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Wo Aromen aus aller Welt auf Franken treffen

Das Restaurant "Zirbelstube" in Worzeldorf feiert sein 20-jähriges Bestehen - 01.08.2019 09:25 Uhr

Ein echtes Familien-Unternehmen: Vor 20 Jahren übernahmen Maria (l.) und Erhard (r.) die "Zirbelstube", 2011 stiegen Sebastian und Susanne (mit Sohn Elias) ein. © Eduard Weigert


Seite an Seite stehen Sebastian Kunkel (38) und sein Vater Erhard (71) und richten Kalbstafelspitzsülze an – das Jubiläumsgericht im Juli. Und "Mollis" – kleine Hackfleischbällchen. "Mein Vater sollte eigentlich ein Restaurant eröffnen, in dem es nur Gerichte aus Hackfleisch gibt", sagt Sebastian Kunkel. Der Vater lächelt und zuckt mit den Schultern. Sie sind aber auch köstlich, diese Mollis.

20 Jahre ist es her, dass Maria und Erhard Kunkel die "Zirbelstube" übernommen haben. 2011 waren dann Sebastian mit seiner heutigen Frau Susanne Wagner-Kunkel (37) Restaurant und Hotel an der Reihe. Die Eltern unterstützen weiterhin. Und auch schon die dritte Generation, der kleine Elias, wackelt durch die "Zirbelstube". Bevor Sebastian und Susanne ins Familienunternehmen einstiegen, reisten sie durch die Welt, arbeiteten in der Schweiz und in Neuseeland. Diese Erfahrungen lässt Kunkel in die traditionell-bodenständige Küche, für die sein Vater bekannt war, einfließen: "Ich verwende vorwiegend fränkische Produkte und kombiniere sie mit Aromen aus aller Welt." Da trifft Franken in der köstlichen Suppe aus passierter, gelber Paprika auf Asien in Form von Kokosmilch, dazu gibt es eine knusprig ummantelte Garnele.

Mehrfach wurde die "Zirbelstube" ausgezeichnet. Als nur eines von drei Nürnberger Restaurants steht sie im aktuellen Slowfood Genussführer als "Kulinarisches Kleinod". Der Gault&Millau vergibt 15 Punkte und der Guide Michelin schreibt: "Ein freundlich geführter Familienbetrieb".

Familiär geht es in der Gaststube, die – allen Trends zum Trotz – ganz klassisch mit viel Zirbelholz ausgekleidet ist, tatsächlich zu. Man fühlt sich wohl bei den Kunkels. Und auch, wenn hier gehobene Küche mit ebensolchen Preisen (Menü ab 55 Euro) serviert wird, Schwellenangst braucht keiner haben.

Aber was genau ist nun ein "Girardi-Rostbraten"? Benannt ist das Gericht nach dem Wiener Schauspieler Alexander Girardi. Das Rindfleisch wird mit Kapern und Champignons in dunklem Fleischfond geschmort. "Wir verfeinern es noch mit Sauerrahm und lassen es leicht karamellisieren", erklärt Sebastian Kunkel. Ein "Old-School"-Gericht nennt er es, "das aber wahnsinnig gut schmeckt." Im September steht der "Girardi-Rostbraten" dann als Jubiläumsgericht auf der Karte.

Mehr Informationen über die "Zirbelstube" in unserer Rubrik Essen und Trinken! 

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