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Vatanspor-Coach Dönmez: "Wäre nicht der erste Durchmarsch eines Aufsteigers"

Kreisliga 2

Zur Winterpause liegt Aufsteiger Vatanspor auf dem Relegationsplatz, der den Zugang zu den Aufstiegsspielen bedeuten würde. Kein Wunder also, dass Coach Ahmet Dönmez diesen bis zum Saisonende verteidigen will. Dabei muss man in Zukunft unter anderem auf die Leistungsträger Enes Arici (zum Konkurrenten SGV 83) und Mehmet Menekse (Turnerschaft Fürth) verzichten. Doch die Transferbilanz sieht positiv aus und Dönmez sieht seine Truppe sogar stärker besetzt als im Jahr 2019.

Liegt mit Vatanspor zur Winterpause auf Rang dem Relegationsrang, der verteidigt werden soll: Ahmet Dönmez.

 / © Matthias Janousch

Erst im vergangenen Jahr feierte Coach Ahmet Dönmez mit dem SV Hagenbüchach den Durchmarsch von der Kreisklasse in die Bezirksliga, ehe er mit Vatanspor den nächsten ambitionierten Aufsteiger übernahm. Mit seiner neuen Truppe überwintert er nun auf Tabellenplatz zwei. Zwar scheint Tabellenführer SpVgg Mögeldorf 2000 enteilt zu sein - der Rückstand auf die Frey-Truppe beträgt elf Zähler - doch der Relegationsrang, den Vatan punktgleich mit der SGV 83 innehat, ist als Ziel auserkoren worden. "Es wäre nicht das erste Mal, dass ein Aufsteiger den Durchmarsch schafft", spielt Dönmez auf die Vorsaison in Hagenbüchach mit einem Schmunzeln an. "Im Winter haben wir uns zusammengesetzt, um neue Ziele zu definieren. Wir wollen den zweiten Platz auf jeden Fall verteidigen."

Leicht wird die Aufgabe sicherlich nicht, denn die SGV 83 sitzt der Dönmez-Truppe im Nacken. Dahinter lauern der Post SV und der FC Bayern Kickers, der dank zweier Nachholspiele sogar noch bis auf den Relegationsrang vorbeiziehen könnte. Zudem gab es einen kleinen Umbruch in der Mannschaft. Enes Arici wollte unbedingt zu seinem Kumpel Atif Cosgun zum direkten Konkurrenten SGV 83 wechseln. "Das hat er mir schon vor der Saison gesagt. Nach dem Aufstieg ist er aber erst einmal geblieben. Im Winter kam er wieder auf uns zu und da habe ich selbstverständlich mein Wort gehalten, dass er gehen darf." Etwas komplizierter erwies sich der Wechsel von Ex-Kapitän Mehmet Menekse zum Ligakonkurrenten Turnerschaft Fürth. Einige Ungereimtheiten mussten hier erst aus dem Weg geschaffen werden. "Es war okay, dass er jetzt wechselt", will Dönmez nicht konkreter werden. Außerdem werden sich Guy Wokam (SV Laufamholz), Saif Greco (FC Stein) und Sahin Turan (Türkspor/Cagrispor), der nur noch in der zweiten Mannschaft spielte, künftig andere Trikots überstreifen. 

Untätig blieb man freilich nicht. Satte sieben Neuzugänge werden ab sofort für den Aufsteiger auflaufen. Allen voran kommen vom ASV Vach Okcan Tekdemir und Jermaine Anderson. Von Türkspor/Cagrispor II konnte man Regisseur Hakan Aydogdu loseisen. Maurice Blanton kehrt vom FC Bayern Kickers zurück, Hakan Balci trug zuletzt das Trikot von Sparta Noris. Ferit Basoglu kommt vom KSD Hajduk und Tahir Doman wechselt vom FC Stein zu Vatan. Außerdem schließt sich Michael Owusu Nana von TSCS an. Als gefühlte Neuzugänge zählen Yann Yamani Yamga und Leo Lugbunari, die jeweils nach Meniskus-OP zurückkommen, sowie Baran Birsen, der einen Kreuzbandriss auskuriert hat. Außerdem greift der ehemalige Co-Trainer Ilker Koc wieder ein. Der Abwehrhüne hat seine Achillessehnenprobleme überwunden und steht wieder als Spieler zur Verfügung. "Mit den Transfers konnten wir die Abgänge auffangen. Wir sind jetzt vielleicht sogar einen Tick variabler."

Noch nicht geklärt ist die Zukunft von Ahmet Dönmez über die Saison hinaus. "Wir haben uns bisher nicht über die neue Saison unterhalten, aber das wird noch kommen", reagiert Dönmez gewohnt gelassen. Es war auch viel los im Winter.

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