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Bittere Derby-Pleite für Treuchtlingen in Ansbach

VfL-Baskets unterlagen in der Regionalliga vor 850 Zuschauern mit 69:113 beim Tabellenführer Ansbach - 17.02.2020 07:07 Uhr

Der effektivste Spieler beim VfL: Simon Geiselsöder versuchte sich gegen die Niederlage zu stemmen und war mit 25 Punkten der Treuchtlinger Topscorer. Das änderte aber nichts an der Klatsche im Nachbarduell beim Spitzenreiter Ansbach (links Tylik Evans). © Foto: Martin Rügner


Eine Niederlage mit satten 44 Zählern Rückstand muss man in den VfL-Annalen lange suchen. Beim souveränen Tabellenführer der 1. Regionalliga Südost war sie nun jedoch fällig, was letztlich auch der prekären Personalsituation auf Treuchtlinger Seite geschuldet war. Der VfL hatte nur acht Spieler im Kader. Neben Claudio Huhn, Jonathan Schwarz und Youngster Moritz Eckert fielen zu allem Überfluss auch noch Kevin Vogt und Tobias Hornn aus.

Aber selbst in Bestbesetzung wäre es gegen eine furios aufspielende Ansbacher Mannschaft sehr schwer geworden. Wie schon in der Vorrunde, so erzielte der überragende US-Boy in den Reihen der Piranhas, Tylik Evans, nun auch im Rückspiel 41 Punkte, verteilte neun Assists und leistete sich als Aufbauspieler nur einen Punktverlust. Für seine 41 Zähler benötigte Evans knappe 30 (von 40) Minuten der Spielzeit. Insgesamt steht er mit einem Schnitt von 26,6 Punkten an der Spitze der Scorerliste der 1. Regio.

Auch Walter Simon (21), Anthony Bauer (13) und Florian Gintschel (10) punkteten für die Gastgeber zweistellig und trugen dazu bei, dass ihr Team alle vier Viertel gewann. 27:13, 21:13, 30:22 und 35:21 lauteten die jeweiligen Ergebnisse. Das gefiel natürlich auch Ansbachs Trainer Martin Ides. Er zeigte sich sehr stolz, dass es seiner Truppe gelungen war, alle vier Viertel zu dominieren und lobte auch die "klasse Reaktion" auf die jüngste Niederlage in Vilsbiburg. Dort hatten die Ansbacher in der Vorwoche noch selber 113 Punkte kassiert und nach zuvor 13 Siegen in Serie erstmals wieder eine Niederlage einstecken müssen.

Auf Treuchtlinger Seite hielt vor allem Simon Geiselsöder dagegen. Der Ex-Ansbacher stemmte sich am entschlossensten gegen das Debakel und war am Ende mit 25 Punkten de r Topscorer im VfL-Dress. Er hatte auch vier Dreier, vier Assists und sieben Rebounds in der Statistik stehen. Zweistellig punktete ansonsten aber nur noch Luca Wörrlein (19), der obendrein starke 14 Rebounds einsammelte. Kapitän Stefan Schmoll (8), der angeschlagen ins Spiel gegangen war, und Florian Beierlein (6) blieben weit unter ihren Möglichkeiten. Die restlichen Zähler verteilten sich auf Moritz Rettner, Arne Stecher (je 4) und Moritz Schwarz (3).

Während die Ansbacher Fans ihre Mannschaft mit Standing Ovations feierten, herrschte im ebenfalls stark vertretenen Treuchtlinger Block große Enttäuschung. Es dürfte aber nichts daran ändern, dass die VfL-Anhänger ihr Team auch im nächsten (Heim)-Spiel wieder unterstützen: am Samstag, 22. Februar, um 19 Uhr ist mit dem FC Bayern München III der Tabellendritte der Regionalliga in der Turnhalle der Senefelder-Schule in Treuchtlingen zu Gast.

Die Derby-Statistik

Ansbach – VfL 113:69
hapa Ansbach: Tylik Evans (41 Punkte, 9 Assists), Walter Simon (21 Punkte, 12 Rebounds), Anthony Bauer (13 Punkte), Florian Gintschel (10), Kevin Weibart (8), David Kurpiela (6), Marcel Koulibaly (6), Paul Nzeocha (6), Christian Imberi (2), Fernando Noblet-Durruthy, Daniel Güray, Benjamin Faatz.

VfL Treuchtlingen: Simon Geiselsöder (25 Punkte, davon 4 Dreier, 4 Assists, 7 Rebounds), Luca Wörrlein (19 Punkte, 14 Rebounds), Stefan Schmoll (8 Punkte), Florian Beierlein (6), Moritz Rettner (4), Arne Stecher (4), Moritz Schwarz (3), Yannik Rapke. 
 
Die einzelnen Viertel: 27:13, 21:13, 30:22, 35:21; Rebounds: 51:39; Feldwurfquote: 48,8: 35,1 Prozent; Freiwurfquote: 88,9:68,8 Prozent; Dreier-Quote: 48,1:30 Prozent.

 

 

Uwe Mühling

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