14°

Dienstag, 20.08.2019

|

Mit Anhänger auf Urlaubsfahrt: Fragen und Antworten

Anhängelast, Führerschein, Beladung - 31.05.2019 13:52 Uhr

Ferienwohnung im Schlepp: Wer ungeübt ist im Gespannfahren, sollte die Sache erst einmal vorsichtig angehen. © Subaru


Darf jedes Auto jeden Anhänger ziehen?

Nein. Hier kommt es auf die zulässige Anhänge- und die Stützlast an. Beide Angaben sind in den Fahrzeugpapieren verzeichnet. Jörg Kracke, Leiter Aftersales bei Subaru Deutschland, erklärt den Unterschied: "Während die Anhängelast das größte tatsächliche Gewicht eines an das Auto anzukoppelnden Anhängers angibt, verrät die Stützlast jenes Gewicht, das vertikal auf die Anhängezugvorrichtung des Zugfahrzeugs drücken darf".

Mitunter ist einem Gespann sogar anzusehen, dass die Stützlast überschritten worden ist. Dann ergibt sich nämlich ein Knick. Wer hinsichtlich der Stützlast undiszipliniert agiert, riskiert, dass sich das Gespann aufschaukelt und das Fahrverhalten unkontrollierbar wird.

Welchen Führerschein braucht der Fahrer?

Der nach 1999 abgelegte Führerschein Klasse "B" erlaubt das Ziehen von schweren Anhängern (über 750 kg) nur, wenn die Gesamtmasse des Gespanns 3,5 Tonnen nicht überschreitet. Ansonsten braucht es "BE".

Was ist bei der Beladung zu beachten?

Schwere Teile sind am besten in der Nähe der Achsen aufgehoben, das beeinträchtigt die Fahrstabilität des Anhängers am wenigsten. Kleineres Transportgut wird am besten mit Gurten, Bändern oder einem Transportnetz befestigt - ansonsten kann es passieren, dass sich die Gegenstände im Falle einer Vollbremsung selbstständig machen und zu gefährlichen Geschossen werden.

Keine gute Idee ist es, den Kofferraum allzu schwer zu bepacken. In diesem Falle wird nämlich das Heck so heruntergedrückt, dass der Anhänger nicht mehr richtig auf der Kupplung sitzt.

Wie verändert sich das Fahrverhalten?

Anfänger im Umgang mit dem Anhänger sollten sich vorsichtig ans Gespannfahren herantasten. "An die veränderten Fahreigenschaften muss man sich erst einmal gewöhnen", sagt Jörg Kracke. Heißt: Kurven vorsichtig angehen und reichlich Abstand zu vorausfahrenden Fahrzeugen halten. Gerät das Gespann ins Schlingern, heftig auf die Bremse treten - und keine ruckartigen Lenkmanöver durchführen.

Welche Technik kann helfen?

Zunächst einmal Gespann- beziehungsweise Anhängerstabilisierungssysteme, wie sie inzwischen von vielen Fahrzeugherstellern angeboten werden. Ein solches System verhindert mit gezieltem Bremseingriff, dass der Anhänger ausbricht.

Auch Allradantrieb bietet Vorteile beim Fahren mit Anhänger. Wenn alle vier Räder angetrieben werden, so stabilisiert das nicht nur das Fahrverhalten, sondern erhöht zudem in aller Regel die zulässige Anhängelast.

ule 

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus dem Ressort: Auto