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Die SpVgg Mögeldorf ist mit klarem Konzept erfolgreich

Nürnbergs liebste Liga Teil 3

Seit vielen Jahren setzt die SpVgg Mögeldorf auf gute Jugendarbeit, was sich jetzt auch in der Kreisliga auszahlt. Zu Saisonbeginn gab es drei Siege am Stück.

Drei Spiele, drei Siege: Die SpVgg Mögeldorf (rote Trikots) hat ihr Visier richtig eingestellt.

 / © Michael Matejka

Das Ziel für diese Spielzeit? "Eine Klasse höher", sagt Lothar Meisinger, Präsident der Sportvereinigung Mögeldorf, während im Hintergrund gerade die zweite Halbzeit seiner Mannschaft gegen den ASV Fürth angepfiffen wird. Die heimischen Kicker in roten Trikots führen zu dem Zeitpunkt bereits mit 1:0 gegen den Bezirksliga-Absteiger ASV Fürth. Genau diese höhere Klasse gibt der Präsident als Ziel aus. Die Chancen dafür stehen gut. Die junge Mannschaft der Sportvereinigung ist nach drei Siegen aus drei Spielen unangefochten Erster in der Kreisliga, Mögeldorf gilt bereits im zweiten Jahr in dieser Spielklasse für viele Beobachter als Aufstiegsfavorit. Und das mit "mindestens 80 Prozent der Spieler aus der eigenen Jugend", wie Meisinger erklärt.

Gegen den ASV Fürth gelingt ihnen am Sonntagnachmittag ein ungefährdeter 2:0-Sieg nach Toren von Benjamin Renn und Tobias Ubrig. Mögeldorf hat das Spiel zu jeder Zeit unter Kontrolle, schnürt die Nachbarn aus Fürth in der zweiten Halbzeit phasenweise am eigenen Sechzehner ein. Angesichts des klaren Erfolgs fällt dann auch ein vergebener Elfmeter nicht ins Gewicht.

Lothar Meisinger erklärt den Plan hinter dem Erfolg. Bereits 2003 beschloss die damalige Führung des Vereins,eine starke Jugendarbeit aufzubauen. Jede erste Nachwuchsmannschaft sollte in der Bezirksoberliga spielen. Und dieses Ziel haben sie tatsächlich erreicht - und teilweise sogar übertroffen. Die C-Jugend spielt in der Bayernliga, die U17 in der Landesliga, die A-Jugend und alle weiteren ersten Jugendmannschaften in der BOL.

Dabei wurde auf ein nachhaltiges Konzept gesetzt, das sich nun auszahlt. Trainingsinhalte wurden in einem Jugendkonzept festgehalten, damit jeder Trainer sich orientieren kann, was in jeder Altersklasse gefordert wird. Die Übungsleiter kommen fast ausschließlich aus dem eigenen Verein und werden immer wieder zu Weiterbildungen geschickt. Außerdem gibt es in jeder Altersklasse klar leistungsorientierte und nichtleistungsorientiere Teams, "damit jeder Spieler irgendwo sein Zuhause findet", wie Meisinger erklärt. Das führt dazu, dass viele Spieler langfristig beim Verein bleiben und sich selbst auch dort engagieren.

Eine Ausbildungsmannschaft

Zu diesem jugendfokussierten Denken trägt auch Trainer Norbert Frey seinen Teil bei. Er schaut sich immer wieder Spiele der Jugendmannschaften an, trainiert sogar ein- oder zweimal in der Saison die A-Jugend, damit Spieler und Trainer sich kennenlernen können. Darüber hinaus besteht die zweite Männer-Mannschaft, durch eine selbst auferlegte Regel des Vereins, zu mindestens zwei Dritteln aus Spielern unter 23 Jahren. "Wir machen diese Dinge zielführend für die erste Herrenmannschaft", erklärt Frey. Die Spieler können sich dort zeigen und bekommen Spielpraxis, um ihr Spielniveau zu stabilisieren. Dass die landesligaerprobten Jugendspieler später mal "nur" in der Kreisliga spielen könnten, sieht Lothar Meisinger als unproblematisch an. Der Spielbetrieb der Herren unterscheide sich dann doch, "da hat man nicht mehr die drei Sekunden, um den Ball ordentlich anzunehmen und weiterzuspielen", erklärt er. Den Übergang zu den Senioren sieht er also nicht als Rückschritt: "Die Jungs merken, dass es noch nach vorne geht", erzählt er, "weil das Niveau sich schon noch mal verbessert. Das sind alles riesen Kicker, die technische Ausbildung ist top", schwärmt Meisinger von seinen Jugendspielern. Dennoch ist es für die meisten nicht einfach, sich direkt in der ersten Mannschaft zu etablieren. "Das körperbetonte Spiel muss erst selbstverständlich werden", sagt er. Laut seiner Erfahrung brauchen die meisten Spieler schon ein oder zwei Jahre, um Fuß zu fassen.

So kann die erste Mannschaft Jahr für Jahr durch Eigengewächse verstärkt werden. Nur ganz punktuell, wie zum Beispiel im Sommer auf der Torhüterposition, werden Spieler von anderen Vereinen geholt. Damit der Mögeldorfer Traum vom Aufstieg bald Realität wird.

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