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Für den SV Viktoria Weigenheim hat der Klassenerhalt "oberste Priorität“

Kreisliga 1

Die Ausgangslage in Weigenheim ist nach einer durchwachsenen Hinrunde nicht besonders gut. Derzeit belegt die Mannschaft von Hermann Christ einen direkten Abstiegsplatz und droht noch weiter in der Tabelle abzurutschen. In der Restsaison möchte der SV einiges wiedergutmachen und alles dafür geben, die Klasse zu halten.

Der SV Viktoria Weigenheim steht derzeit auf einem Abstiegsplatz in der Kreisliga 1.

 / © Sportfoto Zink

Eine regelrechte Talfahrt durchlief der SV Viktoria Weigenheim in der Hinrunde dieser Kreisligasaison. Mit nur 19 Punkten aus 20 Spielen belegen die Weigenheimer den ersten Abstiegsplatz. Der SV hat derzeit nur zwei Punkte Abstand auf den ersten Relegationsplatz, jedoch kann sich dieser noch vergrößern, weil der 1.FC Uffenheim zwei Spiele weniger hat. Auch die DJK/FC Burgoberbach – der engste Verfolger der Christ-Truppe – hat zwei Spiel weniger und kann an der Viktoria vorbeiziehen, wodurch sich deren Ausgangslage noch weiter verschlimmern würde. Daher ist man in diesem Jahr stark abstiegsbedroht. Eine sehr negative Entwicklung, die in Weigenheim eigentlich nicht vorherzusehen war. In der vergangenen Saison stand man zum selben Zeitpunkt mit 26 Punkten noch auf einem Aufstiegsplatz.

Doch weshalb dieser Negativtrend? Viktoria-Coach Hermann Christ findet mehrere Gründe dafür, warum sich seine Mannschaft in solch einer tabellarischen Krise befindet. "Die Kreisliga ist in dieser Saison sehr stark und deshalb auch sehr ausgeglichen", erklärt der Trainer. Christ fügt hinzu, dass die Offensivqualitäten aller Mannschaften in dieser Saison sehr hoch sind, wodurch sehr viele Tore fallen. Diese Offensivstärke der gegnerischen Mannschaften hatte man in der Folge nicht immer richtig in den Griff bekommen. Auf der anderen Seite habe man selbst genügend Möglichkeiten gehabt, um deutlich mehr Tore zu erzielen. "Manchmal haben wir uns teilweise selbst die Punkte genommen. Wir haben es oftmals versäumt, die Tore vorne zu machen und hinten zu viele Tore durch leichtsinnige Fehler kassiert", fasst der Trainer zusammen. In der Hinrunde hatte der SV auch immer wieder verletzungsbedingte Ausfälle. Diese möchte Christ aber nicht als Ausrede verwenden. "Wir können es nicht auf die Verletzten schieben, denn dieses Problem haben auch andere Mannschaften." Dennoch erklärt der Trainer, dass dem SV in dieser Saison zwei wichtige Spieler fehlen. Mit Jannick Schwemmer und Sandro de Candido verlor die Christ-Truppe talentierte Spieler im Mittelfeld. Diese Abgänge seien in der Folge sehr schwer zu kompensieren gewesen. Dennoch ist Christ weiterhin zuversichtlich. "Ich bin trotzdem zufrieden mit meiner Mannschaft. Wir haben nie knapp verloren und können mit allen mithalten. Deshalb bin ich auch davon überzeugt, dass wir die Klasse halten werden." Vor der Saison hatte man sich in Weigenheim vorgenommen, mehr junge Spieler in den Kader zu integrieren. Auch das sei laut Christ "gelungen."

Damit der Auftakt in die Restrunde gelingt, befindet sich die Christ-Truppe seit Anfang Februar in der Vorbereitung. In dieser will der Trainer hauptsächlich an der Athletik arbeiten. Deshalb trainieren die Weigenheimer drei bis viermal pro Woche. Christ erklärt diesen Fitness-Fokus damit, dass er in der zweiten Saisonhälfte "hinten raus auch mal die Kraft dazu haben möchte, ein Spiel zu drehen." Auch die schlechten Platzverhältnisse würden derzeit kein sinnvolles Training ermöglichen. Trotz der wenigen Trainingseinheiten am Ball, macht sich Christ aber keine Sorgen um die spielerischen Qualitäten seiner Mannschaft. "Fußball verlernt man nicht so schnell", scherzt der Trainer.

In der Restrunde möchte Christ erst einmal nicht auf die anderen schauen. "Die anderen interessieren mich nicht. Ich schaue nicht jede Woche auf die Tabelle. Nur der Tabellenstand nach dem letzten Spieltag zählt." Der SV-Trainer möchte in der Restsaison das Spiel seiner eigenen Mannschaft verbessern. Beispielsweise soll seine Mannschaft konsequenter vor dem Tor werden. In der Vergangenheit war seine Mannschaft in manchen Situationen zu eigensinnig. Auch das Passspiel soll verbessert und individuelle Fehler minimiert werden. Obwohl man in Weigenheim derzeit mit dem Rücken zur Wand steht, ist der Abstieg für Hermann Christ kein Thema. "Ich rede nie vom Abstieg. Für uns hat der Klassenerhalt oberste Priorität, und wir werden alles in die Waagschale werfen, um nicht abzusteigen."

Die Ausgangslage in Weigenheim ist nicht besonders gut, und mit dem SV Mosbach erwartet die Christ-Truppe keine leichte Aufgabe zum Restrundenauftakt am kommenden Sonntag. Im Gegensatz zu den Weigenheimern ging der SV Mosbach sehr formstark in die Winterpause. Mit einem Sieg könnte die Viktoria ein großes Ausrufezeichen im Abstiegskampf setzen und sich sogar vorerst von den direkten Abstiegsplätzen befreien.

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