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Bölük: "Wir wollen jedes Spiel gewinnen"

Kreisliga 2

Die Turnerschaft Fürth muss nach dem verpassten Aufstieg einen Aderlass beklagen, kann aber auf vielversprechende Neuzugänge setzen. Akif Arici gehört doch nicht dazu.

Spielender Trainer: Akin Bölük (zweiter von links) führt die Turnerschaft.

 / © Zink / ThHa

Am Ende einer turbulenten Saison stand für die Turnerschaft Fürth „nur“ der dritte Platz in der Abschlusstabelle, obwohl man fast die gesamte Saison an der Tabellenspitze thronte. Für Erfolgstrainer Adrian Mesek kam fünf Spieltage vor Saisonende der erfahrene Turgay Karali, dessen Abschied schon bei der Übernahme feststand. Nun hat Torjäger Akin Bölük das Sagen. Er wird als Spielertrainer agieren und dabei von Berkan Caglar, dem langjährigen Dergah- wie Türkspor-Kapitän, als spielender Co-Trainer unterstützt.

Tolga Toker (nach Roßtal), Adrian Mesek (Trainer bei Hajduk), Tanju Tekin (zum SV Wacker), Yasin Kaya (zum SC Feucht) und Amad Colovic (Bosna): Die Liste der Leistungsträger, die die Turnerschaft Fürth nach der abgelaufenen Saison verlassen haben, ist lang. Besonders auffällig ist der Aderlass in der Defensive. Mesek, Tekin und Kaya bildeten zusammen die ruhmreiche Dreierkette, die oftmals den Grundstein für die Erfolge setzten. Dieses Ungleichgewicht haben die Verantwortlichen um den neuen Spielertrainer Akin Bölük schnell erkannt und ebenso schnell reagiert. Der erfahrene Sanel Causevic (ehemals Feucht und Buch) kommt vom TSV Burgfarrnbach. Arment Destani konnte von einem Comeback überzeugt werden, und zuletzt gesellte sich mit dem ehemaligen Bucher Filip Durec (zuletzt zusammen mit Jurica Jelec Spielertrainer beim neuen Mesek-Club KSD Hajduk) ein weiterer mehr als gestandener Innenverteidiger hinzu. Außerdem gibt es mit dem neuen spielenden Co-Trainer Berkan Caglar einen weiteren Spieler im Kader, dessen Flexibilität bekannt sein dürfte. Als weitere Neuzugänge konnten Defensivallrounder Rawaz Ali und Keeper Erdem Ünal (beide von Cagrispor) vorgestellt werden.

Eigentlich war man beim Toker-Ersatz auch schon fündig geworden. Doch Akif Arici hat sich inzwischen umentschieden. Sein Ziel nach dem Abgang von Vatanspor ist allerdings nicht bekannt. Doch damit sind die Planungen noch nicht abgeschlossen. „Am liebsten wären mir noch drei oder vier Neue. Es gab viele Gespräche, aber nur wenig Ertrag“, erklärt Bölük, der erst spät von seiner Beförderung zum Spielertrainer erfuhr, sodass viele potentielle Neuzugänge bereits woanders zugesagt hatten. Aktuell wird an der Grundlagenausdauer gearbeitet. „Die Vorbereitung läuft gut, wir sind fast immer vollzählig, die Trainingsbeteiligung ist gut.“ Doch wie jedes Jahr gibt es Probleme mit den Plätzen, weil die Heimspielstätte am städtischen Hans-Lohnert-Sportplatz nicht wie gewünscht zur Verfügung steht. „Bis zum 25. Juli trainieren wir am John-F.-Kennedy-Sportplatz, danach ist es noch ungeklärt“, sagt Bölük missmutig. Zumindest für die ersten beiden Heimspiele steht inzwischen eine Lösung parat. Da gastiert man beim ASV Zirndorf.

Im ersten Vorbereitungsspiel gelang der Bölük-Truppe ein 4:0-Erfolg gegen den TKV Forchheim. Es folgte ein 5:5 nach 5:2-Führung gegen den SV Kammerstein, ehe man gegen Germania Amberg mit 1:4 den Kürzeren zog. Es werden noch Vergleiche gegen den Henger SV und den FC Serbia folgen. Ein weiteres Testspiel ist noch in Planung. Die Ergebnisse haben für Bölük nur wenig Aussagekraft, vielmehr legt er den Fokus auf die Fitness. „Von der Intensität machen wir eine ganz andere Vorbereitung. Wir hatten in 16 Tagen jetzt 13 Einheiten. Da ist es normal, dass die Ergebnisse noch nicht da sind.“ Den Aufstieg will Bölük derweil nicht als Saisonziel ausgeben. „Die Turnerschaft will immer oben dabei sein. Mir ist es wichtig guten Fußball zu zeigen. Und natürlich will ich jedes Spiel gewinnen.“

Im Umfeld hat sich ebenfalls etwas getan. Murat Akbas ist neben seinem Job als Trainer der Zweitvertretung Spielleiter, im Vorstand sitzen neben Osman Özgenc Serif Iyen und Yavuz Öztürk, der zudem als Schatzmeister agiert. Volkan Türkmen ist neuer Zeugwart. „Malik dürfen wir auf keinen Fall vergessen. Er kümmert sich um alles, was gebraucht wird.“ Offenbar wurden die gestellten Hausaufgaben gemacht.

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