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Freudentaumel beim FCO: Oberndorf feiert Titel und Aufstieg

A-Klasse 4 25. Spieltag

Der FC Oberndorf hat es am vorletzten Spieltag der A-Klasse 4 geschafft: Dank eines in der 90. Minute verwandelten Elfmeters besiegte die Elf von Trainer Peter Lutz Schlusslicht SG Wind II knapp mit 2:1. Die Konsequenz: Oberndorf steigt auf, Wind II steigt ab. Weil die Spielgemeinschaft Lenkersheim/Bad Windsheim gegen Colmberg/Oberdachstetten nicht über ein 2:2 hinauskam, steht der FCO als Meister und Aufsteiger in die Kreisklasse fest. Die Kurstadt-SG hat ihrerseits einen Relegationsplatz sicher, da der Drittplatzierte FV Uffenheim gegen Weigenheim II unterlag und nun seinerseits um Aufstiegs-Relegationsplatz drei bangen muss. Die SG Obernzenn/Unteraltenbernheim hat mit ihrem 5:3-Erfolg bei Schillingsfürst II den Abstiegs-Relegationsplatz 12 zementiert, die SG Wind II muss dagegen nach der knappen Niederlage in Oberndorf definitiv runter in die B-Klasse.

Der FCO steigt in die Kreisklasse auf.

 / © privat

Autokorso, bengalisches Feuer, Bierduschen, Megasause im Sportheim – sie haben nichts ausgelassen die Kicker des FC Oberndorf. Aber wer mag es ihnen vergönnen, stieg doch erstmals in der Vereinsgeschichte die Erste Mannschaft in die Kreisklasse auf. Ausgerechnet in Ipsheim und auch noch an der Kirchweih des Hauptortes der Marktgemeinde. Doch da Fußballer aus Oberndorf und Ipsheim mittlerweile kooperieren, habe man sich ganz bewusst dafür entschieden, diese ganz wichtige Partie am vorletzten Spieltag der A-Klasse 4 in Ipsheim auszutragen, betont Peter Lutz. Es habe sich gelohnt, sagt der Trainer: „Der Rahmen für diesen Erfolg war super.“ Dass alles so zusammenfällt, war freilich auch der ungewollten Mithilfe von Lokalrivale und Verfolger SG Lenkersheim/Bad Windsheim geschuldet. Der Tabellenzweite spielte parallel nur 2:2. Peter Lutz ließ während der Partie in Ipsheim die Fühler ausstrecken, erzählt er. Dank Handykontakt wusste er vom Zwischenstand in Lenkersheim. Da es in der Schlussphase beim FCO auch nur 1:1 gegen die SG Wind II stand, habe er alles auf eine Karte gesetzt. „Wir haben alles nach vorne geworfen. Als ich die Chance sah, die Meisterschaft perfekt zu machen, wollten wir das unbedingt durchziehen“, erzählt er. Und Kapitän Alexander Krähmer machte mit seinem späten zweiten Strafstoßtor zum 2:1-Endstand den Titel tatsächlich perfekt. Nach dem Abpfiff sei es sehr emotional gewesen, berichtet Peter Lutz. Tränen soll es gegeben haben. „Wir haben uns da hochgearbeitet und man sieht jetzt, dass sich das Engagement ausgezahlt hat.“ Vor vier Jahren war er beim FCO angetreten. „Ich wollte das einfach probieren“, sagt er nun, da er am Ziel eines steilen Weges angekommen ist, dem so mancher dem Dorfverein gar nicht zugetraut hatte. „Vor sechs, sieben Jahren war der Verein ja fast am Ende“, betont Lutz. 

Doch bei den A-Junioren der JFG Aischgrund verdiente sich der Bad Windsheimer erste Sporen und als der FCO anklopfte, wollte er nicht lange überlegen. Mit seiner offenen Art gelang es ihm dort, das Umfeld und diegrößtenteils sehr jungen Spieler mitzureißen. Die Entwicklung der Mannschaft lasse sich perfekt an den Abschlusstabellen der vergangenen Jahre ablesen, betont der Trainer: Siebter, Vierter, Zweiter – inklusive Scheitern in der Aufstiegsrelegation – und nun Meister. Doch nicht nur die Qualität hat sich verändert, auch die Art und Weise. Noch vergangene Saison erzielte der FCO über 100 Tore – damals noch in der A-Klasse 5. Vor dem letzten Spieltag steht das Team nun bei gerade einmal 70 Treffern. Doch das Gegenüber sticht hervor: Mit 27 Gegentoren in 23 Spielen stellt Oberndorf die beste Abwehr der Liga. „Im Sommer habe ich mir da in der Tat viele Gedanken gemacht, wie ich die Defensive stabilisieren könnte“, erzählt der Coach. Mit Kapitän Krähmer, der einst mal Stürmer spielte, und dem blutjungen Neuzugang Yannik Vogelgesang als Innenverteidigung habe er offenbar die richtige Lösung gefunden, sagt Lutz. „Das war der Schlüssel – definitiv.“ Während in der Offensive in der kommenden Saison in der Kreisklasse in gewohnter Manier die schnellen Angreifer mit langen Bällen gefüttert werden sollen, solle die Abwehrarbeit weiter im Fokus bleiben, sagt Lutz. Nur sei so an den Klassenerhalt zu denken. „Wir wollen uns da irgendwie etablieren. Das nehmen wir als Herausforderung gerne an.“ Zu beißen werden die FCO-Kicker aber erst einmal am kommenden Samstag, 8. Juni, haben. Nach dem letzten Spieltag ist eine Abschlussfeier inklusive Spanferkelessen angesagt. BASTIAN LAUER

