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Falke-Abteilungsleiter Daniel Hager: "Sportlich gesehen ist es ein Unding"

Kreisliga 2

Sollte die Quotientenregel Anwendung finden, ändert sich in den meisten Ligen nichts an der Reihenfolge in der Tabelle. Nicht so in der Kreisliga 2, denn dort müsste die DJK Falke, die aktuell über dem Strich steht, direkt in die Kreisklasse absteigen. Welche Folgen das haben würde, erklärt Abteilungsleiter Daniel Hager im Gespräch.

Muss Falke in die Kreisklasse? 

 / © Zink

In der von Kreisspielleiter Thomas Raßbach einberufenen Sitzung der potentiellen Kreisligavereine (inkl. der designierten Absteiger aus der Bezirksliga und der Meister der Kreisklassen) meldete sich der Abteilungsleiter der DJK Falke, Daniel Hager, gleich zu Beginn zu Wort und nahm seinen Standpunkt ein. „Sportlich wäre die Anwendung der Quotientenregel absolut nicht fair. Wir haben bereits gegen vier Vereine der Top 6 gespielt und hätten nun ein „leichteres“ Restprogramm. Diese Tatsache wird dabei gar nicht berücksichtigt.“

Freilich hat sich Hager mit der Thematik ausführlich auseinandergesetzt, weil sein Verein direkt betroffen wäre. Nach 25 Punkten aus 24 Spielen belegt die DJK Falke aktuell Rang zwölf der Tabelle. Dahinter rangieren der FC Stein auf dem Relegationsrang (23 Spiele, 24 Punkte) und der ASV Fürth (22 Spiele, 23 Punkte), der den ersten Abstiegsrang einnimmt. Die Quotientenregel würde nun den ASV Fürth auf den ersten Nichtabstiegsplatz hieven (1,045=1,05, da auf bis auf die zweite Stelle gerundet wird). Der FC Stein (1,043=1,04) und die DJK Falke (1,042=1,04) blieben gleichauf dahinter. In einem solchen Fall würde der direkte Vergleich entscheiden. Hier hat der FC Stein die Nase vorn (5:0, 2:2). 

„Natürlich sind wir selbst betroffen, das ändert aber nichts an der Tatsache, dass es sportlich ein Unding wäre. Da wird dann der belohnt, der gegen die guten Teams abgesagt hat.“ In der Tat würde sich die Gemengelage verschieben, wenn die DJK ein Spiel weniger ausgetragen hätte, in dem man nicht als Verlierer vom Platz gegangen wäre. Hager kann sich bestätigt fühlen, weil sich das Gros der Vereine gegen die Quotientenregel ausgesprochen und sich damit hinter die DJK gestellt hat, da der sportliche Aspekt „nicht berücksichtigt werden würde.“ 

Natürlich laufen im Hintergrund bereits die Planungen für die Zukunft. So verlängerte das Trainerteam seinen Vertrag um ein weiteres Spieljahr. Detlef Lorenz und Andreas Luber, der nach einem schweren Unfall auf dem Weg der Besserung ist und deutliche Fortschritte macht, unterschrieben ihren Vertrag, der unabhängig von der Spielklasse Gültigkeit besitzt. „Die Mannschaft würde auch bei einem möglichen Abstieg nicht auseinanderbrechen“, ist sich Hager sicher. Ebenso entschlossen wirkt er, sollte der Verband auf den Abstieg nach Quotientenregel bestehen. „Dann leiten wir rechtliche Schritte ein.“

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