Vegane Süßspeisen

"The Sweet Vegan": Nachhaltiger Genuss mit Blick aufs Opernhaus

30.8.2021, 14:23 Uhr
Mit ihrem Café

Mit ihrem Café "The Sweet Vegan" hat sich Melanie Jessen selbstständig gemacht. In der Nähe des Opernhauses in Nürnberg verkauft sie vegane Süßspeisen. © Stefan Hippel

Das Etyok hat gerade die Umbaumaßnahmen beendet, im Innenraum kann man zwar noch nicht sitzen, aber den veganen Döner kann man weiterhin zum Mitnehmen kaufen.

Der vegane Dönerladen und ihr Café befinden sich im selben hölzernen Unterbau, dem ehemaligen Kino-Foyer, dazu gehört auch ein entspannender Außenbereich zum Grünen hin. "Die Kunden und Kundinnen des Etyok hatten öfter nach Süßem gefragt", sagt Melanie Jessen. Da trifft das Café einen Nerv. "Beide Geschäfte ziehen auch viele Menschen an, die sich nicht hauptsächlich vegan ernähren, es schmeckt Ihnen einfach", so die Beobachtung der Café-Besitzerin.

"Kaffee ist meine Leidenschaft", sagt Jessen. Sie hat sich in der Roastery "7 Hills" ausbilden lassen. Den Kaffee dieser Rösterei schenkt sie nun ihren Besucherinnen und Besuchern ein. Qualität sei ihr besonders wichtig. Warme und kalte Kaffee-Spezialitäten mit Hafermilch, Limonaden und Tee, außerdem Donuts, Kuchen, Muffins und viele weitere Süßspeisen gibt es im The Sweet Vegan zu fairen Preisen, so kriegt man dort ein Stück Kuchen ab 1,70 Euro. Die sogenannten "Copy Kitchen"-Produkte verkaufen sich besonders gut: Vegane Snickers, Raffaello oder Toffifee - also alles, was man seit Kindheitstagen kennt.

Das vegane Gebäck bezieht Melanie Jessen aus ganz Deutschland. Es gibt auch Spezialtage mit selbstgemachten Törtchen und Brownies.

Das vegane Gebäck bezieht Melanie Jessen aus ganz Deutschland. Es gibt auch Spezialtage mit selbstgemachten Törtchen und Brownies. © Stefan Hippel

Ihre Vorliebe für Cafés hat sie dazu gebracht, selbst eines zu eröffnen. Davor hat die gebürtige Flensburgerin in Erlangen Theater- und Medienwissenschaften sowie Buchwissenschaften studiert, beim Film, Theater und einem Verlag gearbeitet.

Seit zehn Jahren wohnt sie in Mittelfranken, seit sechs Jahren isst sie vegan. "The Sweet Vegan" beschreibt sie als "kleine Cafébar", die sie in zweieinhalb Monaten komplett selbst aufgebaut hat, "die Möbel sind gebraucht, alles ist selbstgemacht". Zum Charme tragen die Regiestühle mit Virginia-Woolf-Beschriftung bei.

"Veganismus machbar machen"

Mit viel Mühe und Unterstützung über eine Crowdfunding-Plattform konnte Melanie Jessen ihre Idee auf acht Quadratmetern umsetzen. Schon vor drei Jahren hat sie auf dem Vegan Food Festival am Jakobsplatz verkauft. "Meine Vision ist es, Veganismus machbar zu machen", berichtet sie.

Die Süßspeisen kommen von Bäckereien und Konditoreien aus ganz Deutschland. Aus Nürnberg zum Beispiel die leckeren Nussecken, aus Hamburg Bio-Croissants und Bio-Franzbrötchen. Ein "Recup-Home"-System gibt es auch, das verhindert unnötigen Müll durch Kaffeebecher.

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Mindestens zweimal die Woche gibt es Spezialtage mit selbstgemachten Törtchen, Brownies und anderem, was Melanie Jessen und ihrer Teilzeitkraft noch so einfällt. Das Café ist auch ihr persönlicher Treffpunkt mit Freundinnen und Freunden sowie Stammkundschaft. Die Lage lädt zum Vorbeikommen, Verweilen und Unterhalten ein. Bald soll The Sweet Vegan auch über Lieferando zu finden sein.

Mehr Informationen über "The Sweet Vegan" in unserer Rubrik Essen und Trinken!

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