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Dinkelsbühl-Erfolgscoach Bartels: "Es ist der Verdienst der Mannschaft"

Kreisliga 1

Nicht allen Mannschaften der Kreisliga 1 hat das Corona-Jahr 2020 einen sportlichen Dämpfer verpasst. Einige konnten an die Leistungen aus dem Vorjahr anknüpfen und manch eine sogar noch einen Schritt nach vorne machen. Dazu gehört unter anderem der SV Sportfreunde Dinkelsbühl. Trotz dieser außergewöhnlichen Saison 2019/21 zeigte der Trend in Dinkelsbühl stets nach oben. Was hinter dem Erfolg der Mannschaft steckt und wie diese auch im Jahr 2021 weiterhin erfolgreich bleiben möchte, weiß Mario Bartels – Trainer der Sportfreunde.

Trotz der schwierigen Begleiterscheinungen dieser Saison zeigt der Trend bei den Sportfreunden Dinkelsbühl im Gegensatz zu anderen Teams immer nach oben.

 / © Gruber

Besser hätte das Kalenderjahr 2020 für die Sportfreunde Dinkelsbühl nicht laufen können. Im Kopf-an-Kopf-Rennen an der Spitze der Kreisliga 1 wackelte nicht nur der einstige Tabellenführer SV Arberg und ließ Punkte liegen. Auch die eigenen Leistungen nach der langen Unterbrechung im führten dazu, dass die Bartels-Elf sich die Tabellenspitze erkämpft hat und den Konkurrenten aus Arberg überholen konnte. In den vier Ligapartien in 2020 blieb Dinkelsbühl ohne Niederlage und entschied drei Spiele davon für sich. So konnten die Sportfreunde ihre beeindruckende Serie von mittlerweile 14 Partien ohne Niederlage weiter ausbauen. Dass es auch während der für viele Mannschaften demotivierenden „Corona-Saison“ weiterhin sportlich so gut läuft, ist für Bartels keine Überraschung. „Es ist der Verdienst der Mannschaft, dass wir so lange ungeschlagen sind. Sie ist vom Charakter sehr stark und kann sich jede Woche selbst motivieren. Die erfahrenen Spieler im Team sind immer noch bereit sich weiterzuentwickeln und die jungen Spieler sind heiß darauf jedes Wochenende Siege einzufahren“, lobt der Trainer. Viel zu kritisieren hätte es beim vor der erneuten Pause frischgebackenen Tabellenführer ohnehin nicht gegeben. Für den Erfolgscoach ist Kritik sowieso ein Mittel, auf das während der Corona Zeit verzichtet werden sollte. „Gerade in so einer Saison ist es wichtiger, die Mannschaft mit Spaß aber auch mit Ehrgeiz zu überzeugen, so eine Saison zu spielen und trotzdem Woche für Woche die Leistung abzurufen“, erklärt Bartels. Gänzlich ohne Kritik möchte der Trainer aber nicht auskommen. Deswegen geht der Übungsleiter oft mit sich selbst ins Gericht. „Ich gehe meistens mit mir selber sehr kritisch um und versuche somit den Druck von der Mannschaft zu nehmen“, so Bartels.

Damit die Sportfreunde aber nicht nur vorübergehend von der Spitze grüßen dürfen, sondern auch am Ende der Saison als Tabellenführer direkt in die Bezirksliga aufsteigen können, bedarf es einer guten Vorbereitung auf die restlichen neun Ligaspiele. Auch wenn Dinkelsbühl derzeit die Tabelle anführt, ist diese Stellung alles andere als gesichert. Mit einer Partie mehr steht die Bartels-Truppe derzeit nur zwei Punkte vor dem taumelnden SV Arberg. In die "Re-Start-Saison" startet Dinkelsbühl mit einem unveränderten Kader. Obwohl noch nicht absehbar ist, wann erstmals wieder Gruppentraining erlaubt sein wird, wurden bereits Pläne geschmiedet, um die Spieler frühzeitig auf Betriebstemperatur zu bringen. „Ab Ende Februar werden die ersten Laufeinheiten absolviert. Im März steigert sich das dann von Woche zu Woche. Allerdings gestaltet sich das Lauftraining bei den aktuellen Wetterbedingungen sehr schwierig“, erklärt Bartels. Einen konkreten Vorbereitungsplan gibt es in Dinkelsbühl noch nicht, das hat allerdings auch einen guten Grund. „Im Moment haben ja alle Vereine Unsicherheit in der Planung. Sobald die Politik die ersten Perspektiven für den Amateursport herausgibt, wird auch ein Vorbereitungsplan auf dem Tisch liegen“, ist sich der Trainer sicher.

Spannung im Titelkampf

Obwohl sich das Meisterschaftsrennen aller Voraussicht nach zwischen den Sportfreunden Dinkelsbühl und dem SV Arberg entscheiden wird, herrscht weiterhin Hochspannung im Kampf um den Titel. Worauf es am Ende ankommen wird, um die Meisterschaft für sich zu entscheiden, weiß Bartels ganz genau. „Ich denke, dass es wichtig sein wird, wie gut die Mannschaft aus der langen Pause kommen wird. Beim letzten Lockdown haben wir es gut gemeistert und kamen überragend zurück. Aber uns kann keiner die Sicherheit dafür geben, dass es wieder so sein wird“, prognostiziert Bartels. Im Gegensatz zur Konkurrenz aus Arberg hatte Dinkelsbühl nicht mit Startschwierigkeiten zu kämpfen und verlor keine einzige Partie nach dem Restart. Aus diesem Grund möchten die Sportfreunde an die Leistungen aus dem Vorjahr anknüpfen.

Saisonabbruch wäre ärgerlich aber „kein Beinbruch“

Mit der stetigen Ungewissheit über den genauen Zeitpunkt des Restarts wächst auch unter den Amateurvereinen der Wunsch nach einem Ende der Saison. So äußerste sich beispielsweise Arbergs Trainer Steffen Engelhardt bereits negativ zur Fortführung des Wettbewerbs. In Dinkelsbühl fände man einen Abbruch der Saison zum jetzigen Zeitpunkt sicherlich ärgerlich. Dennoch möchte man mit den eigenen Aussagen nicht an der Handhabung des BFV mit dem Amateurfußball anecken. „Falls sich der Verband für einen Saisonabbruch entscheidet, wäre es sehr schade. Ich halte den Weg, den der Verband eingeschlagen hat, für richtig und hoffe, dass die Saison auch sportlich beendet wird. Wenn es zum Abbruch kommen sollte, was ich nicht glaube, wird es für uns auch kein Beinbruch sein. Wir werden egal in welcher Liga unseren Weg weiter gehen. Ich glaube auch nicht, dass uns Spieler bei einem Abbruch der Saison verlassen würden, außer vielleicht aus beruflichen oder privaten Gründen“, stellt Bartels klar.

Ein Saisonabbruch soll für den BFV trotz der erneuten Verlängerung des Lockdowns keine Option sein. Erst kürzlich stellte der Verband wieder klar, dass die laufende Saison auf regulärem Wege zu Ende geführt werden soll. Demnach dürfen sich die Sportfreunde und der SVA wohl weiterhin auf ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen freuen.

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