Die favorisierten Hausherren taten sich zu Beginn schwer und mussten bereits in der 7. Minute das 0:1 der Gäste hinnehmen. Das Blatt schien sich in der 26. Minute zu wenden, als die Hausherren einen Handelfmeter zugesprochen bekamen. Andreas Bauer scheiterte jedoch am gut reagierenden Gästekeeper Andy Zein. In der zweiten Halbzeit erhöhten die Hausherren den Druck auf dieHintermannschaft der Gäste und bekamen in der 53. Minute nach einem Foulspiel den nächsten Elfmeter zugesprochen. Diesmal trat Alexander Krämer an und verwandelt zum Ausgleich. Um die Spielstände in den anderen Begegnungen wissend, warf der FC Oberndorf nun alles nach vorn, um die Entscheidung und damit möglicherweise den frühzeitigen Gewinn der Meisterschaft herbeizuführen. Ab der 83. Minute spielten beide Teams nur noch zu zehnt, denn da schickte Schiedsrichter Michael Dellermann sowohl Yannik Vogelgesang vom FC Oberndorf mit Gelb-Rot als auch Benjamin Kern von der SG Wind mit Rot vom Platz. Alles drohte aus Sicht der Platzherren bereits auf ein Unentschieden hinauszulaufen, da entschied Dellermann in der 90. Minute abermals auf Foulelfmeter für den FCO. Wieder fasste sich Alexander Krämer ein Herz und wieder verwandelte der Mannschaftskapitän, traf zum viel umjubelten Siegtreffer für die Lutz-Truppe. In der fünften Minute der Nachspielzeit holte sich Gästespieler Franz Stroebel Gelb und unmittelbar darauf Gelb-Rot ab.

Mit einem Sieg gegen den Tabellenfünften könnten sich die Lenkersheimer weiterhin Hoffnungen auf den direkten Aufstieg machen. Das war die Ausgangslage vor dem Spiel und dementsprechend gingen die Gastgeber auch in die Partie und legten einen Blitzstart hin. In der 2. Minute schlug Stephan Vernile einen gezielten Pass aus der Abwehr heraus auf Nico Thürauf, der das Leder im Strafraum annahm, sich einmal gekonnt um seinen Gegenspieler drehte und den Gäste-Torwart zur 1:0-Führung tunnelte. Doch auch die Mannen aus Colmberg und Oberdachstetten fanden in der Folge gut ins Spiel und erhöhten den Druck. Einen Abschluss von Florian Wehner klärte Vernile gerade so auf der Torlinie (5.Minute), ehe Kristijan Karacic nach einem Eckball sehenswert mit der Hacke zum 1:1 einnetzte (10.) In einer spektakulären ersten Viertelstunde schlugen dann aber die Lenkersheimer wieder zurück. In Minute 14 brachte Simon Stiegler nach schönem Zuspiel von Alexander Wellmann den Ball nicht im leeren Tor unter, legte einen Pass eine Minute später aber schön mit der Hacke auf André Müller ab, der dem Torwart im Eins gegen Eins keine Chance ließ und das 2:1 für die Gastgeber erzielte. Bis zur Pause konnten sich das Team nach starkem Beginn allerdings kaum mehr Möglichkeiten erspielen. Auch in Durchgang zwei bot sich den Zuschauern zunächst das gleiche Bild. Nach zwei guten Chancen der Gäste (55. und 58. Minute) hatte Christopher Werlein die Möglichkeit zur Entscheidung, legte sich den Ball allerdings zu weit vor. Den anschließenden Konter nutzten die Gäste zum 2:2-Ausgleich. Alexander Gilcher schloss freistehend vor SG-Keeper Daniel Deeg aus halbrechter Position eiskalt ins lange Eck ab (62.). Im Kampf um die Meisterschaft brauchten die Lenkersheimer unbedingt einen Sieg, weshalb sie in der Schlussphase noch einmal alles nach vorne warfen. Der Abschluss von Matthias Thürauf, der Kopfball sowie Fernschuss von Vernile wollten allerdings nicht im Netz einschlagen (81. bis 84. Minute). In der Nachspielzeit erzielte dann Yonas Fisha Negasi doch noch den viel umjubelten Siegtreffer, das Tor wurde aber wegen einer Abseitsstellung nicht gegeben. Somit blieb es am Ende beim 2:2, die Lenkersheimer müssen im Aufstiegskampf also den Umweg über die Relegation nehmen. 

Hohlach war über die gesamte Spieldauer das gefährlichere Team. Die Gäste spielten gut mit, erzeugten aber zu wenig Gefahr. Die Vorentscheidung fiel in der 51. Minute, als Ronny Bößendörfer einen Pass von Mario Klingler souverän zum 2:0 verwandelte.

Die Hausherren verschliefen die Anfangsphase und lagen nach 15 Minuten bereits mit 0:4 zurück. Nach dem Tiefschlaf kam der VfB zwar zurück, doch der Schaden war zu groß. Die Gäste machten kurz vor Schluss den Deckel drauf und hatten damit Rang zwölf und die Chance zum Klassenerhalt über die Relegation gesichert.

Uffenheim war anfangs besser und führte dank Michael Böhm 1:0, versäumte es allerdings, ihre weiterenguten Chancen auch zu nutzen. Nach dem Wechsel kam Weigenheim stärker auf und 20 Minuten vor Schluss glich Timo Platzöder aus. Die Gäste blieben weiter am Drücker und Bastian Unser traf in der Schlussphase per Foulelfmeter zum Endstand.

 Im letzten Heimspiel der Saison unterlag der SCA trotz eines deutlichen Chancenplus. Durch einen klaren Elfmeter ging der Gast kurz nach dem Seitenwechsel in Führung und rettete das 1:0 über die Zeit.

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