Betriebe geräumt, U-Bahn stand still

Wieder Fliegerbomben-Alarm in Nürnberg: Blindgänger entschärft

30.6.2021, 17:50 Uhr
Dieses Foto zeigt die Bombe, die am frühem Mittwochabend entschärft wurde. 

© ToMa Dieses Foto zeigt die Bombe, die am frühem Mittwochabend entschärft wurde. 

Die Grube ist nur wenige Meter von der Stelle entfernt, an der bereits vergangene Woche ein Blindgänger auftauchte. An der Brunecker Straße im Süden der Stadt entsteht derzeit ein neuer Stadtteil, die Bauarbeiten laufen seit Monaten. Experten gehen davon aus, dass in den kommenden Monaten weitere Fliegerbomben aus dem Zweiten Weltkrieg auftauchen.

Die Sprengstoffexperten Michael Weiß, Paul Rönicke, Christian Sommer und Heiko Pagel (von links nach rechts).

Die Sprengstoffexperten Michael Weiß, Paul Rönicke, Christian Sommer und Heiko Pagel (von links nach rechts). © ToMa

Der Sprengkörper war, wie bereits am vergangenen Dienstag, ein amerikanisches Modell und soll rund 115 Kilogramm wiegen. Er war mit zwei Aufschlagzündern und einer Explosionsmasse von rund 56 Kilogramm ausgestattet. Sprengstoffexperten rückten bereits am Vormittag an, um den Blindgänger zu begutachten. Von ihm ging zwar keine akute Gefahr aus, dennoch zogen die Experten vorsorglich einen Radius von 300 Metern ein, der geräumt werden musste. Im Gegensatz zu der Bombe, deren Entschärfung rund eineinhalb Stunden dauerte, ging es diesmal deutlich schneller. Nach nur wenigen Minuten gab der Sprengmeister Michael Weiß Entwarnung.

Probleme im U-Bahn-Verkehr - Luftraum gesperrt

Wie bereits beim letzten Fund ließ der Weiß einen Schutzwall aus mit Wasser gefüllten Containern aufbauen. Von der Evakuierung betroffen waren zwar keine Privatwohnungen, dafür aber rund zehn Betriebe. Sie hatten ihre Arbeit früher beendet.

Im Pendlerverkehr kam es zu Problemen, denn: Die Linien 1 und 11 mussten für die Zeit der Entschärfung gesperrt werden. Auch der Luftraum über der Stadt wurde kurzzeitig abgeriegelt.

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