoß direkt ins Netz. Für den Schlusspunkt sorgte Burggrafenhofs Spielertrainer Judt dann höchstpersönlich. Nach Vorlage von Schottenhamml wies er seine „Torjägerqualitäten“ nach und netzte zum Endergebnis von 5:0 aus Sicht des SVB ein (86.).

Hajduk machte zu Beginn mächtig Dampf gegen viel zu passive Hausherren. Besonders Muric und Jelec bereiteten den Gastgebern allerhand Mühe, zunächst jedoch noch ohne zählbaren Erfolg. Nach knapp 20 Minuten dann die verdiente Führung, als sich Jelec im Strafraum behaupten konnte und auf Papa ablegte, der flach einnetzte. Die SGV kam offensiv so gut wie gar nicht zum Zug und musste bis zur Halbzeit froh sein, nicht noch höher in Rückstand zu geraten. Anders verlief der zweite Durchgang: Hajduk verwaltete das Ergebnis, die Hausherren kämpften sich in die Partie. Die größte Chance zum Ausgleich ließ Babur liegen, als er nach feinem Spielzug über Alonso und Mandl an zwei Abwehrspielern scheiterte. Zwar kam es bei Standards noch zu einigen Halbchancen, den klaren Abschluss zeigte aber keiner auf Seiten der SGV. Somit blieb es beim nicht unverdienten Auswärtserfolg für Hajduk.

Das Schlusslicht aus Fischbach lebt noch. Mit einem 4:1-Sieg in Eibach setzte die Lechner/Möller-Truppe ein gewaltiges Ausrufezeichen. Allerdings half die Eibacher Mannschaft doch sehr mit bei den Gegentreffern. Wie aus dem Nichts landete die Kugel nach fünf Minuten vor Zeh, der den Ball zwar nicht voll, dafür aber maßgenau ins linke Eck traf. Nach einem fraglichen Foulelfmeter an Schellenberger bewies Häberlein Nerven und verwandelte ins rechte Eck (12.). Nach einer knappen halben Stunde war es erneut Häberlein, der nach einem Ballgewinn im Mittelfeld abzog und ins Eck traf. Fünf Minuten vor dem Halbzeitpfiff setzte sich Häberlein selbst die Krone auf, als Eibach im Spielaufbau den Ball verlor und Fischbachs Antreiber einen lupenreinen Hattrick schnürte. Einen ebenfalls strittigen Elfmeter nach angeblichem Handspiel verwandelte Kisskalt in der zweiten Hälfte zum Ehrentreffer.

Einen unter dem Strich glücklichen Punkt konnte der Post SV einfahren. Auf dem A-Platz kam die Truppe von Birol Pirdal nicht ins Spiel, während sich die Gäste kampfstark und in der Spitze brandgefährlich präsentierten. Nach einem zu kurzen Rückpass spritzte der schnelle Wacker-Neuzugang Kevin Ott dazwischen und schob ein (13.). Drei Minuten später schlugen die Jungs vom Ebensee in Person von Burak Ölcer zurück, der eine Ecke per Hacke ins Netz weiterleitete. Der hochgewachsene Stürmer hätte die Partie fast gedreht, als er allein auf Niedermeier zulief, allerdings zu Fall kam. Der Pfiff blieb aus und Karac setzte das Leder neben den Kasten. Wacker blieb bei der Rückkehr des Trainerduos Benjamin Uebel/Marco Fuchs stets gefährlich und hätte die Partie zum Ende für sich entscheiden können, wenn nicht müssen. Die Konter wurden aber nicht erfolgreich zu Ende gespielt.

Der SV Raitersaich drehte die Partie gegen den FC Stein um Ex-Trainer Thomas Eckert nach Rückstand in einen 2:1-Sieg. Die Gäste gingen nach Gastner-Ecke durch einen Kopfball Zengerles früh in Führung (6.). In der Folge verpasste es die Heimelf ein paar Mal auszugleichen, weil der letzte Ball nicht ankam, ehe die Partie verflachte. Stein setzte auf eine kompakte Defensive und versuchte über Konter über den schnellen Elibol zum Erfolg zu kommen. Zu Beginn der zweiten Hälfte gelang der Heimelf ein Doppelschlag. Mit dem Wind im Rücken traf Müller nach Steinlein-Vorarbeit im zweiten Versuch, nachdem Lehnert zunächst geklärt hatte (48.). Drei Minuten später flankte Müller in die Mitte, wo Schütz bei seinem Comeback nur noch den Fuß hinhalten musste und das Spiel war gedreht. Der SVR zitterte sich zum Sieg, auch weil Stein ein Tor wegen Abseits aberkannt wurde (69.).

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