Fränkisches Seenland hat "beste Wasserqualität"

24.5.2017, 07:27 Uhr
Der Sommer kann kommen: Der Großteil der Badeseen in Bayern weist laut einer Untersuchung eine ausgezeichnete Qualität auf.

Der Sommer kann kommen: Der Großteil der Badeseen in Bayern weist laut einer Untersuchung eine ausgezeichnete Qualität auf. © dpa

In Bayern - und somit auch in Franken - können Badebegeisterte an allen Flüssen und Seen unbesorgt ins Wasser steigen. Keine der 374 im Freistaat untersuchten Badestellen hat von der Europäischen Umweltagentur (European Environment Agency/EEA) den Stempel "mangelhaft" bekommen. Im Gegenteil: Dem Großteil der Badestellen, und zwar 355, bescheinigt der am Dienstag in Kopenhagen veröffentlichte EU-Bericht sogar eine ausgezeichnete Qualität. 18 schafften ein "gut".

Lediglich eine Badestelle wurde mit Blick auf die Wasserqualität als "ausreichend" deklariert, ein Weiher im Storchenparadies Uehlfeld (Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim).

Carl-Heinrich Hinterleitner vom Gesundheitsamt des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen bestätigt die gute Wasserqualität im Fränkischen Seenland. Die Behörde ist für die Gewässer Kleiner Brombachsee, Großer Brombachsee, Altmühlsee und Hahnenkammsee zuständig. Ab Mai werden regelmäßig Wasserproben genommen, um die Gewässergüte zu prüfen. Ermittelt wird dabei die Konzentration von Kolibakterien, die Darmerkrankungen auslösen können, sowie von Enterokokken, die für gefährliche Entzündungen verantwortlich gemacht werden.

Birkensee weiterhin Sorgenkind

Ein Spezialfall ist weiter der Birkensee im Nürnberger Land. Dort ist zwar das Badeverbot aufgehoben. Es gilt aber wegen einer Belastung mit per- und polyfluorierten Substanzen die Empfehlung, dort nicht zu baden. Bei solchen Analysen gehen Experten davon aus, dass ein Schwimmer etwa 50 Milliliter Wasser aufnimmt.

Laut einem EU-Bericht zur Qualität der Badegewässer erfüllen 97,8 Prozent der knapp 2300 untersuchten deutschen Badestellen die EU-Mindeststandards. Nur fünf Stellen fielen durch: Den Stempel "mangelhaft" (poor) bekamen jeweils zwei in Niedersachsen und Baden-Württemberg und eine in Mecklenburg-Vorpommern. Die Daten hierfür stammen allerdings aus dem vergangenen Jahr.

Die Daten zu den europäischen Badegewässern stammen aus der Saison 2016. Für die Untersuchung werden in der Badesaison monatlich Wasserproben entnommen und auf zwei verschiedene Bakterienvorkommen untersucht. Die Ergebnisse sagen etwas über die Verschmutzung des Wassers durch Abwasser, Landwirtschaft und Vogelkot aus.

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