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Dank A-Jugend-Torwart Rühl: Schopfloch holt erstmals den Landwehr-Bräu-Cup

Landwehr-Bräu-Cup 2019

Als Benedikt Teichmann um Punkt Mitternacht seinen Neunmeter im Finale gegen den FC Dombühl in der prall gefüllten Feuchtwanger Ballsporthalle verwandelte, kannte der Jubel der frenetisch feiernden Schopflocher Fans keine Grenzen mehr. Der Kreisklassist holte bei der Jubiläumsauflage des Landwehr-Bräu-Cups erstmals den Titel und feierte diesen enthusiastisch auf der After-Show-Party bis in die frühen Morgenstunden.

Die Sieger des TSV Schopfloch.

 / © TuS Feuchtwangen

Gruppe A

In Gruppe A sorgte der TSV Schopfloch für die erste Überraschung des Turniers, indem die Markowitsch-Truppe als Sieger hervorging. Ihr Auftaktspiel gewann sie gegen einen SV Weinberg, der vorwiegend Akteure aus der zweiten Garde zum Einsatz brachte, recht deutlich mit 6:2. In seiner zweiten Partie trennte sich der TSV mit 2:2 vom SV Mosbach und egalisierte kurz vor Schluss das Ergebnis nach einem 0:2-Rückstand. Die Jungs aus dem Wörnitzgrund hingegen unterlagen im Eröffnungsspiel dem gastgebenden TuS Feuchtwangen nach einem Treffer von Matthias Kreißelmeier knapp mit 0:1. Die blutjunge TuS-Truppe, mit einer Mischung aus Landesliga- und Kreisliga-Kickern, überzeugte auch im zweiten Spiel, fegte die tapferen Weinberger mit 5:0 aus der Halle und stand damit bereits als Halbfinalist fest. Den Gruppensieg mussten die Griebel-Schützlinge aber dann wiederum dem TSV Schopfloch überlassen, welcher durch konsequente Chancenauswertung mit 2:1 im direkten Duell die Oberhand behielt. Somit ging es im letzten Spiel der Gruppe A nur noch im die „Goldene Ananas", wobei der SV Mosbach dem SV Weinberg mit 6:0 ein halbes Dutzend einschenkte.

Gruppe B

In Gruppe B setzte sich der Favorit FC Dombühl als Gruppensieger durch. Nach einem 4:2 über den TSV Schnelldorf und einem 1:0 über den SVV Weigenheim standen die Dombühler bereits nach zwei Partien als Gruppensieger fest. So konnte sich die Engelhardt-Truppe im letzten Spiel gegen den Vorjahressieger VfB Franken Schillingsfürst eine 1:3-Niederlage erlauben. Die „Frankemer“, diesmal ohne den verletzten Niklas Bär, konnten neben diesem Sieg nur noch einen Punkt gegen den TSV Schnelldorf (2:2) einfahren. Gegen Weigenheim ging man als Verlierer vom Platz, sodass die Viktoria mit ihrem zweiten Dreier gegen Schnelldorf (4:1) den zweiten Tabellenplatz perfekt machte.

KO-Phase

Im ersten Halbfinale war Siegesgöttin Viktoria den Weigenheimern dann nicht mehr hold und man musste sich dem TSV Schopfloch mit 1:3 beugen. Benedikt Teichmann brachte den Kreisklassisten nach neun Sekunden in Führung, welche der starke Jean-Claude Körner nach zehn Minuten ausbaute. Zwar kam Weigenheim durch Markus Grün nochmals heran, Körner setzte mit der Schlusssirene aber den endgültigen Punch für seine Farben.

Gleichzeitig mit dem Aus der Bratwurstsemmeln beim Verkauf kam auch das Ende für den Gastgeber im Halbfinale gegen den FC Dombühl. Der Bezirksligist ging nach drei Minuten durch Geißler in Führung, welche Youngster Noah Lanzendörfer kurz darauf egalisierte. Matthias Kreißelmeier drehte nach der Hälfte der Spielzeit die Partie, aber Dombühl schlug in Person von Felix Schnotz zurück, der sich in Mittelstürmermanier um seinen Gegenspieler drehte und das Leder im Kasten von Jens Lindörfer versenkte. Manuel Fragner setzte sich anschließend unwiderstehlich gegen zwei TuS’ler durch und jagte das Spielgerät mit Schallgeschwindigkeit unter den Querbalken.

Das kleine Finale konnte Weigenheim im Neunmeterschießen gegen den TuS mit 5:4 für sich entscheiden, nachdem in der 14-minütigen Spielzeit kein Sieger ermittelt werden konnte.

Finale

Das Endspiel zwischen dem TSV Schopfloch und dem FC Dombühl, der das Turnier 2017 gewinnen konnte, gestaltete sich insgesamt recht zäh mit wenigen Tormöglichkeiten. Der Bezirksligist diktierte zwar das Spielgeschehen, scheiterte aber immer wieder am bravourös reagierenden A-Jugend-Torwart Fabian Rühl. Erst vier Minuten vor Spielende musste sich der Keeper gegen einen verdeckten Schuss von Manuel Fragner geschlagen geben, doch der TSV hatte noch Körner und schlug umgehend durch gleichnamigen Akteur zurück, der einen Abpraller von der Bande zum Ausgleich vollendete. Zugleich war das sein siebter Turniertreffer, der ihm den Titel des Torschützenkönigs einbrachte. Im Neunmeterschießen, bei dem drei Schützen pro Team vorgesehen waren, hielt Rühl die ersten beiden Neunmeter überragend, ehe Kohr und Teichmann die kleine Sensation perfekt machten und den Landwehr-Bräu-Cup nach Schopfloch holten.

Siegerehrung

Hervorzuheben ist die sehr faire Spielweise aller teilnehmenden Mannschaften, was die Tatsache bestätigt, dass lediglich eine Uhr in der Ballsporthalle zu Bruch ging und die umsichtigen Schiedsrichter Bernd Keil (Wassertrüdigen), Werner Lutz (Geslau) und Michael Matthies (Mönchsroth) keine einzige Zeitstrafe verteilen mussten.

Bei der anschließenden Siegerehrung erhielten die Schützen jedes zehnten Treffers einen Geldpreis, der von den umliegenden Feuchtwanger Unternehmen gesponsert wurde. Der Drei-Liter-Bierkrug, den die Truppe von Steffen Markowitsch verdientermaßen in Empfang nahm, wurde auf der nächtlichen After-Show-Party vom Sieger TSV Schopfloch sicherlich noch das ein oder andere Mal aufgefüllt.

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