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Drittes Spiel, dritter Sieg für die VfL-Baskets

Mit einem 85:59 gegen Hellenen München bleiben die Treuchtlinger Erster - Am Samstag in Rosenheim - 05.10.2019 07:06 Uhr

Abklatschen mit den Fans: Spielmacher Claudio Huhn durfte sich nach einem weiteren starken Match zu 18 Punkten und neun Assists gratulieren lassen. © Foto: Uwe Mühling


Gleich am Samstag, 5. Oktober, geht es für die VfL-Baskets nahtlos weiter, denn um 19 Uhr steht das Auswärtsspiel beim SB/DJK Rosenheim auf dem Programm (Gabor-Halle). Voraus geht eine gemeinsame Busfahrt mit der U16, die nach ihrer Bayernliga-Qualifikation ebenfalls in Rosenheim antreten muss. Dieses Match wird ab 15.15 Uhr in der Wolfgang-Pohle-Halle ausgetragen. Heimrecht hat am Wochenende die zweite Herrenmannschaft des VfL, die am Sonntag, 6. Oktober, um 16 Uhr in der "Sene" den TSV Schwandorf zum Match der Bayernliga Mitte empfängt.

Die Basketball-Saison nimmt also mehr und mehr Fahrt auf, wie man auch am Duell zwischen Treuchtlingen und Hellenen sehen konnte. Im ersten Viertel waren die Gäste aus der Landeshauptstadt bestens dabei und drehten eine 5:3-Führung des VfL mit einem 7:0-Lauf zum 5:10 und etwas später zum 10:16. Die Gastgeber taten sich in dieser Phase schwer und brauchten bis zum Ende des ersten Viertels, ehe Simon Geiselsöder mit seinem ersten von insgesamt drei Dreipunktewürfen wieder für eine Treuchtlinger Führung sorgte (20:18). Mit einem knappen 24:22-Vorsprung für den VfL ging es in die erste Viertelpause.

Führung schrittweise ausgebaut

Im zweiten Durchgang glich der BCH noch einmal zum 24:24 aus, doch dann baute der VfL seine Führung schrittweise aus. "Als wir im zweiten Viertel nach und nach den Rebound kontrolliert haben, haben wir das Spiel peu a peu auf unsere Seite gezogen", stellte Trainer Harlander fest. Bis zum Ende des zweiten Viertels, sprich zur Halbzeit, lagen die Treuchtlinger mit 45:34 vorn.

Im dritten Abschnitt knüpften Schmoll, Huhn und Co. nahtlos an. Diese zehn Minuten gewannen sie mit 20:13, womit die Entscheidung gefallen war. Im letzten Viertel (20:12) bauten die Hausherren ihren Vorsprung weiter aus. Gut eine Minute vor Schluss versenkte Tobias Hornn einen "Dreier" zum 85:54, was mit 31 Punkten Vorsprung die höchste Führung des Abends bedeutete. In der Schlussminute konnten die "Griechen" um ihren Trainer Dimitrios Linardou noch etwas Ergebniskosmetik zum 85:59-Endstand betreiben. Unterm Strich stand damit der verdiente dritte und bislang höchste Saisonsieg der VfL-Baskets, bei denen alle elf Akteure, die im Kader standen auch zum Einsatz kamen.

Deren Trainer zeigte sich nicht nur mit dem Spiel, sondern mit der Entwicklung von jedem einzelnen Spieler zufrieden. Den Part des besten VfL-Werfers teilten sich Stefan Schmoll und Claudio Huhn (beide je 18 Punkte), wobei Huhn auch aufgrund seiner neun schlauen und teils überragenden Assists glänzte. Schmoll sattelte seinen Körben noch zehn Rebounds drauf. Ebenfalls zweistellig trafen Simon Geiselsöder (16), Florian Beierlein und Jonathan Schwarz (je zwölf).

15 Rebounds von Luca Wörrlein

Sammelte in 21 Minuten Spielzeit satte 15 Rebounds ein: Der Treuchtlinger Youngster Luca Wörrlein (mit der Nummer 15) zeigte einmal mehr, was ihn ihm steckt. © Foto: Uwe Mühling


 Luca Wörrlein folgte mit vier Zählern, war aber in einem anderen Bereich zweistellig unterwegs: Der 18-Jährige 2,03-Meter-Mann holte sich herausragende 15 Rebounds. Dass er diesen Wert in gut 21 Minuten Spielzeit geschafft hat, muss ihm erst einmal jemand nachmachen. Insgesamt pflückten die VfL-Jungs 50 zurückspringende Bälle unterm Korb (Hellenen: 36) und hatten auch die klar bessere Wurfquote. Da half den Gästen auch nichts, dass sie mit Jermaine Lippert (21 Punkte) den Top-scorer des Spiels stellten.

Die drei Siege zum Start will VfL-Trainer Stephan Harlander weder unter- noch überbewerten: "Alle drei Gegner waren kein Fallobst, wir haben phasenweise Topleistungen gezeigt". Dennoch ist die Tabellenführung nach drei Spieltagen aus seiner Sicht nur eine Momentaufnahme. Dass es dabei bleibt, dazu müsse sich seine Mannschaft "noch mehr konzentrieren und noch mehr am Limit spielen". Dann werde es auch möglich etwas Großartiges zu beweisen: Nämlich dass es sich lohnt, Jugendarbeit zu betreiben und auf heimische Spieler anstatt auf ausländische Profis zu setzen.VfL Treuchtlingen: Claudio Huhn (18 Punkte, 9 Assists), Stefan Schmoll (18 Punkte, 10 Rebounds), Simon Geiselsöder (16 Punkte, davon 3 Dreier), Jonathan Schwarz (12 Punkte, 7 Rebounds), Florian Beierlein (12), Luca Wörrlein (4 Punkte, 15 Rebounds), Tobias Hornn (3), Kevin Vogt (2), Arne Stecher, Yannik Rapke und Moritz Rettner; Trainer: Stephan Harlander.

BC Hellenen München: Jermaine Lippert (21 Punkte, 9 Rebounds), Oscar Puiggene (10), Luka Maksimovic (10), Apostolos Diamantis (7 Punkte, 8 Rebounds, 8 Assists), Alek Pikl (6), Aidan Francois-Friis (2), Bruno Vogl (2), Giacomo May (1), Apostolos Bakavos und Benjamin Ferri; Trainer: Dimitrios Linardou.

Die einzelnen Viertel: 24:22, 21:12, 20:13, 20:12; Fünf-Minuten-Takt: 7:10, 24:22, 29:26, 45:34 (Halbzeit), 57:37, 65:47, 75:51, 85:59.

UWE MÜHLING

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