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Bundespräsident Steinmeier kommt heute nach Nürnberg

Woche der Brüderlichkeit: Bundespräsident hält Eröffnungsrede im Opernhaus - 10.03.2019 09:48 Uhr

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier kommt am Sonntag ins Nürnberger Opernhaus. © dpa


Diese "Woche der Brüderlichkeit", die von den Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit seit 1952 initiiert wird, will vor allem eines: den Dialog zwischen diesen beiden Religionen fördern. Angesichts sich häufender Fälle lautet das Jahresthema 2019 "Mensch, wo bist Du? Gemeinsam gegen Judenfeindschaft". Teils bis in den April werden in diesem Rahmen Veranstaltungen quer durch die Region geboten.

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Die bundesweite Eröffnung im feierlichen Rahmen geht am Sonntag, 10. März, um 11.30 Uhr im Nürnberger Opernhaus über die Bühne: Dabei halten Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, der bayerische Ministerpräsident Markus Söder sowie Nürnbergs Oberbürgermeister Ulrich Maly und der Rabbiner Prof. Dr. Andreas Nachama die Reden.

Vorträge, Ausstellungen und Filme

Im Filmhaus Nürnberg (Königstraße 93) kommt am Dienstag, 19. März, Regisseur Dirk Szuszies um 19 Uhr zur Sondervorführung seines preisgekrönten Dokumentarfilms "Wir Juden aus Breslau", der die aktuelle Brisanz der neo-nationalistischen und neo-antisemitischen Tendenzen aufgreift. Im Haus Eckstein (Burgstraße 1–3) hält Prof. Dr. Matthias Morgenstern am Dienstag, 12. März, um 19 Uhr einen eintrittsfreien Vortrag über den "Nürnberger Reformator Andreas Osiander. Ein Kriminalfall, eine infame Beschuldigung und eine Verteidigung der Juden".

Überlebende Jugendliche und ihre Schicksale, hier eine jüdische Klasse 1938 in Breslau: Dem widmet sich die Doku von Karin Kaper und Dirk Szuszies, die in Nürnberg gezeigt wird. © Karin Kaper Film


Am Mittwoch, 13. März, 14.30 Uhr, folgt zum Jahresthema der Nachmittag der Frauenverbände mit einer Lesung und Musik im Caritas-Pirckheimer-Haus (Königstr. 64) und ebendort am selben Tag, 19 Uhr, der Vortrag "Mit Muslimen gegen Antisemitismus. Die Bedeutung interkultureller Kommunikation".

In Fürth findet die Festveranstaltung zur Woche am Donnerstag, 14. März, um 11 Uhr im Berolzheimerianum (Comödie) statt. Das Jüdische Museum Fürth (JMF) zum Beispiel führt am Donnerstag, 21. März, um 18 Uhr zum Thema "Die Familie Krautheimer und die Krautheimer Krippe", die 1912 als Säuglings- und Kleinkinderkrippe errichtet wurde. Treffpunkt ist in der Maistraße 18, der Eintritt ist frei. Einen der bedeutendsten israelischen Lyriker der Gegenwart, Jehuda Amichai (1924–2000), ehrt eine Lesung im JMF mit Herausgeber Amadé Esperer am Sonntag, 24. März, um 16 Uhr mit dem Titel "Zwischen Vergessen, Lieben und Erinnern".

In Ansbach musiziert unter anderem das Jewish Chamber Orchestra Munich am Montag, 11. März, um 19.30 Uhr in der Karlshalle.

In Erlangen ist unter anderem ab Montag, 18. März, 17 Uhr, die Ausstellung "Nie wieder. Schon wieder. Immer noch. Rechtsextremismus in Deutschland seit 1945" im Rathausfoyer zu sehen. In der Hugenottenstadt laufen die Veranstaltungen bis Montag, 20. Mai.

In Baiersdorf lädt der Historiker und Stadtführer Horst Gemeinhardt sowohl am Montag, 11. März, 14 Uhr, sowie am Freitag, 15. März, 14 Uhr zu Erinnerungsgängen. Der Montag befasst sich mit den einstigen Wohnhäusern jüdischer Mitbürger (Treff: Kindergarten, Seligmannstr.1), der Freitag über "Die sprechenden Steine" auf dem Friedhof (Treff: Sparkasse, Judengasse 14). Spenden sind erbeten.

Alle Veranstaltungen der Woche der Brüderlichkeit finden Sie unter www.wdb-franken.org.

Andrea Munkert

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