"Kundenbindung ist mir auch online sehr wichtig"

13.10.2019, 15:29 Uhr

© Foto: Markus Steiner

Herr Kuhlke, ich würde jetzt als Laie eher davon ausgehen, dass sich Schokolade und Pralinen eher im Geschäft als im Internet verkaufen lassen, weil man sie ja auch probieren, anfassen, riechen und schmecken möchte. Wie sind denn Ihre Erfahrungen mit dem Online–Handel, den Sie seit 2014 betreiben?

Ich war der erste, der überhaupt ein Produkt auf der Plattform eingestellt und verkauft hat. Und meine Erfahrungen sind seitdem grundweg positiv. Ich habe noch keine negativen Erfahrungen gemacht, weil auch meine Kunden total begeistert sind und denken, da ist mal einer, der nicht nur jammert.

Was sind denn für jeden Einzelhändler die zentralen Herausforderungen, wenn er auch im Internet mitmischen will?

Man muss viel, viel Zeit opfern. Es gab Zeiten, da habe ich 80 bis 100 Stunden gearbeitet am Anfang und das über viele Monate. Mir war es wichtig, eigene Fotos von allen meinen Produkten zu machen, das hat viel Zeit in Anspruch genommen. Das geht an die Substanz, ist aber alternativlos, wenn man überleben will.

Wie viele Produkte kann man denn in Ihrem Onlineshop kaufen?

Bei mir sind immer zwischen 1400 und 2000 Produkte verfügbar. Weihnachten sind das mehr, im Sommer sind es auch mal weniger.

Wie befruchten sich Ihr Online-Auftritt und ihr Ladengeschäft denn gegenseitig?

Das ist genau der Punkt: Die Kunden, die im Umkreis von 30 Kilometern wohnen, kommen zu mir ins Geschäft und kaufen vor Ort. Alle, die weiter als 50 Kilometer entfernt sind, kaufen online. Ich frage mich auch manchmal, warum meine Kunden Schokolade und Pralinen bei mir überhaupt online bestellen, aber ich freue mich natürlich darüber! Da sind selbst Kunden aus Berlin, München oder Hamburg dabei, die im Naschkatzenparadies einkaufen. Die Kundenbindung ist mir auch online weiterhin sehr wichtig, ich mag Wiederholungstäter und Atalanda gibt mir da die Hilfestellung.

Wie hat sich Ihr Umsatz durch Online denn verändert?

Im ersten Jahr hatte ich 10,53 Prozent Umsatzplus und danach ei´n stetiges Wachstum, wenngleich natürlich keine zweistelligen Zuwächse mehr.

 

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