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Zum 750. Spiel: Der ASV Fürth beschenkt Coach Fischer mit einem 8:1 - Eibach mit erstem Auswärtssieg

Kreisliga 2 18. Spieltag

Zum Start in Rückrunde feierte ASV-Coach Reinhold Fischer sein 750. Spiel auf der Trainerbank und wurde von seiner Mannschaft mit einem 8:1-Sieg über den TuSpo Nürnberg beschenkt. Überragender Mann war Daniele Ballatore mit einem Fünferpack. Seinen ersten Sieg nach der Rückkehr auf die Turnerschaft-Bank feierte Turgay Karali mit einem 6:3-Erfolg in Poppenreuth, wo Vorgänger Akin Bölük viermal traf. Den ersten Auswärtssieg der Saison unter Dach und Fach brachte die DJK Eibach mit einem 3:2 in Buch. Nichts zu holen gab es für den personell gebeutelten FC Stein beim 0:2 gegen die SGV 83. Das Landkreisderby entschied der TSV Cadolzburg gegen den SV Burggrafenhof mit 3:2 für sich. Einen Überraschungscoup landete Türkspor/Cagrispor II beim 3:1 gegen den KSD Hajduk. Vatanspor entschied das Verfolgerduell mit dem Post SV mit 2:0 für sich und konnte den Abstand zu Spitzenreiter Mögeldorf auf fünf Zähler verkürzen, dessen Derby bei Falke witterungsbedingt ausfiel.

Ein ganz besonderer Sieg für einen ganz besonderen Trainer: Der ASV Fürth gewann beim Jubiläumsspiel von Coach Reinhold Fischer (Zweiter von rechts, hier ein Archivbild) mit sage und schreibe 8:1.

 / © Matthias Janousch

Einen verdienten Sieg feierte TSCS II gegen den zuletzt stark aufspielenden KSD Hajduk, der auch in Führung ging. Nach einem langen Ball in den Strafraum traf Aziri aus spitzem Winkel ins kurze Eck (12.). Die Calisir-Elf zeigte sich vom Gegentreffer unbeeindruckt und erzielte nur drei Minuten später den Ausgleich. Ristovski brachte den Ball von rechts in die Mitte, Yilmaz lief ein und traf per Kopf. In der Folge verlief das Spiel ausgeglichen, mit leichten Chancenvorteilen für die Heimelf. In Hälfte zwei wurde das Kellerkind spielfreudiger und hatte Pech, dass Aydogdu nur die Latte traf. Der gleiche Spieler legte nach 79 Minuten uneigennützig quer zu Yapica, der die ersehnte Führung markierte. Dann kam noch der Auftritt von Yalcin, der mit einem Sonntagsschuss aus 25 Metern das Endergebnis perfekt machte (90.+2). Ganz unhaltbar schien der Ball aber nicht zu sein.

Der personell gebeutelte FC Stein unterlag der SGV 83 zu Hause mit 0:2. In der ersten Halbzeit hatten die Gäste mehrere Chancen fast im Minutentakt. Die beste Gelegenheit vergab Abdulhadi, der nur die Latte traf. Nach schöner Vorarbeit von Ullmann schob Martin Lorenz mühelos aus zwei Metern Torentfernung zur Gästeführung ein (24.). Einmal mehr hielt Steins Keeper Manz seine Mannen mit zahlreichen Paraden im Spiel. In der zweiten Hälfte hielt Stein gut dagegen, auch wenn man die Durchschlagskraft in der Offensive vermissen ließ. Durch einen aus Heimsicht unberechtigten Elfmeter, den Hofbauer verwandelte (68.), fuhren die Wagler-Schützlinge den Auswärtssieg ein. Ein SGV-Stürmer schloss ab und prallte, als der Ball schon mehrere Meter hinter dem Tor war, mit Keeper Manz zusammen. Beide Seiten haderten im Nachgang mit einigen merkwürdigen Entscheidungen des Gespanns.

Nach einigermaßen verhaltenem Beginn gingen die Gäste nach einem Abwehrfehler durch einen Heber von Caglar über SVP-Schlussmann Reimann in Führung (11.). In der 23. Minute steckte Yazicioglu durch auf Bölük, der einschob. Zwei Minuten später schnappte sich Karatas einen zu kurzen Rückpass und legte zurück auf Bölük, der mühelos vollendete. In der 34. Minute erhöhte Caglar auf Bölük-Vorlage auf 4:0. Nach einem Eckball bekamen die Gäste den Ball nicht weg, und Meier verkürzte mit einem Flachschuss ins lange Eck (37.). Kurz vor der Pause war der SVP nach Einzelleistung von Schäfer gegen vier Gegenspieler wieder im Spiel, als er aus 15 Metern rechts oben traf (44.). Doch Bölük hatte noch nicht genug und traf noch zweimal. Auf Mert-Vorlage und mit einem Freistoß aus 25 Metern ins Torwarteck stellte er auf 6:2 (60., 70.), ehe Steuber eine Schäfer-Ecke direkt abnahm (89.).

