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Vatan schlägt Eibach: Volkan Örken trifft von der Mittellinie - Hajduk siegt in Unterzahl

Kreisliga 2 23. Spieltag

Am ersten Spieltag nach der Corona-bedingten Pause blieben die großen Überraschungen aus. Vatanspor gewann in Eibach mit 2:0, wobei Volkan Örken ein Tor von der Mittellinie gelang. Der FC Bayern Kickers feierte einen 1:0-Sieg über Schlusslicht Tuspo Nürnberg, während der TSV Buch II in Stein mit 2:1 gewann. Die Turnerschaft Fürth und die DJK Falke trennten sich mit einem 1:1-Remis und der KSD Hajduk schlug den ASV Fürth in Unterzahl mit 3:0. In der erst um 17:30 Uhr angepfiffenen Begegnung setzte sich die SGV 83 gegen den ersatzgeschwächten TSV Cadolzburg mit 3:1 durch.

In Unterzahl holte sich Hajduk den Sieg gegen den ASV Fürth

 / © Janousch

Beide Mannschaften geizten zu Beginn mit Torchancen. Die erste Gelegenheit landete dann gleich im Tor. Nach einer zu kurz geklärten Ecke wuchtete Adrian Ell die Kugel per Dropkick in die Maschen (23.). Bei der Eckert-Elf misslang jeweils der letzte Pass, sodass es weiterhin kaum Torchancen zu verzeichnen gab. Christop Ells Kopfball geriet zu hoch. Im zweiten Durchgang spielten die kleinen Bucher Jungs clever und erhöhten durch Mandel nach einem fein ausgespielten Konter (57.). Die erste echte Gelegenheit für Stein ergab sich durch einen Hanf-Freistoß, den TSV-Keeper Pfann zur Ecke lenkte (70.). Eine Minute später holte sich Lahr die Ampelkarte wegen Foulspiels und Meckerns ab. Kurz vor dem Ende verkürzte Rupprecht per Elfmeter (86.). Zuvor war Elibol zu Fall gebracht worden. Mit der gezeigten Leistung wird es für Stein definitiv nicht leichter im Abstiegskampf.

Aufgrund der ersten Hälfte ging der Auswärtssieg der Dönmez-Truppe völlig in Ordnung. Die Gäste kombinierten gefällig und spielten schnell nach vorne auf Bölük und Fotiadis. So hatte man das Heft in der Hand und ging verdient in Führung. Hufnagel klärte an der Außenlinie, fehlte dann aber im Tor. Kisskalt konnte den ersten Abschluss noch klären, doch gegen den Nachschuss von Fotiadis war er machtlos. Dann sah Örken, dass Hufnagel zu weit vor seinem Tor war. Er zog von der Mittellinie ab und traf (20.). Jäckel scheiterte nach Doppelpass mit Mesic und Lindner kam nach Bandi-Flanke einen Schritt zu spät. In Hälfte zwei verwaltete Vatan das Ergebnis. Eibach drückte nun auf den Anschluss, doch die Dönmez-Defensive hielt Stand und ließ kaum etwas zu. Eibach warf alles nach vorne, doch der Ertrag wollte sich nicht einstellen, sodass Vatan die Punkte entführen konnte.

Die Turnerschaft Fürth ging selbstbewusst in die Partie, doch nach etwa 20 Minuten konnte sich Falke mehr und mehr befreien und übernahm das Kommando. Gleich viermal konnte sich Fürths Keeper Esfandiari im Eins-gegen-eins auszeichnen, doch nach einem Freistoß, den Dencs herausholte, war er machtlos. Alp täuschte an und Reiser schob die Kugel an der Mauer vorbei ins Eck. In der zweiten Hälfte schenkte Falke der Heimelf einen Elfmeter, den Maraj dankend verwandelte. Die Turnerschaft wollte nun mehr und spielte auf Sieg, doch Falke-Keeper Schmetz wollte sich nicht mehr bezwingen lassen. Auf der anderen Seite hielt Esfandiari glänzend gegen Alp, der aus 10 Metern abgezogen hatte. Letztlich holte sich Arici vom gut leitenden Schiedsrichter Leis noch die glattrote Karte wegen einer Tätlichkeit ab. Über die 90 Minuten gesehen ging das Unentschieden völlig in Ordnung.

In dieser Begegnung zeigte der KSD Hajduk zwei Gesichter. In Hälfte eins beherrschte die Mesek-Truppe das Geschehen und ging durch Gecim in Führung, der aus 20 Metern ins Eck traf. Aziri hatte das 2:0 auf dem Fuß, zog gegen Döllfelder im Eins-gegen-eins allerdings den Kürzeren. Wenig später dezimierte sich die Heimelf nach der Ampelkarte gegen Aziri, der gegen Döllfelder zu spät kam. In der zweiten Hälfte war dann der ASV am Drücker, während sich Hajduk auf Konter verlegte. Nach einem schnell ausgeführten Freistoß von Papa war Saleem allein auf weiter Flur und bezwang Döllfelder zum 2:0. Die Fischer-Elf gab nicht auf und wollte den Anschluss erzwingen, jedoch biss man sich an der dicht gestaffelten Hajduk-Defensive die Zähne aus. In der Nachspielzeit stellte der KSD durch ein Kopfballtor nach einer Standardsituation sogar noch auf 3:0, ehe der Schiedsrichter abpfiff.

Eine zähe Geburt sahen die Zuschauer an der Regelsbacher Straße. Trotz einiger Ausfälle präsentierten sich die Gäste gut und waren taktisch gut eingestellt. Quasi mit dem Pausenpfiff ging die Wagler-Elf dank eines schmeichelhaften Handelfmeters, den Hofbauer sicher verwandelte, in Führung. Auch in der zweiten Hälfte sah man ein ausgeglichenes Spiel und Cadolzburg versiebte die dicke Möglichkeit zum Ausgleich, als gleich zwei Spieler den Ball nicht über die Linie brachten. Stattdessen erhöhte die SGV 83 wenig später nach einem Diagonalball von Cosgun, den Slama erlief und über den Keeper hob (60.). Die Entscheidung brachte dann Hofbauer, der ins lange Eck traf (70.). Cadolzburg verkürzte zwar nochmals nach einem Standard mit einem Diagonalschuss ins Eck – die SGV-Defensive war unaufmerksam – doch am insgesamt verdienten Sieg der Heimelf änderte sich nichts mehr.

Mit einem knappen 1:0-Heimerfolg im Derby gegen Tuspo Nürnberg kam der FC Bayern Kickers ordentlich aus den Startlöchern. In einer weitestgehend ereignisarmen Partie waren es im ersten Abschnitt die Hausherren, welche die besseren Chancen für sich beanspruchen konnten, allerdings scheiterte Yildirim nach Andiryous-Zuspiel am aufmerksamen Tuspo-Schlussmann Reinwand (18.), ehe Pavlicevic einen Versuch knapp zwei Meter neben das Gäste-Gehäuse setzte (33.). Besser machte es dann wiederum sieben Minuten später Yildirim, als er eine Flache Hereingabe von Siriy am zweiten Pfosten aus kurzer Distanz nur noch zur verdienten Pausenführung über die Linie drücken musste. Der Tuspo hatte seine Chancen zum Ausgleich, aber auch die Aydin-Truppe hatte ihre Möglichkeiten, um das Ergebnis deutlicher zu gestalten, doch Reinwand im Tuspo-Tor ließ sich kein weiteres Mal bezwingen. Michael Watzinger (fussballn.de) / matt

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