Das Phuangtong feiert einjähriges Jubiläum

23.5.2016, 10:11 Uhr
Kommt gut an: Das Thai-Restaurant Phuangtong in Hohenschwärz.

Kommt gut an: Das Thai-Restaurant Phuangtong in Hohenschwärz. © Huber

Denn Phuangtong hat sich in Hohenschwärz, einem kleinen Ortsteil von Gräfenberg in der Fränkischen Schweiz, niedergelassen. In einer Gegend, wo man eher deftige Hausmannskost auf der Speisekarte erwartet, als etwa Tom Kha Gai, die würzige Kokosmilch-Suppe mit Hähnchenfleisch und Koriander oder gedämpften Klebereis mit Banane und Tarofrucht. Kann so etwas gutgehen? Ja, sagt Phuangtong und zeigt mit Stolz das gut gefüllte Reservierungsbuch. Gäste kommen aus Forchheim, Erlangen, sogar aus Nürnberg, Roth und Schwabach in das frühere Buchwaldstüberl, in dem zuletzt ein Italiener Pizza und Pasta servierte.

In Hohenschwärz, wo die Brauerei Hofmann fast in Blickweite seit 1897 ihre berühmten Hofmanns-Tropfen braut und alljährlich zehntausende bierselige Wanderer auf dem Fünf-Seidla-Steig vorbeiziehen, hat man die neue Wirtin gut aufgenommen. Ihr Lokal ist mittlerweile ein Geheimtipp. Und in der Fränkischen Schweiz angekommen. Die Kletterer, so freut sich die Wirtin, hätten bei ihr einen Stammtisch.

Konkurrenz im Ort? Nein. Man komme gut miteinander aus, habe natürlich auch Hofmanns-Tropfen und Bier aus Gräfenberg auf der Karte, sagt Phuangtong. Ihren Mann hat sie bei dessen Urlaub in Thailand kennengelernt. 1994 ist sie zu ihm nach Gräfenberg gezogen. Auf den Tisch in ihrem Lokal mit Biergarten kommt bei der "gelernten" Hausfrau neben Standard-Gerichten auch typische Thai-Hausmannskost. Etwa das köstliche Gäng Kiew Wann, grünes Curry mit frischem, knackigen Gemüse in Kokosmilch mit Thai-Basilikum, wahlweise mit Huhn, Schwein, Garnelen oder Rindfleisch (7,50 Euro) oder Gäng Däng, die Variante mit rotem Curry.

Besonders beliebt bei den Gästen ist auch Gäng-Ga-Rie Gai, ein spezielles Gericht aus Massaman-Curry mit Hähnchenfleisch und Kartoffeln (7,50 Euro). Wer’s gern scharf mag, sagt bei der Bestellung Bescheid. Ihre Zutaten bezieht Phuangtong aus der Umgebung. Das Gemüse kommt knackig und frisch auf den Teller. Auf Glutamat verzichtet die Köchin weitgehend. Stattdessen setzt sie auf Gewürze wie Ingwer, süßes Basilikum, Ma Khüa Puang, eine Mini-Aubergine oder Ka Prau, das sogenannte heilige Basilikum, das wegen seines starken Aromas besonders gut zu Wok-Gerichten passt.

Mehr Informationen über das Phuangtong in unserer Rubrik Essen und Trinken!

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