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Ritter-Röhls scharfes Schwert durchdringt Buchenbühls Defensiv-Rüstung

A-Klasse-Relegation 1. Runde

Mit drei Treffern hatte Felix Ritter-Röhl maßgeblichen Anteil, dass die Reserve von Johannis 83 weiter auf den Klassenerhalt hoffen darf. Den gleichen Torhunger legte Tom Sichling vom TSV Zirndorf II an den Tag.

Felix Ritter-Röhl (links, hier in einer anderen Partie) traf gegen Buchenbühl gleich dreimal.

 / © Sportfoto Zink

Der TSC Neuendettelsau II ist dem Abstieg vorerst von der Schippe gesprungen, während Mosbachs Reserve runter in die B-Klasse muss. In der 20. Minute stellte Tobias Plischke mit seinem Treffer die Weichen auf Sieg. In den restlichen 80 Minuten gaben beide Teams alles, Treffer fielen nichtmehr.

Zirndorfs Reserve hielt sich nicht lange mit Geplänkel auf. Schon in der 13. Minute schob Tom Sichling die Kugel zum 1:0 über die Linie. Beim Pfostentreffer von Martin Loy nach 20 Minuten blieb den Zirndorfer Fans der Torschrei noch im Halse stecken, doch in der 46. Minute - Glaishammer war zu diesem Zeitpunkt nach einer Gelb-Roten Karte für Sergiu Antoci nur noch zu zehnt - schob Sichling erneut ein. Eine sehenswerte Kombination vollendete Moritz Kühlein zum 3:0 (55.). Kurz darauf stellte Felix Barnasch auf 4:0. Per Elfmeter betrieb Paul-Andrei Fizesan ein wenig Ergebniskosmetik, die dem TV alsbald von der Wange lief, denn Sichlings Torhunger war noch nicht gestillt und brach sich mit dem 5:1 in der 65. Minute Bahn. Das war dann aber auch der Endstand, Zirndorf erreicht Runde 2, Glaishammers Reserve bleibt B-Klassist.

158 Zuschauer waren nach Obernzenn gekommen, und sie mussten nicht lange warten, ehe es das erste Highlight gab. Nach einem weiten Einwurf kam Dimitri Nikiforow am langen Pfosten frei zum Abschluss und brachte Leutershausen II in Führung (7.). Danach hatte Thierberg etwas mehr vom Spiel, das nächste Tor gelang allerdings wieder dem TV 1862: Per Abstauber traf Julian Meier zum 2:0 (17.). Die Hoffnung für die SpVgg kam aber noch vor der Pause zurück, als Daniel Erdel eine Flanke am langen Pfosten zum Anschlusstreffer verwertete (40.). Ein Kopfballtreffer von Julian Meier stellte jedoch den alten Zwei-Tore-Abstand wieder her (57.). Thierberg erholte sich jedoch schnell davon und stellte in der 60. Minute mit dem 2:3 durch Benedikt Happel wieder Tuchfühlung her. Jetzt wurde das Spiel etwas hitziger, ohne irgendwelche Geschmacksgrenzen zu überschreiten. Dank schlampiger Konter ließ Leutershausen seinen Gegner am Leben. Doch der Ausgleich wollte nicht mehr fallen, sodass Thierberg in der B-Klasse bleibt, während Leutershausen in Runde 2 den Traum vom Aufstieg weiter vorantreiben kann.

Per Kopf brachte Hakan Arslan nach einer Viertelstunde seinen SV Reichelsdorf in Front. Noch vor der obligatorischen Trinkpause, die für die 30. Minute angesetzt war, glich Mihai Popescu für die SG aus (25.). Als sich viele der 175 Zuschauer gedanklich auf das Halbzeitbier eingestellt hatten, packte Paul Nohner nochmal den Hammer aus und schoss Dietersheim in Führung. Jener Nohner war es auch, für den in der 70. Minute abrupt Schluss war, als er nach einem Foul Gelb-Rot gezeigt bekam. Reichelsdorf fasste neuen Mut und tatsächlich fiel in der 88. Minute noch der Ausgleich durch Angelo Rollert. Die Partie ging in die Verlängerung. Drei Minuten vor Schluss durfte Francesco Micieli frei auf den SVR-Kasten zulaufen und das entscheidende Tor markieren. Reichelsdorf war geschlagen, die A-Klasse bleibt zumindest noch ein Jahr lang ein Traum. Für die SG geht die Relegationsreise indes weiter.

Der Türkische SV Fürth begann druckvoll. Weiherhof kam mit Verspätung in der Partie an, lange Zeit neutralisieren sich beide Teams. Kurz vor der Pause gab es Elfmeter für die Fürther und Serkan Akar verwandelte. Sein ungeschicktes Zweikampfverhalten brachte Weiherhofs Michael Küfeldt in der 58. Minute die Gelb-Rote Karte ein. Jetzt sprach alles für den Türkischen SV, und tatsächlich buchte er die 2. Runde, nachdem Akar seinen zweiten Treffer folgen ließ (76.) und Aram Jafar Izat vier Minuten vor dem Schlusspfiff auf 3:0 erhöhte. Weiherhof ist somit abgestiegen.

Beide Teams hatten von Beginn an ihr Visier offen. Den ersten Treffer gab es jedoch erst in der 39. Minute zu sehen, als Felix Ritter-Röhl den Ball über die Linie spitzelte. Zwei Minuten vor der Pause erhöhte Carlo Brenner per Kopf auf 2:0. Buchenbühls Abstieg nahm immer deutlichere Formen, denn Ritter-Röhl setzte sein scharfes Schwert namens "Torriecher" in der 59. Minute gewinnbringend sein und erhöhte mit einem satten Schuss auf 3:0. Doch der ASV bekam auf einmal die zweite Luft. Matthias Vogel (64.) und Michael Moschny (71.) brachten auf einmal wieder Spannung auf das Sportgelände des ASN Pfeil. Kurios begann die Schlussviertelstunde. 83-Kapitän Marius Bauer kam an eine Freistoßflanke mit dem Fuß, der Ball ging an ein Torgestänge und prallte ins Feld. Johannis war sich sicher, dass der Ball hinter der Linie ein Torgestänge getroffen hatte, nach kurzer Beratung mit seinem Assistenten schloss sich Schiedsrichter Moritz Gärber dieser Meinung an, 4:2. Hobby-Psychologen meinten jetzt erkannt zu haben, dass das der entscheidende Nackenschlag für Buchenbühl war. Die Fakten untermauern das, denn Ritter-Röhl sorgte mit seinem 5:2 (80.) dafür, dass die Johannis-Reserve im Galopp in Richtung des schönen Burgfräuleins namens "A-Klassen-Klassenerhalt" reitet, während Buchenbühl tief hinab in den modrigen Kerker der B-Klasse hinabfällt. Zwei Schlachten müssen die 83er für einen etwaigen Klassenerhalt aber noch erfolgreich schlagen.

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