Die Awerkow-Jungs begannen gut und versuchten das Spiel zu kontrollieren. Die Gäste übten jedoch viel Druck auf die Bucher beim Spielaufbau aus. Wiesenmayer auf Eibacher Seite und Oliver Ell für Buch hatten die ersten Chancen. Die Führung markierte Schindler über die starke linke Seite im Eins-gegen-eins mit DJK-Keeper Hufnagel. Wenig später blieb Hufnagel in einer Kopie der Situation Sieger. Nach einem leichtfertigen Ballverlust zog Wiesenmayer entschlossen zum Ausgleich ab. Hofmann nutzte einen Fehler der Bucher Defensive und schloss zur 2:1-Pausenführung ab. Nach der Pause drängte Buch auf den Ausgleich. Doch außer einem Betz-Freistoß blieben zwingende Chancen Mangelware. Nach einer guten Stunde zirkelte wieder Betz einen Freistoß in den Strafraum, Oliver Ell schraubte sich hoch und nickte zum 2:2 ein. Kurz vor Schluss gelang Wiesenmayer der Siegtreffer.

In einem äußerst fairen Spiel gewann der ASV Fürth gegen Schlusslicht den TuSpo Nürnberg deutlich mit 8:1. Die Partie war das 750. Spiel für ASV-Coach Reinhold Fischer auf der Trainerbank. Ballatore versenkte einen Gassenball zur Führung (6.) und Rupprechter erhöhte auf Balazs-Vorlage auf 2:0 (31.) in einer eigentlich ausgeglichenen ersten Hälfte. Kurz nach Wiederanpfiff erhöhte Ballatore zur Vorentscheidung (51.). Innerhalb von acht Minuten erzielte der ASV vier weitere Treffer. Ballatore (65., 70., 73.) und Maußner (68.) hießen die Torschützen. Per Elfmeter gelang Müller der Ehrentreffer für die Kett-Truppe (76.), ehe Bloem vor dem einschussbereiten Ballatore ein Eigentor zum Endstand unterlief (83.). Fast hätte Ballatore gar noch ein sechstes Mal getroffen, allerdings nahm er in Anlehnung an Diego Maradona die "Hand Gottes". Statt Tor gab es Gelb für den Torjäger.

In einem Spiel auf gutem Niveau zeigte Vatanspor eine Reaktion auf die 0:1-Niederlage gegen den ASV Fürth und bezwang den Post SV mit 2:0. Gleich zu Beginn hätten Deniz Arici sowie Ün die Weichen auf Sieg stellen können, doch beste Gelegenheiten ließen sie ungenutzt. Auf der anderen Seite konnte sich Vatan-Keeper Memet gegen einen Karac-Schuss auszeichnen, und Backhaus hatte Pech, dass sein Kopfball an die Latte knallte. Nach einer Kombination im Mittelfeld inklusive Seitenwechsel überlief Fotiadis seinen Gegenspieler und tunnelte Post-Keeper Tischhöfer zur Pausenführung. In Hälfte zwei eroberte Vatanspor den Ball im Mittelfeld, Fotiadis setzte Deniz Arici in Szene, der mit einem "Chip" über Tischhöfer doch noch sein Tor erzielte. Pech hatte die Heimelf, dass Greco im Strafraum von hinten zu Fall gebracht wurde, der fällige Elfmeterpfiff aber nicht ertönen wollte.

In einem stark von Zweikämpfen geprägten, aber weitestgehend fairen Landkreisderby, behielt die Heimelf den Dreier in Cadolzburg. Nach einer Ecke für Burggrafenhof konterte die Krimm-Elf über Pires, der querlegte zum mitgelaufenen Eckstein und es stand 1:0 (18.). Mit Wiederanpfiff waren die Gäste wohl gedanklich noch in der Kabine. Alexander Stiller steckte durch auf Engelhart, der vor SVB-Keeper Müller eiskalt blieb (46.). Fast hätte die Krimm-Truppe in der 55. Minute weiter erhöht, doch Neukam schoss über das leere Tor. So kam Burggrafenhof durch den Anschlusstreffer von Raab wieder zurück ins Spiel (61.). Schottenhamml wurde nach einer Flanke von der rechten Seite übersehen und konnte völlig frei den Ausgleich erzielen (71.). Doch die "Sporcher" hatten noch ein Ass im Ärmel. Pires spielte von der Grundlinie zu Lindner, der den Ball per Hacke ins Tor verlängerte.

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