Zur Mittagspause ins Spitzen-Restaurant

16.11.2015, 08:00 Uhr
Bei Diana Burkel im

Bei Diana Burkel im "Würzhaus" gibt es mittags ein bodenständiges und fränkisches Drei-Gang-Menü mit Klassikern, die mal ganz anders daher kommen. © Michael Matejka

Wer aber mal einen günstigeren Blick in die Spitzengastronomie wagen möchte, dem seien die Mittagsmenüs ans Herz gelegt. Ein Besuch im "Wonka" von Christian Wonka und im "Würzhaus" von Diana Burkel, die beide im gerade erschienenen "Gault&Millau mit 16 Punkten ausgezeichnet worden sind.

Bodenständig und fränkisch kommt das Drei-Gang-Mittagsmenü für 17 Euro im „Würzhaus“ daher. Küchenchefin Diana Burkel, die auch im „Essigbrätlein“ das Würzen lernte, sieht dies als schönen Gegensatz zu ihrer Abendkarte mit feinen, kreativen Gerichten und passenden Weinen (Menü ab 52 Euro).

Der Mittagstisch wechselt wöchentlich und bringt die guten alten, manchmal vergessenen Gerichte auf den Tisch. Wie Backfisch mit Kartoffel-Endivien-Salat (8,90 Euro). Der Fisch, knusprig umhüllt, ist zart, die Remoulade ein Gedicht. Oder einen göttlichen Hackbraten mit einer Spur weihnachtlicher Gewürze samt Lauch-Kartoffel-Ragout (8,90 Euro). Wer ein bisschen Zeit hat, wählt das Drei-Gang-Menü, das immer eine Suppe, einen Hauptgang und ein Dessert, wie derzeit ein saftiges, schokoladiges Tiramisu, und einen Espresso offeriert. Glücklich und satt steht man vom Tisch auf und möchte abends wiederkommen. Um die andere Seite des „Würzhaus“ kennenzulernen.

Zeitlos modern und abwechslungsreich

Bieten auch mittags exquisite Küche: Christian Wonka und sein Chefkoch Kemal Besirevic in ihrem Restaurant

Bieten auch mittags exquisite Küche: Christian Wonka und sein Chefkoch Kemal Besirevic in ihrem Restaurant "Wonka", das dieser Tage seinen 15. Geburtstag feiert. © Michael Matejka

Nein, eigentlich rechnet es sich nicht, mittags ein günstigeres Drei- oder Vier-Gänge-Menü anzubieten, sagt Christian Wonka, der seit 15 Jahren sein Restaurant in der Johannisstraße führt. Trotzdem beglückt er seine Gäste mittags mit kreativen Gerichten in der ehemaligen Bäckerei. 32 Euro zahlt man für drei Gänge, bei vieren ist man mit 38,50 Euro dabei. Am Abend liegt das Vier-Gang-Menü dagegen bei rund 70 Euro.

Wonkas Küche, dessen wichtigste Station sicherlich das „Essigbrätlein“ war, ist zeitlos modern und abwechslungsreich. Molekulares kommt hier nicht auf den Teller, verschiedene Texturen spielen jedoch eine Rolle. Wie bei der Entenbrust mit Radieschen, Linsen und Senf, die uns als Vorspeise gebracht wird. Kürbissuppe kann jeder, behaupten manche, doch diese schmeckt so fein, mit ihren karamellisierten Kürbiskernen und einem Hauch Kürbiskernöl, dass es einen nach einem zweiten Teller verlangt.

Als Hauptgang gibt es eine Meeräsche mit einem Bohnen-Kartoffel-Gemüse, das Lamm mit seinem rosafarbenen Kern kombiniert Wonka mit Petersilienwurzel und Olivenpaste. Die Preiselbeertarte, gekrönt von knackigem Karamell mit Tonkabohneneis und einer Creme, vervollkommnen diesen mittäglichen Genuss, diese wunderbare Pause vom Alltag.

Mehr Informationen in unserer Rubrik Essen und Trinken!

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