"Die empfehlende Karte bin ich!"

Die Speisekarte bietet den normalen Standard, umfasst 15 verschiedene Pizze von 30 Zentimetern Durchmesser, keine teurer als 8,90 Euro, außerdem die üblichen Nudelgerichte (für maximal 9,90 Euro), Kinderpizze (Durchmesser 20 Zentimeter), Salate und die gängigen Desserts.

Wirklich interessant sind aber die täglich wechselnden Gerichte, die auf den aufgehängten Tafeln stehen oder auf der „Empfehlungskarte“, die auch jeden Tag neu kreiert wird. An ihnen kann man die Jahreszeiten ablesen und sehen, was den Wirt beim Einkauf besonders angelacht hat: Unlängst war das Spargel zum Beispiel. Den gab es in einer Soße mit hausgemachten Nudeln, Bärlauchpesto rundete die ebenfalls hausgemachten, mit Lachs gefüllten Riesenravioli ab, wieder andere Pasta wurde mit Rinderfiletspitzen in Tomatensoße angeboten. Und auch das alles unter 10 Euro pro Portion, die durchaus satt macht, dazu Kitzmann-Bier, das Weizen für 2,80 Euro, 0,4 l Pils für 2,60 Euro und diverse italienische Rot- und Weißweine für 4,20 Euro pro Viertel, nicht nur 0,2 l.

„Auf meiner gedruckten Speisekarte findest Du keine Antipasti und nur wenige Desserts, denn“, sagt Gianni, „die empfehlende Karte bin ich!“ Vor- und Nachspeisen hängen in seiner Küche ebenso vom täglichen Einkauf ab wie die Hauptgerichte. Er freut sich, wenn seine Gäste ihn ansprechen und fragen, was er an Extras machen kann, was er empfiehlt. „Ich weiß ja, was ich da habe. Dann schlag‘ ich eben was vor. Oder wenn jemand von seinem Essen so begeistert ist, dass er dasselbe mit seinen Freunden noch einmal essen will, dann können wir das natürlich verabreden.“

Nichtsdestotrotz hat er immer auch eine kleine Menge Filets und eine Handvoll Scampi da – es gibt ja auch Gäste, die nicht nur für Pasta oder eine Pizza zum Italiener gehen. Immer häufiger möchten die Gäste vegetarisch essen. „Das ist überhaupt kein Problem. Cannelloni und Lasagne mache ich fast jeden Tag frisch, die fülle ich dann mit Ricotta, Zucchini, Aubergine, Tomaten und Kapern – oder anderen Gemüsen, die gerade angeboten werden. Für Wünsche und Vorschläge meiner Gäste habe ich immer ein offenes Ohr,“ verspricht der Wirt.

Manchmal denkt er an die Rezepte von Mamma, geht in die Küche und macht Penne mit Mangold oder Rustici, mit Bechamel gefüllte Blätterteigtörtchen. In seinem Lokal gebe es „den besten Espresso weit und breit“, schrieb ein Gast. „Das ist immer noch meine Philosophie“, meint Gianni, „wenn der Espresso nichts taugt, taugt auch der Italiener nichts.“

Mehr Informationen über die Pizzeria Piccola Italia da Gianni in unserer Rubrik Essen und Trinken!

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